Mein kanadischer Freund und Sammlerkollege James Doiron hat vor etwa 3 Jahren auf der Webseite smugmug.com einen Blog für die Publikation von Mannequinkatalogen gegründet, nachdem das erste Hochladen in den sozialen Medien zu ungeahnten Problemen geführt hatte; u.a. musste man zum Beitrag lange und mühsam in den jeweilen Beiträgen herunter scrollen und man verlor sehr schnell die Übersicht. Neugierig und höflich, wie er ist, fragte er in die Runde (in der Vintage-Mannequin-Sammlergruppe), ob wir – das heisst also jene wenigen Sammler, die gerne ihre Lieblinge identifiziert haben wollen – überhaupt ein Interesse an altem Informationsmaterial hätten und ich war wenige Stunden nach seinem Post online. Kurz vor mir schrieben zwei Sammler begeistert: „Oh, das wäre super toll!“ Ich schloss mich sofort an und meinte, dass die Internetrecherchen sich manchmal sehr aufwendig gestalten würden und das für mich auch eine enorme Hilfe sei. Nicht alle Sammler wollen wissen, von welchem Hersteller eine Figur ist und zu welcher Serie sie gehört hatte. Doch ich bin jemand, der die Mannequins, diese schönen Geschöpfe, als Kulturgut versteht, als Zeitzeugen, als Spiegel eines Modeverständnisses, was ein Licht auf die jeweilige Epoche wirft. Es ist von mir beabsichtigt, mit der Gründung 2018 dieses Blogs „Faszination Mannequins“ einen Beitrag zur Technik-, Design- und Kulturgeschichte von Schaufensterpuppen beizutragen, natürlich in diesem Ausmass noch nicht ahnend, welch spannendes Feld sich mir damit eröffnen würde. Wie zum Beispiel beim italienischen Hersteller „Prifo“, gibt es im Internet kaum noch Informationen (ausser diejenigen, die von mir in aufwendiger Forschungsarbeit zusammengestellt wurden, da ich selber einige Figuren von „Prifo“ besitze), weil der Hersteller schon vor vielen Jahrzehnten die Produktion eingestellt hatte. Von den etwa 52 Herstellern, die es gemäss meiner Erkenntnis zwischen 1960 und 2010 gegeben hat, existieren noch etwa 10. Selbst einer der ehemaligen Marktleader „Adel Rootstein“ ist vor Kurzem Konkurs gegangen und wurde von der italienischen Firma „Bonaveri“ aufgekauft; wie vor Jahrzehnten die einzige Schweizer Firma „Schläppi“.
Je mehr Zeit verstreicht, desto eher geraten die Mannequins in Vergessenheit und nur wenige kümmern sich um ihre Geschichte. Diese ist aber mit meinen Artikeln hier und mit dem Zugang zu den alten Katalogen nicht zu Ende erzählt. Wie James Doiron, ehemaliger Chefdekorateur in Kanada, gab es Tausende von Frauen und mehrheitlich Männer rund um den Globus, die als Schaufenster- und Innendekorateur beruflich arbeiteten und ihrer Kreativität freien Lauf liessen. Dazu verwendeten sie auch Mannequins, je nach Thema; und wie James noch ein grosses Archiv an eigenen Fotos seiner Displays besitzt, gibt es auch noch das Fachmagazin „Inspiration“, in denen annuell zur Ideenfindung, die neusten und schönsten, interessantesten Dekorationen publiziert wurden.
Aktuell hat James das Magazin „Inspiration“ Nr. 47 auf seinen Blog geladen, das insbesondere erwähnenswert ist, da unter anderem eine Serie aus dem Hause „Schläppi“ um das Jahr 1972 vorkommt, von der selbst ich als Experte auf dem Gebiet der Schweizer Schläppi Serienproduktion noch nie etwas gehört hatte.
Von der Serie „Charleston“ mit der Seriennummer 2002, die in Form und Stil der Serie „500“ und der „2200“ von der Firma „Schläppi“ (Schweiz) sehe ich zum ersten Mal hier ein Bild.
Hingegen konnte ich diese für „Schläppi“ typischen avantgardistischen Figuren, die mir vertraut sind, sofort zuordnen. Sie waren damals revolutionär und im Umfeld des Modedesigners Pierre Cardin sehr beliebt. Sie bevölkern noch heute berühmte Museen, wie das Metropolitan Museum of Art in New York. Dieses Foto wurde um 1972 in der Grande Passage in Genf (Schweiz) aufgenommen.
Auch die Firma Karstadt in Deutschland verwendete diese „Schläppi“-Figuren, hier zum Theme „Bade-Rausch“.
„Auch die letzte Ausstellung präsentierte mit originellen Gestaltungsideen die Neuheiten in Display-Figuren der bekanntesten Fabrikate einem verwöhnten und anspruchsvollen Fachpublikum. Als dramatisierendes Gestaltungselement und verkaufsfördernder Träger der aktuellen Modetendenzen erobert die Display-Figur nicht nur alle Schaufenster, sondern mehr und mehr auch die Verkaufsräume.“
Für mich als Sammler sind solche Hinweise aus dem Jahr 1972 von grosser Bedeutung, da ich mich auch für Bilder aus jener Zeit enorm interessiere.
Man sieht hier im Vordergrund rechts eine sitzende, junge Dame, die sich hinter ihrem Rücken aufstützt. Es ist eine Hindsgaul „Twenty2“ mit der Nr. 7113 aus dem Jahr 1972. Weshalb kann ich sie trotz des von der Perücke verdeckten Gesichts und der grösstenteils durch die Kleider schlecht sichtbaren Haltung einwandfrei und unmittelbar identifizieren?
Weil ich selber stolzer Besitzer eine frisch restaurierten Hindsgaul „Twenty2“ mit der Nr. 7113 bin und es diese Figur meines Wissens weltweit nur noch ein einziges Mal gibt – und in einem Topzustand -: bei VAMD.
Seit 2021 hatte ich die Idee im Hinterkopf, von einer Inszenierung meiner sitzenden John Nissen Schaufensterpuppe auf einem alten Schlitten aus Metall, den ich in einem Brockenhaus fand und der mich an meine frühe Kindheit erinnert, als ich mit etwa 7 Jahren mit einem ebensolchen kleinen, roten Schlitten, wie die „Feuerwehr“ im Winter den kurzen, steilen Abhang vor dem Schulhaus „Heubeeribühl“ hinunter sauste. Als Jugendlicher wagte ich mich natürlich bereits auf die extra präparierte Schlittelbahn in Davos, bei welcher man schon durch einen extra präparierten Eiskanal schoss – oder eben dann mit 23 mit Freunden eher darum ging, wer als Erster im Zielraum am Ende der gewundenen Passstrasse ankam, die Wrestling-Attacken unterwegs auf den Schlitten „überlebend“.
Die Serie „Jeunesse“ (dt. „Jugend“) von John Nissen wurde gegen Ende der 70er-Jahre, Anfang der 80er-Jahre produziert und weltweit verkauft und hatte das Ziel, eher die junge Generation zu repräsentieren, während „Madame“ und die Serie „Fashionable“ eindeutig für die erwachsene Klientel entwickelt wurde.
Emotionale Gesichter und Gesten (oben Originalkatalogbilder von damals) sollte das Lebensgefühl der jungen Frauen verkörpern und anziehend wirken. Ich gehe davon aus, dass die Alterskategorie zwischen 18 und 23 liegen dürfte, was nur geschätzt ist und nicht überliefert. Leider sind auch die Kataloge nicht mehr in vollem Umfang auffindbar, weshalb nicht 100%-ig zweifelsfrei meine sitzende Figur (oben links mit den Stiefeln) die Seriennummer CT 18 trägt.
Was bei dieser Serie noch oft geschieht ist, dass irgendwann mit der Zeit und im Verlauf der Jahrzehnte von den jeweiligen Besitzern die Arme und Hände aus verschiedenen Gründen vertauscht wurden, oft weil man keine Referenzbilder aus Katalogen mehr hatte. Weil die Handgelenk- und Schulterverbindungen innerhalb der Serie und hier sogar serienübergreifend aus technischer Sicht kompatibel sind, hat man da vermutlich aus dem Lager einer Boutique einfach einen anderen Arm montiert, wenn einer kaputt ging, oder man sich die Zeit nicht nahm, gemäss der meistens bezeichneten (schwarzer Filzstift, von Hand) Seriennummern die Teile korrekt zusammenzusetzen, um auch dem Anspruch aus ästhetischer Sicht zu genügen.
So erkennt man spätestens beim Entwickeln von Ideen, wie man das Modell in Szene setzen will (hier links 2021 bei Probeaufnahmen mit dem roten Schlitten) und wo die ästhetische Problematik liegt, denn die Geste hat mit derjenigen im damaligen Originalkatalog nichts gemeinsam. Im angekleideten Zustand, stört dann in der Schulterverbindung auch der oft sichtbare Überhang in Bezug auf die Passgenauigkeit bei der Nut nicht, da ja dieser verdeckt ist. Doch für einen eingefleischten Sammler sind natürlich falsch angebrachte Teile sehr störend, es sei denn, man denke sich eine mögliche Geste auch während der Fahrt mit dem Schlitten aus: natürlich der unverzichtbare Blick auf’s Handy!
Aber genau dies ist das Reizvolle an der Kunst, weshalb mein Projekt auch „Vintage ART Mannequin Display“ heisst, wonach verschiedene Elemente zu einem Gesamtwerk zusammengefügt werden, nach meinen Vorstellungen von einem harmonischen Ganzen.
Natürlich muss der Schlitten schräg stehen, damit eine Dynamik in die Szene hinein kommt. Dieser Hügel und Abhang muss nur angedeutet sein, aber als schneebedeckt empfunden werden; stabil genug, dass der Schlitten mit dem Mannequin darauf auch in dieser Position hält. Mit Holzscheiten und einem weissen Tuch habe ich den Unterbau auf einem Salontischchen gebastelt und mit Stopfwatte den Schnee „verteilt“, der flauschiger und viel besser war zu verarbeiten, als normale Watte, aber etwas dunkler ist. Ich kaufte also eine Dose Glitter und schon sah dieser „Schnee“ wie echt aus, was vor allem von diesem Glitzereffekt her rührte. Dies funktioniert natürlich nur mit viel Licht und mit der idealen Positionierung der Lichtquellen. Bei dieser Arbeit kann ich auf die jahrelange Erfahrung als Werbe- und Modefotograf zurückgreifen, obwohl jedes Display wieder neue, ganz eigene Herausforderungen bietet. Ich liess vom vorangegangenen Display den Spiegel (links) stehen, sowie die Hauptleuchte am rechten Bildrand, die zwar ein Warmlicht ist, mir aber viel zu wenig von der gewünschten „Atmosphäre“ erzeugte. Also korrespondierend zum Bild im Hintergrund, das ich von einem Foto von mir vergrössern liess, brachte ich den weissen Lichterbaum mit dutzenden von kleinen LED-Lämpchen an. Dieser soll die LED-Hängelämpchen-Gardine an der linken hinteren Rückwand als Thema wieder aufnehmen und dem Ganzen einen „cozy touch“ geben, heimelig und gemütlich, noch etwas an Weihnachten erinnernd. Die Figur darf natürlich auf dem Schlitten in dieser Schräge nicht rutschen. Sieht kein Mensch: den blauen kleinen Streifen unter dem Hintern. Die Bodenschutzplatten vom Baumarkt aus einer Art festem Schaumstoff in der Grösse 50 cm x 50 cm geben den Dingen, die darauf gestellt werden einen rutschfesten Halt und lassen sich mit einer normalen Schere auf Wunschgrösse zuschneiden (und es gäbe sie auch in der Farbe grau). Die weissen Hosen stammen aus dem Brockenhaus in Reinach in der Grösse 34, mit einer Hosenbundkordel und einem Gummizug in der Hüfte, was bei sitzenden Schaufensterfiguren für eine gute Passform sorgt. Weiss und eher im moderneren Stil passt besser als irgendwelche Bluejeans oder Skihosen.
Eis, Schnee, Glitzer, Silber wird anhand der silbernen Winterjacke ins Thema integriert, die ich in einem Kinderkleiderladen in der Grösse XS zum halben Neupreis kaufte und sogar eher noch ein wenig oversized wirkt, was eh cool ist und sehr jugendlich wirkt.
Ein Eyecatcher im wahrsten Sinne des Wortes ist das originale Makeup von Ende der 70er-Jahre, mit dem dunklen ins Kornblumenblau hineinlaufende Lidschatten, was zum Discooutfit für den Samstagabend getragen wurde und hier ich auf jeden Fall nicht verändern wollte und eine Restaurierung die Figur in ihrem Charme verändert hätte. Dunkle Haare (auf jeden Fall kein Blond!) mit dunkler Wollmütze, dunkel getönte Vintage-Sonnenbrille, mit transparentem Gestell. Ich überlasse nichts dem Zufall, fühle mich einfach oft intuitiv in die Szene ein, was an Details noch fehlt. Ein Spot von hinten auf dem Gesicht, um die hübsche Silhouette herauszuarbeiten, sowie klare Licht-Schatten-Konturen bei den Portraits und ein seitlicher Hauptspot als Gegenlicht zum Strahler auf der rechten Seite, der dem Hintergrundbild die nötige Präsenz verleiht. Das Bild ist transparent, also musste ich die Deckenstrahler perfekt auf die Pannels auf der Rückseite ausrichten, damit die mittige Kreuzverstrebung des Holzrahmens nicht als Schatten sichtbar ist und das ganze Konzept zerstört.
Das Bild habe ich bei „Ifolor“ ab einem Handyfoto vergrössern lassen und extra noch vor dem Auftrag etwas aufgehellt, nachgeschärft und richtig erstrahlen lassen. Perfekte Arbeit, perfekte Ausführung in der passenden Grösse und es hat vom Gewicht her der in meiner Werkstatt auffindbare stärkste Silk gereicht. Die Ausrichtung und Position im ganzen Schaufenster muss perfekt sein; nicht zu dominant, aber vollkommen präsent. Die Lichtquellen und Strahler habe ich in meiner Werkstatt grösstenteils selbst umgebaut und mit LED ausgestattet, was nicht nur in Bezug auf Stromverbrauch, sondern auch hinsichtlich der Wärme die bei alten Leuchtmittel abgegeben wurde, ein absoluter Vorteil ist. Das Bild entstand in der Nähe meines Wohnortes Beromünster, in der Chüeweid, nahe dem Waldrand, wo am frühen Morgen die Sonne aufgegangen war, nach einer nebligen, kalten, windigen Nacht, was die Kristalle an den Bäumen gefrieren liess. Einfach wunderschön und so passend zum Display!
Schliesslich kamen noch die Details zum Zug, wie zum Beispiel die Eiszapfen am oberen Spiegelrand, der mit „Schnee“ bedeckt ist. Dann hatte ich einen Kampf mit meinem Bluray-Player, der nicht richtig laufen wollte und der TV-Bildschirm dunkel blieb. Nach aufwendiger Fehlersuche, wechselte ich den USB-Stick und wie durch ein Wunder funktionierte plötzlich alles….
Genauso aufwendig war die perfekte Positionierung des Ventilators, der nicht zu hoch ins Bild hinein ragen durfte, aber auch nicht zu weit weg von der Figur. Denn der Wind sollte ihre Haare etwas flattern lassen, aber der Winkel musste genau berechnet werden, sonst hätten sich die Lichtergirlanden bewegt, an der rückseitigen Pannele. So musste ich auch die Eiszapfen fest montieren, aber so, dass sie ohne den Spiegel zu beschädigen wieder demontiert werden können, sonst hätten sie sich auch hin- und herbewegt. Für einen Perfektionisten eine unmögliche Situation!
Dann sah ich bereits noch vor der Montage des VAMD-Schriftmotivs, welche Probleme ich zu lösen hatte. Die Schriftart musste derjenigen im Blog ähnlich sein. Die Schriftgrösse musste im Verhältnis zur Dimension des TV’s sein, die nicht dominieren durfte. Dann musste es einen Silberspray hoher Deckkraft und Qualität sein, um das Silberthema der Jacke und des Spiegelrahmens, sowie dem gesamten Thema Blau/Silber/Weiss zu entsprechen. Ich fand im Baumarkt Lettern aus Karton. Leicht musste es sein, also auch die Platte, auf die ich diese Buchstaben mit Holzleim aufklebte, bevor ich sie besprühte, denn die vor Ort durchgeführte Positionierung konnte erst vorgenommen werden, als alles schon praktisch fertig eingerichtet war; und wären die Lettern in einer Reihe angeordnet worden, hätten sie nicht silbern leuchten können, da nachts von draussen kein Licht hineinströmt. Ich hatte also die Idee sie versetzt auf der Grundplatte aus Presskarton aufzukleben, damit ich am Ende seitlich mit einem kleinen Spot von der angrenzenden Wand her so gebündelt Licht darauf geben konnte, sodass sie gut lesbar sind und von unten durch die kleine Alufolie einen Reflektor erhalten. Drei Tännchen noch daneben mit batteriebetriebenen LED-Minilämpchen und auf den Buchstaben etwas Watte, um den „Schnee“ auch in diesem Detail zu zeigen, stehen links neben dem VAMD-Schriftzug des Blogs.
English translation:
Since 2021, I've had the idea in the back of my mind of staging a performance featuring my seated John Nissen mannequin on an old metal sled I found in a secondhand shop. It reminds me of my early childhood, when, at around seven years old, I would race down the short, steep slope in front of the "Heubeeribühl" schoolhouse on a similar small, red sled, just like the "fire brigade" in winter. As a teenager, I naturally ventured onto the specially prepared toboggan run in Davos, where you could shoot through a specially groomed ice channel – or, at 23, when my friends and I were more interested in who would be the first to reach the finish area at the end of the winding mountain pass, having "survived" the wrestling-style attacks on the sleds along the way.
John Nissen's series "Jeunesse" (German: "Jugend") was produced and sold worldwide in the late 1970s and early 1980s and aimed to represent the younger generation, while "Madame" and the series "Fashionable" were clearly developed for the adult clientele.
Emotional faces and gestures (original catalog images from that time above) were intended to embody the spirit of young women and be appealing. I assume the age range was between 18 and 23, but this is only an estimate and not documented. Unfortunately, the catalogs are no longer fully available, which is why I cannot be 100% certain that my seated figure (top left with the boots) bears the serial number CT 18.
What often happens with this series is that, over time and decades, the arms and hands are swapped by the respective owners for various reasons, often because they no longer had reference images from catalogs. Because the wrist and shoulder joints are technically compatible within the series, and even across different series, it's likely that a different arm was simply fitted from a boutique's stock when one broke, or that the time wasn't taken to correctly assemble the parts according to the serial numbers, which are usually marked by hand with a black felt-tip pen, in order to meet aesthetic standards.
This is how you realize, at the latest when developing ideas for how to showcase the model (here on the left, 2021, during test shots with the red sled), where the aesthetic problem lies, because the gesture has nothing in common with the one in the original catalog from that time. When dressed, the often visible overhang in the shoulder joint doesn't bother you in terms of the fit of the groove, since it's concealed. But for a dedicated collector, incorrectly attached parts are, of course, very annoying, unless you imagine a possible gesture while riding the sled: naturally, the indispensable glance at your phone!
But this is precisely what makes art so appealing, which is why my project is called "Vintage Art Mannequin Display"—various elements are combined into a cohesive whole, according to my vision of a harmonious whole.
Of course, the sled has to be tilted to add dynamism to the scene. This hill and slope only need to be suggested, but it should be perceived as snow-covered; stable enough that the sled with the mannequin on it stays in this position. I built the base on a small coffee table using logs and a white cloth, and "distributed" the snow with stuffing, which was fluffier and much easier to work with than regular cotton wool, but a bit darker. So I bought a can of glitter, and suddenly this "snow" looked incredibly realistic, mainly due to the glitter effect. This, of course, only works with plenty of light and the ideal positioning of the light sources.
In this project, I can draw on years of experience as an advertising and fashion photographer, although each display presents its own unique challenges. From the previous display, I kept the mirror (left) and the main light on the right edge of the frame, which, while a warm light, didn't create nearly enough of the desired atmosphere. So, corresponding to the background image, which I had enlarged from a photo of myself, I added the white light tree with dozens of small LED lights. This is meant to echo the LED hanging curtain on the left rear wall and give the whole thing a cozy, homey, and inviting touch, still reminiscent of Christmas. Of course, the figure mustn't slip on the sled at this angle. And nobody will see it: the small blue stripe under its bottom. The floor protection mats from the hardware store, made of a type of firm foam and measuring 50 cm x 50 cm, provide a non-slip grip to the items placed on them and can be cut to the desired size with normal scissors (and they are also available in grey).
The white trousers, size 34 (US 4), are from the secondhand shop in Reinach AG (Switzerland) near where I live. They have a drawstring waistband and an elasticated waist, which ensures a good fit on seated mannequins. White and a more modern style is a better choice than blue jeans or ski pants.
Ice, snow, glitter, and silver are integrated into the theme using the silver winter jacket, which I bought in a children's clothing store in size XS for half the original price and which even looks a little oversized, which is cool and looks very youthful.
A real eye-catcher, in every sense of the word, is the original makeup from the late 70s, with its dark eyeshadow blending into cornflower blue. This was worn with a disco outfit for Saturday nights, and I definitely didn't want to change it, as a restoration would have altered the figure's charm. Dark hair (definitely not blonde!) with a dark wool hat, dark-tinted vintage sunglasses with transparent frames. I leave nothing to chance; I often intuitively connect with the scene and sense what details are still missing. A spotlight from behind on the face to highlight the pretty silhouette, as well as clear light and shadow contours in the portraits, and a main spotlight from the side as a backlight to the spotlight on the right, which gives the background image the necessary presence. The image is transparent, so I had to perfectly align the ceiling spotlights with the panels on the back so that the central cross brace of the wooden frame wouldn't be visible as a shadow and disrupt the whole concept.
I had the image enlarged from a mobile phone photo by "Ifolor" and then brightened and sharpened it slightly before ordering, making it truly shine. Perfect work, perfect execution in the right size, and the heaviest silk I had in my workshop was sufficient in terms of weight. The alignment and position within the shop window had to be perfect; not too dominant, but fully present. I converted most of the light sources and spotlights myself in my workshop, equipping them with LEDs, which is a definite advantage not only in terms of energy consumption but also regarding the heat emitted by the old bulbs. The image was taken near my home in Beromünster, in Chüeweid, near the edge of the forest, where the sun had risen early in the morning after a foggy, cold, windy night, which had frozen the crystals on the trees. Simply beautiful and so fitting for the display!
Finally, the details came into play, such as the icicles on the upper edge of the mirror, which is covered in "snow." Then I had a struggle with my Blu-ray player, which wouldn't work properly and the TV screen remained dark. After extensive troubleshooting, I changed the USB stick and, as if by magic, everything suddenly worked....
Equally challenging was perfectly positioning the fan, which couldn't protrude too high into the frame, but also not too far from the figure. The wind was meant to make her hair flutter slightly, but the angle had to be calculated precisely, otherwise the strings of lights on the back panel would have moved. Similarly, I had to securely mount the icicles, but in such a way that they could be removed without damaging the mirror, otherwise they too would have moved around. For a perfectionist, this was an impossible situation!
Even before mounting the VAMD lettering, I could already see the problems I would have to solve. The font had to be similar to the one on the blog. The font size had to be proportionate to the dimensions of the TV, so it wouldn't dominate. Then I needed a high-coverage, high-quality silver spray to match the silver theme of the jacket and mirror frame, as well as the overall blue/silver/white theme. I found cardboard letters at the hardware store. It had to be lightweight, including the board I glued the letters to with wood glue before spraying them, because the final positioning on-site couldn't be done until everything was practically set up. And if the letters had been arranged in a row, they wouldn't have shone silver, since no light from outside penetrates the space at night. So I had the idea of gluing them offset onto the base plate made of pressed cardboard, so that I could ultimately shine a small spotlight from the adjacent wall onto them in such a focused way that they would be easily readable and would have a reflector from below through the small aluminum foil.
Three small fir trees next to it, with battery-operated LED mini-lights and some cotton wool on the letters to show the "snow" in this detail, stand to the left of the VAMD lettering of the blog.