Die Serie „Junior“ von New John Nissen / Schläppi, Nr. CT1 – CT23

Beim näheren Hinsehen und beim vergleichen der Seriennummern erkennt man sofort, dass die Serie von New John Nissen / Schläppi mit der Bezeichnung „Junior“ mit jener mit dem Namen „Jeunesse“ identisch sein muss. Beide Begriffe meinen sinngemäss „Jugend“ und ich finde unter der Nummer CT6 im „Junior“-Katalog sogar meine neu erworbene Schaufensterfigur wieder:

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Blogbeitrag New John Nissen, Serie „Jeunesse“

Tom (flickr), New John Nissen Juniors

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Bei Gelegenheit hiermehr Text….

 

 

 

 

Die Serie „Jeunesse“ von New John Nissen / Schläppi (mitte 70er-Jahre)

„Jeunesse“, die Jugend – die wollen, sollten wir uns auch teilweise bewahren. Fröhlich und unbeschwert, lachend, emotional: so wirken die Mannequins von dieser Serie vom Hersteller New John Nissen, die auch bei der Firma Schläppi in Lizenz hergestellt wurden.

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Heute im neuen Heim angekommen, mit Beinen und nur einem Arm. Zuerst geht’s zum Wellness….

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Die linke Figur im new John Nissen Katalog von 1976 (?) ist mit grösster Sicherheit das von mir heute gekaufte Mannequin (Die Angaben der Seriennummer folgt).

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Sehr schön die restaurierte (identische) Figur von Dash-N-Dazzle in den USA (Bild oben).

flickr, Dash-N.Dazzle, New John Nissen Mannequin, Jeunesse

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Oben habe ich zwei Beispiele aus dem New John Nissen Katalog angehängt, damit man einen Eindruck von der emotionalen Ausstrahlung bekommt

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Stehendes Mannequin von New John Nissen / Schläppi aus der „Junior16“-Serie mit der Nummer DG 16 E1610

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Leider hat die Schaufensterfigur von New John Nissen, aus der Serie „Junior16“ einige schwerwiegende Defekte, wie Risse und grossflächige Abplatzer (am Po). Das Gesicht ist abgesehen von einigen Kratzern und einem kleinen Schaden auf der Nasenspitze sonst o.k. Sie gehört in die selbe Serie wie die sitzende New John Nissen / Schläppi, welche die Nummer DG 16A E168 besitzt (s. Link)

Sitzendes Mannequin von NJN, Nr. DG 16A E168

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Sie hat beim Verkäufer jahrelang im Keller gestanden und bekam ein Wellnessweekend von mir. Sie war stellenweise fast schwarz vor Dreck…..; danach erstrahlte sie in ihrem originalen, hellbraunen Farbton.

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Ich bekam von einem Sammlerkollege die Bilder des Kataloges zugeschickt, mit der darauf verzeichneten Seriennummer.

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Diese Serie wurde etwa 1976 produziert.

Wenn die Figur repariert ist erfolgt das definitive Styling und die Publikation der Fotos, Danke für die Geduld.

 

 

„Black Gazelle“. Mannequin aus der Serie „Gazelle“ von Hindsgaul (1972)

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Ich habe die „Gazelle“ von Hindsgaul in diesem dunklen Hautton sonst noch nie gesehen; auch im Internet nicht. Sie ist ausdrucksstark, ohne Zweifel. Aber bei ihr scheiden sich die Geister. Entweder man liebt sie aufgrund von ihrer Aussergewöhnlichkeit, oder man meidet sie, weil man sie nicht schön genug findet, oder einige Figuren einfach zu viel Platz brauchen.

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Auf der Standfläche einer Nr. 7013 z.B. (Bild oben) hätten zwei oder drei Mannequins Platz. Die grossen Augenlider und die heraus stehenden Nasenflügel sind ein eindeutiges Merkmal der „Gazelle“.

 

Hindsgaul Fanseite

Katalog Hindsgaul Gazelle (mannequindisplay, Blog)

 

Sarah mit der Nummer 423, von der Firma Moch-Figuren in Deutschland

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Sie haben längst keine Löcher im Rücken, oder Feststellschrauben mehr, die Figuren aus der Mannequin-Schmiede und Traditionsfirma „Moch-Figuren“ in Deutschland. Es sind keine Gelenkbolzen in den Schaufensterfiguren mehr eingearbeitet, welche individuelle Neigungen des Torsos zulassen. Eine solche technisch-innovative Konstruktion ist heute nicht mehr gefragt. Alle konkurrierenden Hersteller warteten damals mit einfacheren Lösungen auf. Entsprechend eingeschränkter war der Bewegungsspielraum, was bei der Konkurrenz eigentlich niemand störte. Hände, Arme und mindestens ein Bein mussten abnehmbar sein und der Torso sollte von den Beinen separiert werden können. In der heutigen Sammlerwelt sind die Vintage-Moch-Figuren nicht gefragt. Bei einem Kollegen sah ich eine dieser Figuren:

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Das nummernlose Mannequin aus der Hindsgaul-Serie „On the seaways“

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Bei diesem Mannequin ist weder ein Label, noch eine Seriennummer auffindbar. Aber es handelt sich ohne Zweifel um eine Figur aus der Hindsgaulserie „On the seaways“. Nachdem Kauf bekam sie ein umfangreiches Wellness-Weekend, das erste nach rd. 50 Jahren, wonach sie wieder in altem Glanz erstrahlte, nachdem der Dreck beseitigt war.

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Die bedeutende Rettung eines Hindsgaul-Mannequins aus der Serie „On the seaways“ mit der Nummer 8003

Keine fünf Jahre ist es her, als die rd. 50 Jahre alte Serie „On the seaways“ dem Schatten der Vergessenheit wieder entwich und einer weltumspannenden Sammlergemeinschaft wieder langsam zugänglich wurde. Die Liste der Seriennummern ist zurück bis 1972 auf der Hindsgaul-Fanseite beinahe lückenlos aufgeführt. Dort bricht sie ab und bei älteren Mannequins herrscht unter SammlerInnen oft Ratlosigkeit, weil zwischen den spärlich bestehenden Katalogseiten, welche man über Umwege im Internet heraussuchen kann und den Seriennummern bis 1972 oft keine wirkliche Klarheit darüber besteht, wie nun das Eine zum Anderen gehören könnte. Deshalb ist ein solcher Blog und der Ankauf von alten Schaufensterfiguren von enormem historischen Wert in Bezug auf die Kunstform von Visual Marchandising. Diese hier beschriebene Rettungsaktion einer Hindsgaul „On the seaways“ mit der Nummer 8003, darf mit Fug und Recht bedeutend genannt werden. Es wäre eine Katastrophe gewesen, wenn sie irgend in einer Ecke wieder verschwunden wäre, ohne ihr Identität preiszugeben. Noch ist sie beim Verkäufer. Ich bin erst seit gut einer Stunde rechtmässiger Besitzer. Aber ich bin mir zu 99,99% sicher dass es eine 8003 ist, trotzdem das einzige Foto, das mir zunächst zur Verfügung stand, nicht allzu viel von ihr preis gab. Die Perücke verdeckte über 90% des Gesichts, aber ich habe mich bereits so intensiv mit dieser Mannequin-Serie befasst, dass mir in den ersten paar Sekunden klar war, dass es sich um eine Hindsgaul „On the seaways“ 8003 handeln muss, über die ich bereits vor einem Jahr in diesem Blog einen Artikel geschrieben hatte.

Blogbeitrag über die Hindsgaul „On the seaways“ 8003 vor rd. einem Jahr

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Wie an anderer Stelle im Blog erwähnt, gibt es verschiedene typische Merkmale für die Figuren dieser Serie und da ich kürzlich ein Mannequin in einem für dessen Alter sehr guten Zustand mit dem selben Gesicht erwarb, reichte mir der obige Anblick, auch mit hinter Haaren verstecktem Gesicht, um ihre Identität festzustellen. Die neu erworbene 8003 ist in einem bedenklichen Zustand und mindestens ein Arm ist falsch.

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Wie man anhand des Katalogfotos (oben) erkennen kann, könnte zumindest der linke Arm original sein und die Beine, mit dem breiten Stand, die man detailliert unter dem weiten Abendkleid nicht genau erkennt. Der rechte Arm gehört ziemlich eindeutig zur Figur 8010, die ich auch besitze und die sich vermutlich darüber freut, wieder ihren Arm von früher zu tragen (siehe Katalogbild unten). Doch die Hand ist nicht original, welche den halben linken Oberarm umfasst.

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Neben der 8008, der 8010, der 8011, der 8015 und der „nummernlosen“ Figur, ist die 8003 nun das 6. Mannequin, das ich aus dieser alten Serie „On the seaways“ besitze. Weltweit könnte dies die grösste Sammlung  in Bezug auf diese Serie sein.

Nachtrag 24.02.2019:

Seit gestern Abend gehört das Mannequin definitiv mir und hier gibt es exklusiv die ersten Bilder von ihr zu sehen (von der noch ungestylten Schaufensterfigur).

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Nun ist es zweifelsfrei, wie vermutet: eine Hindsgaul, „On the seaways“ von 1968 mit der Nummer 8003.

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Wenn die wieder in neuem Glanz erstrahlt, wird diese Figur toll aussehen (sieht ja jetzt schon sehr schön aus)!

Sämtliche Figuren bräuchten irgend wann einmal ein sog. „Make over“, bei welchem die Mannequins komplett restauriert werden. Das kostet Geld. Meine Girls und ich suchen deshalb Sponsoren, Donatoren, oder andere Geldgeber (z.B. ist auch eine Patenschaft möglich), welche bei der Finanzierung der Unterkunft (Lager und Showroom),  sowie der Präsentation (ständige Ausstellungsräume mit Museumscharakter) und der allgemeinen, spezifischen Bearbeitung jeder Figur (Identitätsbestimmung, umfassende Recherchen als Vorbereitung diverser, öffentlich zugänglicher Publikationen in diesem Blog; Make-over, Restauration und Erhalt aus kunsthistorischer Sicht).