Selbstbewusst, stark und sexy: die Mannequins aus der Hindsgaul-Serie „Options & Assets“

Einen Nachtrag vom 02.06.18 hier vorangestellt: Meine Figur trägt die Seriennummer 660450. Eine entsprechende Nummer finde ich aber weder auf der Fanseite, noch im Internet. Die Stellung entspräche etwas der Figur mit der Nummer 6701. Dies ist schon etwas irritierend…!

Eher bieder und brav standen die Schaufensterpuppen vor 50 Jahren in den Auslagen, züchtig gekleidet und mit einer zurückhaltenden Gestik, für Kunden nicht irritierend. 27 Jahre später, 1993, brachte Hindsgaul eine Modellreihe mit der Bezeichnung „Options & Assets“ heraus. Diese weiblichen Mannequins sind provokant in ihrer Haltung und sexy. Die äusserst femininen, ovalen Köpfe mit den feinen, zarten Gesichtszügen bei anderen Hindsgaul-Serien sucht man hier vergebens. Markante Physiognomien herrschen vor, mit breiter Kinn- und hoher Wangenpartie. Die ganze Mimik mit den aufmerksamen, wachen Augen wirkt auf den Betrachter herausfordernd, provokativ und soll bei ihm Gefühle wecken. Die Gestik evoziert nicht nur Selbstbewusstsein, energisches Auftreten und Unabhängigkeit, sondern auch diese etwas kühle, unterschwellige Erotik, wie sie bei Frauen anzutreffen ist, die ihre Emotionen als beherrschbar erachten. Diese Clichées der emanzipierten „Raubkatze“ entdeckt man zuhauf in den Hollywoodfilmen, in denen sie am Ende dem unwiderstehlichen Charme des Mannes dann doch reihenweise erliegen, der sich fast jedes Mal very british mit: „Mein Name ist Bond, James Bond“ vorstellt. So könnte man demnach meinen, diese sexy Geschöpfe seien für Männer gedacht, die vor den Schaufenstern stehen bleiben und die betrachteten Kleider für ihre Frau zuhause, oder für eine geheime Liebhaberin kaufen. Kann sein, aber ich denke die Identifikation findet eher zwischen einer Frau und dem Mannequin statt. Ihr Selbstwertgefühl ist hier angesprochen, ihre Dignität, wodurch sie Klasse zu zeigen vermag und sie zu Wohlstand gekommen sein müsste (Vermögen und Kapital = engl. „assets“).

Etwas mondän wirkt meine Schöne Hindsgaul aus der Serie „Options & Assets“ durch die in einem Brockenhaus gekaufte Vintage-XL-Sonnenbrille der 80er-Jahre. Die Perücke, mit den gewellten, langen Haare, soll etwas das eher breite Gesicht verschmälern und ihr ein vorwiegend femininen Look verleihen. Das enge Kleid mit Leopardenfellmuster soll das „Raubkatzen“-Clichée bedienen und ihre atemberaubende Figur betonen….

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Hindsgaul-Katalog, Serie „Options & Assets“ 1993

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Die sitzende Schaufensterfigur aus der Serie „Options & Assets“ von Hindsgaul, mit der Nummer 6714, ist mit schwarzem Satin-Morgenmantel und sexy Unterwäsche bestückt und scheint während einer Kaffeepause auf jemanden zu warten….. Sie ist mit einem Ninna-Kopf ausgestattet (s. Liste weiter unten).

flickr, Preusse1, Hindsgaul, Serie „Options & Assets“ 6714 Kopf Ninna

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Ebenso sexy ist die Hindsgaul-Figur Nr. 6711 aus der Serie „Options & Assets“, hier mit dem Kopf von Mai. Sie ist in provokanter Körperhaltung vornüber gebeugt und mimt die Geste, wie wenn sie sich auf einer Stange, oder einem Sims abstützen würde. Für diese Figur braucht man viel Platz und am besten ein Sofa, wo sie von der Rückenlehne her sich darauf abstützen kann.

eBay-Inserat von 2015, Hindsgaul 6711, Options & Assets, Kopf Mai

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Im Vergleich die selbe Haltung der Hindsgaul-Figur 6711 aus der Serie „Options & Assets“, mit dem Kopf von Ninna.

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Dieses Hindsgaul-Mannequin aus der Serie „Options & Assets“ hat ein sehr markantes Gesicht, mit einem etwas runderen Kinn, als bei der Ninna. Es ist der Kopf von Julia. Auffallend sind die etwas volleren Lippen und der noch strengere (Kontroll-)Blick. Der Sammler bei Dolls-Village machte aus ihr eine „Stewardess“.

flickr, Dolls-Village, Hindsgaul „Options & Assets“, Kopf von Julia

 

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Acht verschiedene Köpfe gibt es zur Hindsgaul-Serie „Options & Assets“. Ich bin mir nicht ganz sicher, aber meine Figur hat den Kopf von Anna.

Liste: Anna (50), Ninna (51), Maria (52), Mai (53), Josephine (54), Claudia (78), Catherine (79) – s. auch Bild unten – und Julia (99).

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Verkauf einer Rarität: Rootstein Knabe aus der Serie „Maytime Playtime“ mit der sehr seltenen Haltung und Nr. AJ5B

 

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Ich verkaufe hiermit eine absolute Rarität von Adel Rootstein! Es ist eine ganz tolle Figur, auch wenn sie einige Gebrauchsspuren aufweist. Es handelt sich hier um die Nr. AJ5B aus der Kinderserie „Maytime Playtime“ und ist seltsamerweise nicht im Katalog neben AJ5A und AJ5C aufgelistet (siehe unten)

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Man könnte allenfalls auch ein Mädchen daraus machen….

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Copyright UniqueEwe. Dieses Mädchen stammt auch aus der Maytime Playtime Serie von Adel Rootstein und sieht meinem Knaben doch sehr ähnlich. Dies Figur wurde aber von Dashndazzle komplett überarbeitet (mit Glasaugen!).

Zur Zeit steht gerade das Kind A3 zum Verkauf bei eBay, für Euro 259.-:

eBay Inserat: Adel Rootstein Kind, Maytime Playtime, Knabe A3

Mein Knabe AJ5B ist im Zustand wie auf den Fotos, ohne Standplatte, für EUR 159.- zu kaufen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Serie Deauville von Hindsgaul und ihre Schwachstelle bei der Gleitleiste

In der Regel besteht eine Schaufensterfigur aus 7 Teilen, aus einem Torso (Oberkörper mit Kopf), zwei Armen, zwei Händen und zwei Beinen, die je nach Hersteller in diversen Arten voneinander getrennt, bzw. zusammengebaut werden. Wie bei diversen anderen Konsumgütern, gibt es auch bei den Konstruktionen von Mannequins keinen Standard. Je nach Marke, treffen wir sehr unterschiedliche Systeme für deren Zusammenbau an. Der Verbindungsmechanismus der einzelnen Komponenten ist selbstverständlich ein Verkaufsargument, da nicht nur die Stabilität gewährleistet werden muss, sondern auch ein einfaches Handling. Dabei soll ein Innen- oder Schaufensterdekorateur möglichst alleine und speditiv die Bekleidung vornehmen können. Während bis zu den 60er-Jahren die Trennung zwischen den Beinen und des Oberkörpers noch nicht notwendig war, entwickelte sich danach – durch die Emanzipation der Frau hervorgerufen –  ein veränderter Bekleidungsstil, bei dem auch Hosen getragen wurden. Dieser Umstand zog die Lösung eines technischen Problems nach sich, welches die Firma Hindsgaul ab 1976 und der Serie „International“ mit einer sehr eigenwilligen Konstruktion bewerkstelligte (Beispiel Revel 5001, siehe Bild Hindsgaul Revel 5001).

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Ab 1976 verwendete Hindsgaul eine komplett neue Konstruktion für die Montage der beiden Beine.

In der Mitte der beiden genau in der Hälfte geteilten Beine sind senkrecht zwei C-Profile aus Metall symmetrisch angebracht, wobei der schmale Teil der sog. Kunststoffgleitleiste längs in das Profil bis zum Einrastpunkt bündig zur Oberkante hineingeschoben werden muss. Die beiden Öffnungen links und rechts erleichtern das Handling. Der bei früheren Serien in der Mitte angebrachte Bolzen für die Bajonettverbindung zum Torso musste so auf die Seite weichen. Innerhalb des Zylinders befindet sich eine Stellschraube mit einer Feder und einem kleinen Kügelchen, das in einer kleinen Vertiefung des Querbolzens ruht, um ihn zu arretieren. Die Gleitleiste ist auf der breiten Seite mit dem Bein durch zwei Schrauben verbunden. Die schmale Seite wird ins C-Profil eingeführt. Nun ist dieses Kunststoffteil bei fast allen Serien von 1976 an identisch und kann ausgetauscht werden, ausser bei der Serie „Deauville“. Dort ist die Dicke der Gleitleiste viel geringer, wobei sie infolge einer zu grossen Belastung eher bricht, als bei den übrigen Modellen. Das ist eine „Achillesferse“ bei allen „Deauville“-Schaufensterfiguren, weshalb ich dringend rate, bei der Montage, bzw. Demontage besonders vorsichtig zu sein.

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Das Bein einer „Angie“ contra „Deauville“. Beim flüchtigen Hinsehen bemerkt man den Unterschied kaum.

 

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Die sog. Kunststoffgleitleiste in den C-Profilen der geteilten Beine bei Hindsgaul-Mannequins sind ausser bei der Serie Deauville alle identisch. Auf dem Bild eine viel dünnere Gleitleiste bei Deauville, was sie sehr viel anfälliger macht, auf einem Transport z.B., oder beim Demontieren der Beine kaputt zu gehen.
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Hier ist bei einem Beispiel am Bein einer Angie die viel dickere Kunststoffgleitleiste zu sehen, die wesentlich stabiler ist. Sie ist in sonst allen Modellen von Hindsgaul ab 1976 (Serie „International“) eingebaut und kann gut ausgetauscht werden, dient also auch als Ersatzteil.

Die Kunststoffgleitleiste ist bei der Deauville-Serie von Hindsgaul (Detailaufnahme oben) fast halb so dick wie bei allen übrigen Modellen, wie beispielsweise bei der Angie (Bild darunter).

Als ich eine meiner beiden Deauville’s 6424 kaufte, wusste ich dies noch nicht. Erst als ich zuhause war, entdeckte ich den Schaden, der mir der Verkäufer verheimlichte und ich vertrauensselig das Mannequin transportierte. Erst zuhause erkannte ich, weshalb er beim Verlad plötzlich nervös wurde und mir riet zur Schonung die Beine zusammen zu lassen. Offenbar sind auch andere Kunden in ähnlicher Art dort hereingefallen, was in einer relativ kleinen Community sich schnell herumspricht….

Tipp 1: Bei defekten und ausrangierten Hindsgaul-Beinen lohnt es sich immer die oben erwähnten Teile herausnehmen und als Ersatzteile zu verwenden, wenn nötig.

Tipp 2: Beim Kauf einer Deauville von Hindsgaul rate ich, den Zustand der Gleitleiste nachzufragen. So ist man vor unliebsamen Überraschungen verschont.

 

 

 

 

Die süsse Hindsgaul Young Look 8424

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Hindsgaul, die dänische Herstellerfirma von Schaufensterpuppen, lancierte 1981 eine Serie, die bei Sammlern sehr begehrt ist. Es sind allesamt Teenager, mit fröhlichen und sehr fein modellierten Gesichtern, in sehr schönen Posen. Obwohl ich mehrere Figuren dieser Serie besitze, hat es mir eine ganz speziell angetan, die sitzende 8424.

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Die linke, auf dem Boden sitzende Schaufensterfigur ist die Hindsgaul Young Look mit der Seriennummer 8424.

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In einem anderen Prospekt ist sie von vorne sichtbar, leider etwas undeutlich.

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flickr, serge o, Hindsgaul Young Look 8424flickr, serge o, Hindsgaul Young Look 8424

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Vermutlich aus fototechnischen Gründen hat man für das Titelblatt des Prospektes für die Young Look Serie das ursprüngliche Bild gespiegelt. Die 8424 schaut original über die linke Schulter, nicht über die rechte (siehe vorne rechts unten im Bild).

Meine hat strahlend blaue Augen und ein aussergewöhnlich schönes Make-Up. Ich habe ihr eine blonde Perücke angezogen. Ich lasse mal die Bilder sprechen. Sie ist wirklich ein ganz süsses Mannequin

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Hindsgaul Fanseite

 

 

 

 

 

Adel Rootstein, Serie Runway GEO Fiona Hamilton M2

 

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Fiona Hamilton Rootstein-Mannequin. Foto: Massimo (siehe Link)

Als ich vor längerer Zeit dieses monochrome Bild (oben) von einem der faszinierendsten Mannequins, die es gibt, im Internet gesehen habe, war ich völlig sprachlos. Einerseits ist der vom Fotografen umgesetzte, leichte Chamois-Farbton perfekt, um den Vintage Look zu implizieren. Er umfängt die Fotografie mit dem Hauch des Verborgenen, welche die Vergangenheit naturgemäss in sich birgt und verleiht dem Gesichtsausdruck dieser in sich vergessen scheinenden, älteren Schaufensterpuppe mit dem verträumten Blick, eine geheimnisvolle Kraft. Diese ungekämmte Kurzhaar-Perücke, wild, ungebändigt, entfacht in mir das Gefühl, länger mit den Augen auf dem Bild ruhen zu wollen. Das Hemdchen, das sie trägt, ist schlicht und einfach. Nichts lenkt mich von diesen Augen ab, welche von Sehnsucht erfüllt wirken. Geborgenheit, Liebe, Freiheit, ich ertappe mich dabei, dass ich dieses Bild nicht konsumiere, sondern es erzeugt Emotionen. Grazie, Massimo!

flickr, Massimo, Rootstein, Runway GEO, Fiona Hamilton M2, s/w-Bild im Chamois-Farbton

Diese grossen fragenden Augen, dieser Gesichtsausdruck: dies prägte sich tief in mein Gedächtnis ein, sowie das Grübchen am Kinn, welches meines Wissens nur bei diesem Mannequin von Adel Rootstein zu sehen ist. Ihre Haltung, in welcher sie die Schultern etwas nach vorne gedrückt hält, ist speziell und einprägsam (s. Bild unten, Mitte M2).

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Erste Seite des Katalogs von Adel Rootstein’s Serie „runway GEO“, von M1-M3

Es ist die Fiona Hamilton mit der Nummer M2, aus der Serie „Runway GEO“ von Adel Rootstein; und ich setzte sie auf meine Wunschliste.

Katalogseite von Adel Rootstein, Runway GEO, M1-M3 bei flickr (Chase Connery)

Kürzlich schaute ich ins Internet und sah dieses Bild (unten), mit dem schlichten Text im Inserat: „Schaufensterpuppen“.

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Ganz links „meine“ Jung-Figur, in der Mitte die Fiona mit falschem, rechten Arm und rechts eine Figur mit Fiona’s Arm….

„Ach Hallo!?!“ dachte ich. „Da steht doch links meine Jung-Schaufensterfigur, die ich vor einem Jahr verkaufte.“ Das Mannequin in der Mitte mit dem grünen Kleid ist kaum zu erkennen. Ich habe sie vorgestern gekauft. Es ist eine Fiona Hamilton M2 aus der Serie Runway GEO, einfach mit dem falschen, rechten Arm! Die Figur rechts ist bereits verkauft! Die Verkäuferin hat – typisch für Laien – ziemlich sicher die Arme vertauscht. Die Figur rechts hat nach meiner Einschätzung den rechten Arm, mit falsch montierter Hand (180° Grad verkehrt herum) von Fiona; und ich vermutlich den Arm jener Figur.

Ich habe von Fiona, die unüblich, aber vorteilhaft für Fotos, von ihr aus gesehen nach links, statt nach rechts in Richtung Schulter schaut (siehe Katalog) ein paar erste Bilder gemacht, bis ich vielleicht doch noch in den Besitz des Originalarms komme.

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Meine Fiona habe ich zuerst mit einem reich verzierten, sehr schönen Eye-Catcher-BH in der Grösse 75A ausgestattet und im Kontrast mit einer schwarzen Satinbluse der Marke „tout feu tous femme“ ergänzt. Lange Haare, entsprechend der braunen Augenfarbe, mit den hellen Strähnen, unterstützen den sehr femininen Look und lassen die Hautfarbe in einem helleren Teint erscheinen. Fiona wirkt scheu, etwas zerbrechlich. Ihr Blick ist wie bei der Schaufensterpuppe von Massimo verträumt, fast sehnsüchtig. Eine tolle Figur.

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Fiona als „Piratenbraut“. Sie blickt verträumt…. vermutlich von einer fernen Schatzinsel !?

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Hier trägt Fiona ein sehr schönes, weinrotes Satinkleid – ich habe es mir beinahe gedacht – in der Grösse XS! Passend dazu die strohblonde Perücke.

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Das festliche Satinkleid, das ich in einem Brockenhaus fand, ist raffiniert geschnitten und wird oben von einem Neckholder fixiert.

 

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Ein Grübchen am Kinn, sowie etwas eingefallene Schultern und schmalbrüstig (75A): das sind die typischen Erkennungszeichen von Fiona als M2-Mannequin bei Adel Rootstein.

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Die dunklen Haare passen auch sehr gut zum edlen Kleid. Hier sind sie aber über die linke Schulter drapiert.

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Ohne Neckholder fällt der obere Teil, der wie ein Latz designt ist, herunter. Oouups..!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Helen Greenwood – Adel Rootstein-Mannequin aus der Serie „Styles for places & spaces“, No. V9

 

Im Internet entdeckte ich eine Adel Rootstein Schaufensterpuppe, die ich zunächst keiner mir bekannten Serie zuordnen konnte. Ihre Stellung ist auch sehr speziell und ich überlegte mir natürlich zuerst, ob ich mit dieser aussergewöhnlichen Geste wirklich die Fotos umsetzen könne, die mir in meinem Kopf vorschwebten. Als ich einen Termin zur Besichtigung mit der Verkäuferin vereinbarte, stand ich vor dieser über 1,80 m grossen, imposanten Figur. Sie hat ein „leises“, verschmitztes Lächeln auf den auffordernden, in knalligem Rot markant gezogenen Lippen. Breitbeinig und selbstbewusst steht sie da, die Arme seitwärts ausgestreckt, so als würde sie sich passiv an einer Wand abstützen, oder aktiv etwas zur Seite schieben. Gross war erwartungsgemäss die Nummer V9 in den Kopf eingraviert, was mir zunächst nicht viel sagte, da ich nur die V1 kannte. Danach kontrollierte ich sie auf Abplatzer, Risse u.ä., fand aber keine wirklich nennenswerten Schäden. Das Hauptproblem bei diesen Figuren mit der Doppeleinrastfunktion bei der Hüftverbindung von Adel Rootstein sind die Standschäden bei älteren Mannequins. Es ist der durch Eindringen von Feuchtigkeit sich ansetzender, leichter Rost, der diese eigentlich genial konzipierte Mechanik blockieren, oder schwergängig machen lässt. Nach der Begutachtung war dies der Fall und ich empfahl etwas WD 40 einzusprühen, ein ganz feines Maschinenöl. Dann war alles tiptop und ich wusste danach, dass sie in meine Sammlung gehört, also standen nur noch Preisverhandlungen an.

Die ersten Bilder:

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Karen Mulder – Sonderanfertigung eines Mannequins aus der Serie Seduction von Adel Rootstein, Nr. SD 08, für Escada in einer goldenen Lackierung

 

Viele interessante Details über ihre Person findet man in diesem Blog in einem eigenen Artikel über das Supermodell Karen Mulder, sowie über die Mannequinproduktion bei Adel Rootstein von ihrem Ebenbild:

Artikel über Karen Mulder

Normalerweise ist die SD 08 von Adel Rootstein, also das Mannequin Karen Mulder aus der Serie „Seduction“ hautfarbig. Ich hatte das Glück, eine in einem metallisierenden Gold kolorierte Karen Mulder zu erwerben, die nur für die Modekette „Escada“ in dieser Art hergestellt wurde.

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Sehen aus wie Zwillinge: Karen Mulder (links) neben ihrem Ebenbild, einem Mannequin aus der Manufaktur Adel Rootstein, mit der Nr. SD 09 (Serie „Seduction“)
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Bild aus dem Adel Rootstein-Katalog. Karen Mulder, Seduction, SD 08.

Adel Rootstein, Karen Mulder, Serie „Seduction“, Nr. SD 08

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Wunderschön restaurierte Karen Mulder von Adel Rootstein. Danny Letton ist ein Sammler und glücklicher Besitzer dieser Schaufensterfigur (Serie „Seduction“, SD 08).

Karen Mulder von Sammler Danny Letton

 

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Perfekt in Luftpolsterfolie verpackt, kam Karen Mulder mit goldener Kolorierung bei mir an. Noch ist der wahre Glanz dieser Figur durch die Verpackung hindurch noch nicht erkennbar. Die Spannung stieg!.
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Ein wahrhaft wunderschönes Gesicht enthüllte sich, als ich die Verpackung entfernte. Leider hat sie hinten am Gesäss einen kleinen Schaden, was sich erst im Nachhinein, also nach Ankunft, nicht beim Kauf herausstellte.
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Die blonde Original-Adel-Rootstein-Perücke gab’s noch dazu und wie sich herausstellte, fertigte die Firma diese Perücke extra nur für die SD 08 an.

Nachtrag 24.01.2019:

Ein versierter Sammler sagte mir, diese goldenen Figuren wären extra  für das Modehaus „Agent provocateur“ so coloriert worden……