Hindsgaul Mannequin Serie „Ragazza“ mit den Nummern 5101 – 5113

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Ungestylt, nur mit einer wollenen Leggins bekleidet, ohne Perücke, aber mit dreckigen Füssen, so zwischen einem Sylter Strandkorb und einigen an die Wand gelehnten Bilder, präsentierte sich diese „Ragazza“ von Hindsgaul vor drei Jahren in einem Inserat, unter dem Titel „Schöne Schaufensterpuppe“. „So ein schönes Mädchen (ital. „Ragazza“) gehört einfach in meine Sammlung“ dachte ich und kaufte sie. Dieser sehnsüchtige, verträumte Blick, diese schlanke Statur, mit den leicht eingefallenen Schultern macht diese Figur zu einer Besonderheit innerhalb der Hindsgaul-Serien. Für eine erwachsene Frau wirkt sie eher jugendlich und dem Alter junger Mädchen (Ragazza) ist sie trotz ihres Namens erst entflohen, so scheint es. Weder noch, oder sowohl als auch, ist sie beiden Altersgruppen zuzuordnen, je nach dem, wie man sie stylt. Ihre Pose ist nicht mit der selbstbewussten Haltung einer Options & Assets zu vergleichen und schon gar nicht mit einer „Attitude“ von New John Nissen. Die „Ragazza“ ist eher das scheue „Mäuschen“, die hier ein wenig gelangweilt wirkt.

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Der kleinen Italienerin mit den sanften Rehaugen verpasste ich eine schwarze, lustige Ponyfrisur, welche dem „gelangweilten“ Gesicht etwas Pepp verleiht. „Bamby“ bekam von mir noch ein Etuikleid mit Schulterschärpe, das ihr definitiv den Twen-Charakter gibt. Sie könnte so gestylt also eines dieser überaus reizenden jungen Damen sein, die gut und klassisch gekleidet, dem heissen mediterranen Klima angepasst, fiepend die Touristen im gebrochenen Englisch auffordern ihr zu folgen: „Please follow me!“ Denn sie arbeitet in der Reisebranche, führt fachkündig staunende Touristen durch antike Gemäuer, Säulen und Architrave, grazil mit ihrer madonnenhaften, zerbrechlich wirkenden, zarten Figur und so als wäre sie eine jener entrückten Wesen göttlichen Ursprungs, welche von den über zweitausend Jahre alten Fresken herunter blicken…; Venus, Aphrodite – sie erinnert mich ein wenig an die junge Frau in der Muschel in Botticellis berühmten Bild „die Geburt der Venus“. Aus der Traum…; sie ist wunderschön, steht aber in einer der Ecken im Wohnzimmer, erzählt nichts über antike Ausgrabungsstätten und wären die Fransen auf der Stirn nicht, sähe sie immer noch ziemlich „gelangweilt“ in die Welt. Das schöne, junge Mädchen (ital. „Ragazza“) ist dennoch eine Augenweide und die Interpretation von Anette finde ich auch ganz toll.

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flickr, Anette, Hindsgaul, sitzende Ragazza

Ein blonder Teenager im Schneidersitz mit gepunktetem Neckholder-Kleid, für laue Sommernächte an prickelnden Partys. Ein bischen ernst schaut sie schon drein, aber vertrauensvoll. Die Hindsgaul „Ragazza“ Nr. 5113 hier mit langem Feenhaaren und fast so feingliedrig wie meine Schaufensterpuppe aus der selben Serie, hinterlässt auf mich zumindest den Eindruck, sie sei ein Mannequin zum „Pferde stehlen“…. 🙂

Hier (unten) ein Teil der Seiten aus dem Katalog, auf denen die Serie „Ragazza“ gezeigt wird.

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http://history-mannequindisplay.blogspot.com/2011/09/hindsgaul-ragazza.html?q=Ragazza

Ebenfalls eine sehr schöne Interpretation der sitzenden „Ragazza“ 5113 findet man bei „my best mannequin“ auf flickr. Dies Figur hat hier braune Augen……

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flickr, my best mannequin, Hindsgaul Ragazza 5113