Eine Figur aus der Serie „Dorothy“ (ca. 1974) von New John Nissen / Schläppi mit der Nr. AW 24

Die New John Nissen Serie „Dorothy“, die auch von der Schweizer Firma Schläppi in Lizenz hergestellt wurde, lässt sich etwa ins Jahr 1974 datieren. Informationen sind rar, Kataloge kaum mehr erhältlich. Jedenfalls müssten sie geraume Zeit vor den „Beauties“– und „Chic“-Serien auf den Markt gekommen sein. das sieht man an der Machart, an den Proportionen, die noch nicht anatomisch ausserordentlich stilsicher wirken. Ich besass aus dieser Serie zwei Figuren. Die Eine (Bilder unten) habe ich wieder verkauft und die Zweite diente als Ersatzteillager. Hier ein paar Bilder:

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flickr, Serge O, New John Nissen, „Dorothy“ AW 24

Meine AW 24 ist die Figur links, mit leicht gesenktem Kopf…. (Bild oben).

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Seltenes Doppellabel von New John Nissen und von Schläppi

Torso und Beine AW 24. Die Arme sind von einer AW 8….. sind innerhalb der Serie kompatible….DSC_0613 DSC_0614.JPG

Unverwechselbares Gesicht. Seit zwei Tagen in meinem Besitz: eine weitere „Dorothy“ mit der Nummer AW02

Es folgen weitere Bilder, wenn sie geputzt ist….

Die verträumte Grace aus der „Beauties“-Serie von New John Nissen mit der Seriennummer PW11 (und A12-Armen aus der „Liberty“-Serie)

Aus meiner Sicht ist sie eine der schönsten Figuren von allen jemals produzierten Mannequins. Unglaublich schön, diese hingebungsvolle Pose! Schon lange wollte ich die Grace aus der „Beauties“-Serie von New John Nissen. Dann entdeckte ich ein Inserat im Internet von der PW12, die kurz darauf meine Sammlung bereicherte und veredelte:

Blogbeitrag über die sitzende PW12 aus der „Beauties“-Serie von New John Nissen

Kurze Zeit später – ich traute meinen Augen nicht – war eine PW 11 aus der selben Serie zu kaufen, als Bestandteil eines Konvoluts von alten Schläppi’s und einer Arthema.

Konvolut New John Nissen / Schläppi und Arthema

Alle Figuren waren zum Teil schwer beschädigt, oder Teile fehlten. Die untere Abschlussplatte des Torsos bei der PW11 war erheblich eingerissen. Diese musste ich zuerst wieder verleimen, bevor ich sie reinigen und danach stylen konnte.

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Aber das Ergebnis ist phantastisch! Aber etwas fällt einem im Vergleich zum Originalbild im New John Nissen-Katalog sofort auf: die Arme sind horizontal weit ausgebreitet!

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Bei der Originalfigur sind sie etwas nach unten geneigt. Das rührt daher, weil der beim Kauf nur zwei Arme mit der Bezeichnung „A12“ dabei waren, welche an der Kupplung bei der Schulter aber kompatibel sind, obwohl sie aus der „Liberty“-Serie stammen.

Blogbeitrag über die Liberty-Serie von New John Nissen

Ich besitze aber eine „A12“ aus der „Liberty“-Serie mit falschen Armen und mit dem etwas schöneren „Belle“-Kopf, statt dem „Britt“-Kopf, wie im Originalkatalog. Diese hatte ich ca. 2008 aber mit den falschen Armen mit den Bezeichnungen „PW18“ und „PW21“ gekauft, damals nicht ahnend, dass sie aus der „Beauties“-Serie stammen. Teile aus diesen Serien sind untereinander meist kompatibel. Nun kaufte ich also kürzlich mit dem Konvolut die Originalarme für meine „Belle“ (A12) und hätte nun beim Tausch der Arme zwei „Beauties“-Arme für die PW11. Aber ich finde die Kombination „Grace“ mit den „A12-Liberty“-Armen einfach überwältigend schön!

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Weitere Bilder folgen bei Gelegenheit…..

 

 

 

 

 

New John Nissen / Schläppi Mannequin aus der Serie „Act 1“, Nr L3

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Atemberaubend schön und graziös in der Pose! Die L3 von New John Nissen / Schläppi aus der Serie „Act 1“ ist eine Ikone. Ich konnte sie vor längerer Zeit als zweite Figur aus dieser Serie, noch vor der L9, in einem sehr guten Zustand und vor allem mit sämtlichen Originalteilen erwerben. Da die Köpfe von Chloe und Judith einander sehr gleichen und der Hersteller leider keine Head-Identification-Nummern auf der Figur vermerkt hat, kann ich nicht mit Bestimmtheit sagen, welches Gesicht bei meiner L3 verwendet wurde.

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Bei Gelegenheit werden hier noch ergänzend Bilder gezeigt.

 

 

 

 

Konvolut mit einigen Highlights

In einem Zeitraum von rd. 50 Jahren haben weltweit über 30 Manufakturen Mannequins produziert. Sie wurden jeweils in mehreren dutzend verschiedenen Serien angeboten, um den Bedürfnissen der Kunden gerecht zu werden. Auch innerhalb einer Serie standen teilweise bis zu 24 Figuren mit unterschiedlichen Posen zur Verfügung, wobei noch zwischen mehreren Köpfen gewählt werden konnte. Bei einzelnen Boutiquen und exklusiven Modegeschäften spielte eine solche Diversität kaum eine Rolle. Aber bei den landesweiten Ladenketten, wie beispielsweise Karstadt (Deutschland) und Manor, sowie EPA (Schweiz) war dies aufgrund des Wiedererkennungswertes enorm wichtig. Kleider wurden mit Schaufensterfiguren des selben Herstellers und oft mit verschiedenen Posen aus der selben Serie präsentiert. Schliesslich sollte ein Kunde in einem Einkaufszentrum in München die selbe Vertrautheit mit dem Produkt erleben, wie in einer anderen Stadt. Dies führte auch dazu, dass die Marktführer der Mannequin-Hersteller jährlich komplett neue und den jeweiligen Modetrends angepasste Serien auf den Markt brachten und auf den zahlreichen Messen dem staunenden Publikum vorstellten. Dabei sind grundsätzlich vier Marken zu nennen: Adel Rootstein, Hindsgaul, New John Nissen und Almax. Da von diesen Manufakturen für den europäischen Markt die grösste Auswahl bestand, werden von den Sammlern diese in der Regel auch bevorzugt. Auch andere Gründe sind zudem relevant, nach denen sich eine Kollektion richtet.

Erwirbt man nun ein Konvolut mit mehreren Schaufensterfiguren, ohne Angaben zum Hersteller, oder zur Serie, dann kann man aus oben genannten Gründen ziemlich sicher einmal die damaligen Marktführer Rootstein, Hindsgaul, New John Nissen und Almax priorisieren, wenn es um die Identifizierung der einzelnen Figuren geht, wobei man sich u.a. auch mittels meines Beitrags hier im Blog unter dem Titel „ZEN in der Kunst ein Mannequin zu bestimmen“ orientieren kann.

Beitrag: ZEN, in der Kunst ein Mannequin zu bestimmen

Aber – wie sich immer wieder zeigt – auch versierte Sammler und Sammlerinnen stossen bei der Identifikation eines Mannequins immer wieder an Grenzen, wenngleich sie ein ansonsten mehr oder weniger breit angelegtes Fachwissen über einige tausend Puppen besitzen. Mit etwas Glück kleben noch die Labels an den Figuren, oder die Nummern der Serien sind am Kopf eingestanzt (teilweise bei Rootstein), oder mit Filzstift geschrieben (Innenseite der Schulterkupplung bei New John Nissen). Dies erleichtert die Suche nach der ursprünglichen Identität, welche man als Sammler den Figuren wieder zurückgeben möchte.

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So sieht ein Konvolut vor dem Abtransport aus; und bei zwei Schaufensterfiguren habe ich natürlich sofort gewusst, aus welcher Manufaktur sie stammen und zu welcher Serie sie gehören, weil sie u.a. schon seit langem zuoberst auf meiner Wunschliste gestanden haben. Allen voran die „Grace“ aus der Serie „Beauties“ mit der Nummer PW11 von New John Nissen, die von der Firma Schläppi AG in der Schweiz in Lizenz hergestellt und für den hiesigen Markt vertrieben wurde.

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Sie ist einfach eine traumhaft schöne Schaufensterfigur, die hier im Originalkatalog aus den 80er-Jahren mit einem echten Mann in Lederkleidung äusserst sinnlich abgebildet ist.

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Auf dem Foto oben erkennt man nochmals das selbe Bild auf der Katalogseite mit der Angabe der Seriennummer (unten links, Grace, PW11).

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Meine neue „Grace“ noch schmutzig, mit fehlender rechter Hand, falschen Armen und mit einem Riss am Abschluss des Torsos bei der Hüftverbindung, wie man unschwer feststellen kann. Aber sonst ist sie in Ordnung.

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Die beiden falschen Arme sind auf der Innenseite der Schulterkupplung in blauer Schrift mit der Seriennummer „A12“ markiert. Nun besitze ich aber seit langem eine „Britt“ aus der Serie „Liberty“ von New John Nissen / Schläppi mit den falschen Armen und der Nr. „A12“:

Mein Blogbeitrag: „Die vier B’s“

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Die Arme im Konvolut, die auch bei „Grace“ gut aussehen, sind eigentlich die originalen Arme der „A12“ aus der Liberty-Serie von New John Nissen / Schläppi.

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Die nächste Schaufensterfigur ist auch eine New John Nissen / Schläppi AG aus den 80er-Jahren, in einem ordentlichen Zustand, mit einem Originalarm links, der aber klemmt und einem falschen „A12“-Arm rechts, wobei beide Hände fehlen. Es ist mit grösster Wahrscheinlichkeit eine „Sandra“ (die Köpfe sind sehr ähnlich) aus der Serie „Chic“, mit der Nummer BG9, von der ich u.a. bereits die BG1 und die liegende BG17 (Sarah) besitze, welche den Header meines Blog’s „Faszination Mannequins“ ziert.

Blogbeitrag: New John Nissen „Chic“, Sarah BG17

Die dritte Figur (leider ohne Arme und mit eingedellter Nase) ist aufgrund von Indizien zu 99,9% eine alte „Mitnacht“ aus den 60er-Jahren. Nirgends ist ein Seriennummer, oder ein Label zu finden, aber eine „Mitnacht“ erkennt man am Fussdorn und an der Hüfte.

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Der Fussdorn der Standplatte ist rund und der wird in eine metallene Hülse unten an der Fusssohle eingeführt. Das eine Bein ist demontierbar. Zusätzlich sind die Beine getrennt, in der Mitte der Hüfte, wie bei Hindsgaul, aber innen verschraubt. Das Make-Up und der lachende Gesichtsausdruck deutet auf eine sehr alte Schaufensterfigur hin.

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Zwei solche Mädchenfiguren sind im Konvolut dabei, alte originale Schläppi AG-Figuren, schätzungswiese aus den 70er-Jahren. Sie weisen skulpturierte Haare auf und mehrere sichtbare Gebrauchsschäden.

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Eine etwas exzentrische New John Nissen / Schläppi mit der Seriennummer S6 nur mit einem Arm und ohne Hände war dabei…. und im selben Stil noch eine Stehende, die so defekt ist, dass sie entsorgt werden muss.

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Dieses kniende Bein-Teilstück war auch dabei, das weder ein Label, noch eine Nummer, noch eine gestanzte Serienbezeichnung aufweist. Aber es hat ein Erkennungsmerkmal, welches ich bereits mehrmals in diesem Blog erwähnte, welches vorwiegend bei alten Almax-Schaufensterpuppen vorkommt: der metallene Verbindungsbolzen in der Hüfte dieser italienischen Nobelmarke ist durch jahrelange Einwirkung von Feuchtigkeit oft rostig, bis sogar durchgerostet, weshalb ich manchmal defekte Almax ankaufe, um die Ersatzteile zur Verfügung zu haben. Allenfalls habe ich noch einen passenden Torso.

Beim Kauf von Almaxfiguren aus den späten 70er- und frühen 80er-Jahren ist es ratsam den Verkäufer vorgängig zu bitten Fotos von diesem Verbindungsbolzen zu schicken, da die Figur ohne die Verfügbarkeit von Ersatzteilen zur Reparatur absolut wertlos ist.

 

Neue „Sarah“, aus der Serie „Chic“ von der Manufaktur New John Nissen / Schläppi mit der Nr. BG7 (Torso) und BG15 (Beine)

Inzwischen habe ich mich mit dem Thema New John Nissen-Vintage-Serien intensiver auseinandergesetzt und mit den besonderen Merkmalen der einzelnen Figuren vertraut gemacht, sodass es mir letzte Woche beim Stöbern im Internet auf einem Verkaufsportal sofort gelang eine Schaufensterpuppe zu identifizieren, welche unter der gleichlautenden Bezeichnung ausgeschrieben war.

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Den Hersteller herauszufinden ist hier keine wirklich Herausforderung. Aber einen Moment lang grübelte ich schon über die Serie nach, war mir aber bald sicher, dass es sich um ein Mannequin aus der Serie „Chic“ handeln müsse und aus diesem Grund eine BG-(x)-Serienbezeichnung auf der Innenseite der Schulterkupplung auffindbar wäre. Die Spannung stieg; ich wollte erst nachher im Katalog nachsehen und recherchieren und so meine erworbene Kenntnis testen. Von der BG1 und der BG17 her, die bereits in meiner Sammlung sind, kenne ich die Eigentümlichkeiten der Figuren aus dieser Serie und habe mir die Unterschiede z.B. zur „Liberty“-Serie gemerkt.

Blogbeitrag ü meine BG1

Der erste Check bei der Abholung bestand natürlich darin, den Arm auszukuppeln – und da war sie die Nummer: BG7! Toll. Auf der Innenseite der Hüftkupplung stand BG15. So war da in grauer Vorzeit wieder einmal vermutlich ein Schaufensterdekorateur für den Umstand verantwortlich, dass die Teile nicht gemäss der Originalnummern und wie im Katalog zusammenpassen. Wie hier im Blog bereits mehrfach erwähnt, sind die Teile untereinander in gewissen Serien austauschbar und kompatibel. So kam es oft vor, dass die markierten Seriennummer unbeachtet blieben.

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mannequin-history-blog, New John Nissen Katalog „Chic“

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Im Vergleich mit dem Foto im Katalog (Sarah BG7, Mitte) erkennt man sofort, dass der linke Arm korrekt, der rechte Arm aber falsch ist.

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Dieser rechte Arm ist angewinkelt, statt gestreckt und trägt die Bezeichnung BG1, ist also die selbe Stellung wie bei der BG2, BG3, BG6, BG8, BG11 und BG15. Dabei wurde aber die Hand der BG7 verwendet, statt jene, welche die Finger so nach innen in die Handfläche hinein gebeugt sind, dass sie mit dem Handrücken in die Hüfte hinein gestützt wird. Die BG15-Beine sind mit denen von der BG7-Figur identisch, passen also zum Torso. Dieses „Puzzlespiel“ kann manchmal ziemlich knifflig sein.

Die Verkäufer waren sehr nett und erzählten, ihre Schaufensterpuppe habe sich nun rd. 30 Jahre lang in ihrem Besitz befunden und eine männliche Militäruniform getragen (weshalb sie vermutlich kaum Schäden aufweist…). Für Sarah wurde es also höchste Zeit wieder etwas weiblicher auszusehen und so bekam sie eine halblange Echthaarperücke von mir und ein leicht schimmerndes Bustier, das ihre Weiblichkeit betont. Geschmückt wurde sie mit einer Halskette mit Muschelperlmutt.

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Bald bekommt sie noch ein Wellness-Weekend, in dem sie geputzt wird und eine rechte Hand, die passt.

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Hinten prangt das Schläppi-Label…;

 

 

 

 

Mannequin aus der Manufaktur New John Nissen / Schläppi aus der Serie „Liberty“ mit der Nummer A15 (Beine A1) und dem „Britt“-Kopf

Zu den 4 „B’s“ in der Serie „Liberty“ von New John Nissen / Schläppi habe ich in einem anderen Blogbeitrag bereits einiges geschrieben, vor allem zu „Belle“.

Blogbeitrag zu NJN Liberty-Serie Blogbeitrag zu NJN Liberty-Serie

Hier noch einmal kurz zusammenfassend, die wesentlichsten Punkte, welche diese Serie betreffen:

a.) Die Schweizer Firma Schläppi AG in Wollerau hatte in Lizenz Mannequins der Firma New John Nissen aus Belgien hergestellt und vertrieben, weshalb bei einigen Figuren nur das Label „Schläppi“, bei anderen nur das Label „New John Nissen“ und ganz selten bei einigen Mannequins beide Label gleichzeitig hinten am Rücken, oberhalb der Kante zur Verbindung auf Hüfthöhe angebracht wurden.

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Label von Schläppi AG in Wollerau

b.) Die einzelnen Serien, wie z.B. die „Liberty“, bestanden aus bis zu 18 Figuren, deren einzelne Teile untereinander kompatibel waren. Hüft- und Schulterverbindungen, wie auch Kupplungen an den Handgelenken waren so konstruiert, dass die Teile individuell kombiniert und z.B. bei Beschädigungen ausgetauscht werden konnten. Die Dekorateure in der damaligen Zeit, hatten in grösseren Geschäften oft die Aufgabe ganze Auslagen mit dutzenden von Mannequins beim Saisonwechsel neu zu gestalten. Beim Stylen der Schaufensterfiguren achtete man nicht immer auf die originale Zusammensetzung der einzelnen Teile, wie es im Katalog ersichtlich war, weshalb dem Sammler diese aus den 70er-Jahren stammende Figuren öfters völlig zusammengestückelt angeboten werden und sie sehr selten in der originalen Kombination zu erwerben sind. Je kleiner also die Boutique war, desto grösser ist die Chance auf eine Zusammenstellung der Teile (Torso, Beine, Arme, Hände), wie sie im Katalog abgebildet sind.

c.) Aufgrund der in Absatz b. oben beschriebenen Umstände, haben Dekorateure damals auch Teile nach ihren eigenen Bedürfnissen umbenannt und originale Markierungen durchgestrichen, was sehr verwirrend sein kann, wenn man versucht ein Mannequin genau zu bestimmen.

Bei meiner Figur (Bild unten) ist der Torso von einer New John Nissen „Liberty“ A15 und die Beine sind von einer „Liberty“ A01.

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Die Seriennummer A15 ist auf der Innenseite der Schulterkupplung beim Torso abzulesen.

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Leider gibt es online nur den einen Katalog von dieser Serie, bei welchem aber die A15 ganz am Rande steht, im Falz des Aufklappbildes, wonach man nicht wirklich alles sehen kann (auf der rechten Seite ganz rechts unten und auf der linken Seite ganz links unten).

flickr, Zsolt Poka, Katalog New John Nissen, „Liberty“

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Die A15 entspricht im Grunde der Pose von der Figur A10, einfach mit einer anderen Armstellung, bei der die gespreizten Hände in die Hüften gestützt sind. Die gekreuzten Beine sind aber dieselben. Der Kopf ist von „Britt“.

Das „Puzzlespiel“ beginnt aber eigentlich erst jetzt richtig, denn der linke Arm hat eine eingravierte Nummer („A7“), die mit der Armstellung im Katalog nicht übereinstimmt. Die schwarze mit Filzstift markierte Nummer „A6“ ist korrekt, aber fälschlicherweise durchgestrichen (siehe unten), genau wie die Seriennummer A15 am Torso (nur links).

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Die Armstellung der „Liberty“ A06 ist die selbe, wie diejenige der A15. Nur meine A15 hat links einen Arm mit gespreizter Hand von der A06, was im weitesten Sinne als „original“ zu betrachten wäre und rechts einen komplett anderen Arm, mit einer anderen Hand, die in dieser Serie überhaupt nicht vorkommt.

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Die eingravierte Nummer „D94“ hilft uns nicht sehr viel weiter. Doch die mit schwarzem Filzstift geschriebene Serienbezeichnung „PW1“, was zur Serie „Beauties“ führt.

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Der rechte Arm stammt also von der „Jenny“ mit der Seriennummer „PW1“, aus der Serie „Beauties“ von New John Nissen / Schläppi (oben links) und anhand von diesem Beispiel ist eindeutig zu erkennen, dass serienübergreifend Teile kompatibel konstruiert worden waren, was bei der Identifizierung eines Mannequins viel Fachwissen voraussetzt und manchmal ganz schön knifflig ist. „Leslie“ mit der Nummer „PW4“ (oben rechts) hat die selbe rechte Armstellung mit der Hand, an der die Finger eingebogen sind, wie die „PW1“, die durch die Taille verdeckt, bei dieser Figur etwas schlechter zu sehen ist.

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Stehendes Mannequin von New John Nissen / Schläppi aus der „Junior12“-Serie mit der Nummer (DG12) G12 (Kopf F4)

Im Zusammenhang mit den umfangreichen Recherchen zu meinem bereits seit Jahren in meiner Sammlung befindlichen, sitzenden Mannequin von New John Nissen / Schläppi, liess sich sowohl dessen Zugehörigkeit zur Serie „Junior16“ ermitteln, als auch erkennen, dass die beiden Manufakturen mehrere Teenager-Serien produzierten, u.a. „Junior12“ (bzw. „Enfence12“). Leider ist im Internet lediglich das Titelblatt des Katalogs von ca. 1974 auffindbar.

flickr Katalogtitelseite von der Serie „Junior12“ von New John Nissen

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Ursprünglich interessierte ich mich für eine defekte „Ira“ von Rootstein. Weil ich den Inseratentext unter der von Russ geschwärzten Schaufensterfigur auf dem Foto witzig fand, der lautete: „Ich freue mich auf ein neues Zuhause und eine Dusche, dann werde ich Dir bestimmt gefallen.“ rief ich an und bat um noch mehr Detailfotos, um das Ausmass der Schäden einschätzen zu können. Sie hätten noch eine Schaufensterpuppe auf dem Dachboden gefunden, hiess es einige Stunden später überraschend, ebenfalls ziemlich schwarz von Abgasen.

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Aufgrund der Gesichtsform und der Augen wusste ich sofort, dass es sich um eine Figur von New John Nissen / Schläppi handeln musste aus einer der Junior-Serien. Nach dem Kauf erhielt ich die Klarheit, dass es die „DG12“ rechts auf der Katalogtitelseite ist (siehe oben). Nach der Dusche erhielt sie neue Wimpern, eine hübsche Perücke und etwas zum anziehen und erstrahlt wieder nach diesem „Wellness-Wochenende“ in neuem Glanz.

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Die Serie „Junior“ von New John Nissen / Schläppi, Nr. CT1 – CT23

Beim näheren Hinsehen und beim vergleichen der Seriennummern erkennt man sofort, dass die Serie von New John Nissen / Schläppi mit der Bezeichnung „Junior“ mit jener mit dem Namen „Jeunesse“ identisch sein muss. Beide Begriffe meinen sinngemäss „Jugend“ und ich finde unter der Nummer CT6 im „Junior“-Katalog sogar meine neu erworbene Schaufensterfigur wieder:

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Blogbeitrag New John Nissen, Serie „Jeunesse“

Tom (flickr), New John Nissen Juniors

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Nun ist auch noch die sitzende CT15 in meine Sammlung gekommen:

Wenn sie geputzt ist gibts hier mehr Text und Bilder…..

Die Serie „Jeunesse“ von New John Nissen / Schläppi (mitte 70er-Jahre)

„Jeunesse“, die Jugend – die wollen, sollten wir uns auch teilweise bewahren. Fröhlich und unbeschwert, lachend, emotional: so wirken die Mannequins von dieser Serie vom Hersteller New John Nissen, die auch bei der Firma Schläppi in Lizenz hergestellt wurden.

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Heute im neuen Heim angekommen, mit Beinen und nur einem Arm. Zuerst geht’s zum Wellness….

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Die linke Figur im new John Nissen Katalog von 1976 (?) ist mit grösster Sicherheit das von mir heute gekaufte Mannequin (Die Angaben der Seriennummer folgt).

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Sehr schön die restaurierte (identische) Figur von Dash-N-Dazzle in den USA (Bild oben).

flickr, Dash-N.Dazzle, New John Nissen Mannequin, Jeunesse

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Oben habe ich zwei Beispiele aus dem New John Nissen Katalog angehängt, damit man einen Eindruck von der emotionalen Ausstrahlung bekommt

history Blog

Stehendes Mannequin von New John Nissen / Schläppi aus der „Junior16“-Serie mit der Nummer DG 16 E1610

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Leider hat die Schaufensterfigur von New John Nissen, aus der Serie „Junior16“ einige schwerwiegende Defekte, wie Risse und grossflächige Abplatzer (am Po). Das Gesicht ist abgesehen von einigen Kratzern und einem kleinen Schaden auf der Nasenspitze sonst o.k. Sie gehört in die selbe Serie wie die sitzende New John Nissen / Schläppi, welche die Nummer DG 16A E168 besitzt (s. Link)

Sitzendes Mannequin von NJN, Nr. DG 16A E168

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Sie hat beim Verkäufer jahrelang im Keller gestanden und bekam ein Wellnessweekend von mir. Sie war stellenweise fast schwarz vor Dreck…..; danach erstrahlte sie in ihrem originalen, hellbraunen Farbton.

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Ich bekam von einem Sammlerkollege die Bilder des Kataloges zugeschickt, mit der darauf verzeichneten Seriennummer.

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Diese Serie wurde etwa 1976 produziert.

Wenn die Figur repariert ist erfolgt das definitive Styling und die Publikation der Fotos, Danke für die Geduld.