Donna aus der Serie „Swoon“ von der amerikanischen Manufaktur Patina V, mit der Nummer SW9 / DP

Der Serienname „Swoon“ (dt. „die Verzückung“) trifft so ziemlich genau mein Gefühl der Begeisterung für dieses Mannequin, als ich sie zum ersten Mal sah. Sie sass in der Ecke von einem Lager an einem Pult des Verkäufers in der Nähe von Stuttgart, der sie noch nicht im Internet ausgeschrieben hatte, dies aber beabsichtigte. Das kam für mich nicht in Frage und ich kaufte die Dame gleich vom Pult weg. Zwar sah ich, dass sie nur mit einer braunen Farbschicht neu koloriert und vorher hellbeige war, wonach auch nur der kleinste Abplatzer sichtbar werden würde. Egal, diese feurige Latina mit den langen, schwarzen Haaren kam mit, auch wenn mir nicht jedes Detail an der Figur gefiel. Ich hätte natürlich auch noch gerne gewusst, von welchem Hersteller sie stammte. Denn nirgends war die Seriennummer zu finden. Der Verkäufer meinte, er wisse es nicht und so hatte ich über Jahre hinweg nur den Verdacht, es könnte eine Patina V sein. Sowohl das Gesicht schien mir typisch, als auch jene dünne, vierkantige Bolzenverbindung an den Handgelenken mit den beiden Kügelchen zur Arretierung, technisch von höchster Qualität. Bis vor wenigen Tagen war ich mir unsicher, bis ein Sammlerkollege mich über die wahre Identität aufklärte. „Donna“ heisst sie und stammt aus der Serie „Swoon“ von Patina V und trägt die Seriennummer SW9 / DP, die an einem Handgelenk noch ganz schwach und sehr undeutlich zu lesen ist.

Da die Augen beim Make-over des Vorbesitzers etwas klein und zu gelblich geraten sind, klebte ich welche in einer Bernsteinfarbe hinein, die aus einem 3D-Drucker stammten.

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Auf mich wirkte sie wie eine altägyptische Pharaonin, weshalb ich ihr einen goldenen Thron kaufte und einen passenden Halsschmuck mit Skarabäen umhängte. Bis dahin wusste ich ihren wahren Namen nicht. Obwohl keine meiner Figuren einen durch mich verliehenen Namen trägt, machte ich bei ihr eine Ausnahme und taufte sie Djet-cheb-neb-iret-nes, entsprechend einem altägyptischen Frauenname, was so viel bedeutet wie: „Die etwas sagt, was man dann für sie ausführt.“ Dieser fast 4’000 Jahre alte, kraftvolle Name passt zu meiner (la) „Donna“ (ital. „Frau“).

Der Körper mit der Seriennummer SW9 stammt aus der „Swoon“-Kollektion…..

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Sitzende Figur aus der „Swoon“-Serie von Patina V

…. und der Kopf ist derselbe wie Donna aus der Serie „The Look“.

 

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Eine Figur aus der Serie „Dorothy“ (ca. 1974) von New John Nissen / Schläppi mit der Nr. AW 24

Die New John Nissen Serie „Dorothy“, die auch von der Schweizer Firma Schläppi in Lizenz hergestellt wurde, lässt sich etwa ins Jahr 1974 datieren. Informationen sind rar, Kataloge kaum mehr erhältlich. Jedenfalls müssten sie geraume Zeit vor den „Beauties“– und „Chic“-Serien auf den Markt gekommen sein. das sieht man an der Machart, an den Proportionen, die noch nicht anatomisch ausserordentlich stilsicher wirken. Ich besass aus dieser Serie zwei Figuren. Die Eine (Bilder unten) habe ich wieder verkauft und die Zweite diente als Ersatzteillager. Hier ein paar Bilder:

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flickr, Serge O, New John Nissen, „Dorothy“ AW 24

Meine AW 24 ist die Figur links, mit leicht gesenktem Kopf…. (Bild oben).

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Seltenes Doppellabel von New John Nissen und von Schläppi

Torso und Beine AW 24. Die Arme sind von einer AW 8….. sind innerhalb der Serie kompatible….DSC_0613 DSC_0614.JPG

Unverwechselbares Gesicht. Seit zwei Tagen in meinem Besitz: eine weitere „Dorothy“ mit der Nummer AW02

Es folgen weitere Bilder, wenn sie geputzt ist….

„Dangerous“-Woman! Patina V, DG 05 vs. Figuren Jung SX-21

Wie bereits in einem anderen Beitrag über die Kopie von der Figur SR11 von Patina V aus der Serie „Siren“ erwähnt, liess sich die Firma Figuren Jung in Deutschland ab und zu auch einmal von einer Konkurrenzmanufaktur inspirieren und brachte die beinahe baugleiche SX-21 auf den Markt, die geringfügige Abweichungen zum Original aufweist.

Die gesamte „Dangerous“-Serie von Patina V ist atemberaubend schön! Die DG01 zum Beispiel eine wahre Augenweide! Aber auch die DG 05 ist sehr speziell, in ihrer Haltung und im gesamten Ausdruck, weshalb ich sie schon seit Jahren in den Top-Ten auf meiner Wunschliste hatte. Die amerikanische Originalversion ist praktisch nicht zu finden. Die Figuren Jung-Kopie SX-21 schon eher.

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Titelseite des Katalogs von der Serie „Dangerous“ des Herstellers Patina V aus den USA. Die leicht gebückte Figur links, mit der Nummer DG 05, gibt es auch als Kopie von der Firma Figuren Jung mit der Nummer SX-21.

Patina V Dangerous, Katalog 03 (Pinterest)
Die Figur Nr. DG 05 von der Firma Patina V aus den USA (Serie „Dangerous“) dürfte für das Mannequin SX-21 von Figuren Jung, durch die auffällige Ähnlichkeit, inspirierend gewesen sein.

Anm.: leider ist der Link zu diesen Katalogseiten im Internet nicht mehr aktiv!

Im Gegensatz zur DG 05 von Patina V, die einen ernsten Gesichtsausdruck hat, hat die Figur von Jung ein anziehendes Lachen. Auch die linke Schulterpartie zum Kopf hin, ist etwas mehr nach oben gezogen und die Arme so gestaltet, dass beide gewölbten Hände auf das leicht gebeugte, rechte Knie passt. So gesehen ist es keine identische Kopie, aber die DG 05 dürfte Ideenpatin gewesen sein.

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Fast die selbe Haltung erkennen wir bei der Jung-Figur aus Deutschland mit der Nr. SX.21, welcher vermutlich das amerikanische Mannequin DG 05 aus der Serie „Dangerous“ von Patina V als Vorlage gedient haben muss. Doch der Gesichtsausdruck ist anders, sowie die parallele Armstellung und die etwas mehr gegen das Kinn hin hochgezogene, linke Schulter. Natürlich ist auch die Technik bei der Schulterkupplung und bei der Verbindung von Torso und Beinen komplett anders, wodurch auch ohne Seriennummer, oder sonstige Bezeichnungen die Identifikation sofort möglich ist.

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Bilder: Jeanette Wonneberger

flickr, Jeanette, 2016-05-07 (Jung, SX-21)

 

>> demnächst wird dieser Artikel noch mit eigenen Bildern ergänzt und Links eingefügt, wo möglich.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Chanell von der Serie „Body Gossip“ mit den Nummern X01, X04, X08 und X09, des Herstellers Adel Rootstein

Von der gesamten, 12-teiligen Produktepalette innerhalb der Serie „Body Gossip“ von Adel Rootstein, sind 4 Mannequins mit Chanell bezeichnet; zwei Stellungen davon sind in stehenden (X01, X04) und zwei davon in sitzenden (X08, X09) Körperhaltungen. Unter folgendem Link kann die ganze Serie betrachtet werden. Da findet man auch den zur Übersicht notwendigen Katalog:

Blogbeitrag mit Katalog von der Serie „Body Gossip“

Dort entdecken wir auch den damaligen Werbetext zu dieser Kollektion, welche für die Zeit anfangs der 80er-Jahre schon beinahe etwas revolutionär anmutet, denn in den 60er- und 70er-Jahren war das selbstbewusste Auftreten einer Frau noch nicht in dem Masse salonfähig und normal, wie in der darauffolgenden Epoche, in der nur noch in ultrakonservativen Gesellschaftskreisen das weibliche Wesen als „schwaches Geschlecht“ betitelt wurde. Die Emanzipation begann sich in der breiten Öffentlichkeit Geltung zu verschaffen und diesem Spirit begegnet man auch in der Mannequinserie „Body Gossip“ von Adel Rootstein, wo es heisst, es sei: „…eine Kollektion, dessen Körpersprache durch lange, dünne Linien, und schlanke, sinnliche Formen, selbstsicher, selbstbewusst, bestimmt und körperbetont ist. Selbst in ihrer Gemeinschaft, sind sie voneinander unabhängig, ihrer selbst bewusst, fast schon narzisstisch veranlagt… “.  Chanell steht ja in der Figur mit der Seriennummer X01 schon ziemlich provokant da, fast mit der identischen Haltung wie Victoria mit der Nummer X11 (s. Beitrag über Victoria):

Blogbeitrag zu Victoria X11

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Die Körpersprache einer französischen „Siégle“ -Vintage-Schaufensterpuppe aus den 50er-Jahren ist zurückhaltend. Die Form des Körpers mit Wespentaille, mit den breiteren Hüften und den weiblichen Rundungen, steht im Gegensatz zu den geraden Linien und dem muskulöseren Eigenschaften in der „Body Gossip“-Serie von 1983. Die etwas ältere Siégle besitzt ein liebliches, lächelndes Gesicht und so eine ernste, fast etwas hochmütig scheinende Miene wie die Chanell.

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Chanell mit der Seriennummer X04 hat im Gegensatz zu den Posen bei X01, bei X02 und X03 (Kim Harris), bei X11 (Victoria) und X05 (Jonny), nicht nur einen Arm angewinkelt von der Seite her (einmal links oder rechts) in die Taille gestützt, sondern beide Arme sind mit hochgezogenen Schultern symmetrisch angewinkelt, wobei mit den geballten Fäusten (ein Erkennungszeichen für Figuren aus dieser Serie) eine noch provokantere Haltung eingenommen wird.

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Wie unterschiedlich Signale durch die Körperhaltung interpretiert werden können, zeigt ein Artikel mit dem Titel „Körpersprache: so (miss)interpretieren Sie.“ (Online-Artikel: Alles über Interviews).

Artikel: Körpersprache deuten

Aber ich bin mir sicher, dass bei der Konzeption der Serie „Body Gossip“ von Rootstein, die Designer ganz bewusst die Modelle gewisse Haltungen haben einnehmen lassen, um bei den Kundinnen die Assoziation zu Stärke, Willenskraft, Dominanz, Selbstsicherheit, Stolz, Souveränität und weitere Eigenschaften zu erzeugen, um deren Unabhängigkeit als suggestiven Nährboden für die aufkeimende Emanzipation vor Augen zu führen. Damit wurden sicher auch deren positiven Entwicklungsprozesse unterstützt, wie sie auf dem Weg zu einer Gleichberechtigung von Mann und Frau unbedingt nötig sind, worin auch ein unabdingbares Selbstbewusstsein raumgebend für ein Selbstverständnis sein darf, in dem Unterdrückung in aller Hinsicht kein Platz mehr hat. Doch mit der Kampfansage an die Männerwelt vor vierzig Jahren, ging die Idee einher, im Konkurrenzverhalten jener Gleichstellungsproblematik zu begegnen. D.h. man bediente sich maskuliner Tugenden von offensiven Handlungsweisen, wozu auch beim männlichen Geschlecht, durch die Evolutionsgeschichte, ein potentiell aggressiveres Auftreten gehört, das sich die Frauen in den Fokus ihres Strebens nach Selbstbestimmung auf die Fahnen schrieben. Ob nun mit diesem Vorgehen die erklärten Ziele erreicht wurden, wage ich zu bezweifeln, denn: „Gleichberechtigung und weibliche Emanzipation können doch nicht daraus bestehen, dass wir das weibliche Prinzip — die polaren Eigenschaften, die man dem Weiblichen zuordnen kann — einfach abschalten, verleugnen, verdrängen, vergessen und verunglimpfen, …. Alle Menschen vereinen alle Facetten in sich, und sie dürfen sie leben. Die Wiederentdeckung der weiblichen Kraft in Frau und Mann versöhnt die Geschlechter. Ohne sie ist ein Frieden in der Welt nicht möglich.“

Quelle: Rubikon: „Die falsche Emanzipation“

Indem die Frauen versuchen die „besseren Männer“ zu sein, verlieren sie den Kampf gegen sich selbst. „Das Frausein ist etwas Wunderbares und zutiefst Kraftvolles – auf seine eigene Art. Es steht auf der gleichen Ebene wie das Mannsein. Eine innere Veränderung, der immer eine Veränderung im Außen folgt, ist das Wahrnehmen und die Selbsterlaubnis, das eigene, vollständige weibliche und männliche Prinzip zu leben.“

Natürlich ist die Gleichberechtigung heute viel fortgeschrittener wie damals. Dennoch sollte es einen kritischen Blick zulassen, vor allem angesichts des in diesem Blog immer wieder gestellten Themas sich zu fragen, welche Aufgabe Schaufensterfiguren in Bezug auf ihre Botschaft an unser Konsumverhalten besassen und darüber hinaus, welchen Einfluss nahmen sie auf unser Unterbewusstsein, in dem Samen von Ideen und Idealen gepflanzt und gesetzt wurden, die weitreichende kulturhistorische Entwicklungen nach sich zogen. Mannequins sind immer ein Spiegel ihrer Epoche und geben einen Zeitgeist ihres industrialisierten Umfeldes wider. Ich glaube den Wandel, vom Frauenbild des bis Ende der 70er-Jahre allgemein in der Gesellschaft geltenden „schwachen Geschlechts“ im Wunsch zum unabhängigen und selbst bestimmten, weiblichen Wesen, in den Figuren von Adel Rootstein in der Serie „Body Gossip“ erkennen zu können, weshalb sie für mich gesehen ein Zeitdokument darstellen. Schon Chanell’s offensive, provokative Haltung in beiden sitzenden Posen (X08 und X09) finde ich beachtenswert!

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Consultingfirmen raten dringend davon ab, bei Bewerbungsgesprächen, oder Versuchen in einem Gespräch mit dem Vorgesetzten mehr Lohn zu erwirken, solche, oder ähnliche Körperhaltungen einzunehmen, wie Chanell (besonders in den sitzenden Positionen), da das fordernde Signal auf Ablehnung stossen könnte.

cvk_Consulting_Körpersprache (Sitzposition rechts oben in der Grafik)

Die X04 (Chanell) im Goldkleid, mit langen, blonden Haaren von „frauenzimmer1409“ ist aus meiner Sicht die bisher schönste Figur mit dieser Seriennummer (Bild unten).

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eBay: Adel Rootstein, „Body Gossip“ Nr. X04

Ein Mannequinhändler aus Holland besitzt eine etwas angeschlagene Chanell, „Body Gossip“, X09 (Bild unten):

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flickr, etelagenpoppenhuis.nl, Rootstein, „Body Gossip“, Chanell, X09

Dieser Sammler (Bild unten) besitzt auch eine X09. Mit schwarzen Lackstiefeln und in schwarzem Leder gekleidet mit Peitsche und ernster Miene, sieht die Chanell – trotz dem Ohrensessel mit Blumenmuster und Teddybär – ziemlich fordernd aus. Die sagt, wo’s lang geht, denke ich ;-).

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Schau-ein-fenster, Preusse1, Rootstein, „Body Gossip“, Chanell, X09 (bis „Chanel“ scrollen)

 

 

Verschmitzt lächelndes Mannequin von der Firma Figuren_Jung mit der Nummer SX 24 / SY 24

Ein winziges Inserat erregte meine Aufmerksamkeit. Durch die komplett unscharfen Handybilder der Anbieterin konnte ich kaum erkennen, um welches Mannequin es sich handeln könnte und sich ein Interesse lohnen würde. Das verschmitzt lachende Gesicht gefiel mir doch sehr gut. Ich nahm Kontakt mit der Verkäuferin auf, worauf sie mir weitere Bilder per Smartphone schickte. Anhand der besonderen Schulterkupplung, war mir schnell klar, dass es eine Schaufensterpuppe von Figuren_Jung sein müsste. Auch dieses lachende Gesicht, mit den schmalen Lippen und den sichtbaren Zähnen, waren für mich zweifelsfreie Indizien an eine Jung Figur zu denken. Doch der Preis war zu hoch, die Arme waren falsch, der Weg zur Abholung war ziemlich weit…. Ich schwankte. Doch die Preisverhandlungen verliefen gut, dieses schöne Lachen ging mir nicht mehr aus dem Kopf und ich beruhigte mich in dem Gedanken, ich würde eines Tages einmal die richtigen Arme für die Dame finden; wusste ich ja bereits, dass die Kupplung an der Schulter kreisrund ist und serienübergreifend kompatibel zu allen Armen jener Epoche vom Hersteller Figuren_Jung. Ich fuhr an die Windgfällstrasse im Südschwarzwald, wo nur rd. 200 Meter vom Haus entfernt noch verwüstete Waldgebiete vom Tornado von 2015 zu sehen waren und kaufte die Puppe: eine Jung Figur mit der Nummer SX 24 / SY 24 (links am oberen Gesässrand gestanzt). Im Sommer 2019 könnte ich günstig einige z.T. defekte Schaufensterpuppen ankaufen, bei denen auch Jung-Figuren dabei waren. Von einem dieser Mannequins erhielt meine Lachende zwei passgenaue Arme, in der selben Farbabstimmung, mit den Nummern SZ 16 (links) und SZ 53 (rechts).. Nun ist sie endlich komplett!

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Lächelndes Mannequin von Figuren_Jung mit der Seriennummer SX 24.

Mir ist bisher nicht bekannt, dass ausser Sergej (Serge O. in Moskau / Russland) und ich, jemand eine solche Figur mit der Seriennummer SX 24 besitzt. Sie ist aussergewöhnlich und selten; in der restaurierten Version weltweit ein Unikat.

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Sergej (Serge O.) in Russland hat seine Jung-Figur mit der Nummer SX 24 komplett restauriert (Make-over).

flickr, Serge O. _ Kyoya / Jung-Figuren _ Lachende

„Gorgeous face .. You are very gifted ..“ schrieb ein Sammler auf flickr.

 

„Victoria“ von Adel Rootstein aus der Serie „Body Gossip“ mit der Nummer X11

Victoria ist eine der sechs Frauen, die bei Adel Rootstein für die Serie „Body Gossip“ Modell gestanden sind. Die Serie umfasst insgesamt 12 Figuren. Unter folgendem Link können die Informationen zur gesamten Gruppe angesehen werden, sowie die Katalogseiten, mit den Bildern aus der Epoche Ende 70er-, anfangs 80er-Jahre.

Rootstein-Katalog „Body Gossip“ und Sam Curtis X12

Auf der letzten Katalogseite werden zur dieser Kollektion einige Erklärungen abgegeben. Hier ein Auszug: es sei „eine Kollektion, dessen Körpersprache durch…. schlanke, sinnliche Formen, selbstsicher, selbstbewusst, bestimmt und körperbetont ist.“

Victoria gibt es in zwei verschiedenen Posen, mit den Nummern X10 und X11. In einem separaten Beitrag (auch mit eigenen Bildern) ist die X10 behandelt:

Blogbeitrag: „Victoria“ von Rootstein mit der Nummer X10

In der zweiten Stellung hat Victoria den linken Arm ausgestreckt und den rechten Arm angewinkelt, mit der geschlossenen Faust in die Taille gestützt. Die linke Hand neigt sich bei der Seriennummer X11 nach unten (siehe Bild):

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Victoria von Adel Rootstein, aus der Serie „Body Gossip“, mit der Nummer X11 (Hand unten).

Zum Vergleich: bei der Seriennummer X01 ist die linke Hand nach oben angewinkelt und beim näheren Hinsehen, erkennt man auch etwas andere Gesichtszüge. Der ganze Ausdruck in der sehr selbstbewussten Haltung bleibt derselbe. Es handelt sich da um das Mannequin Chanell.

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Chanell von Adel Rootstein aus der Serie „Body Gossip“ mit der Nummer X01 (Hand nach oben gestreckt; ansonsten dieselbe Haltung wie X11.

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Diese Victoria X11 mit Po-Dorn (die Haltestange reicht von der Standplatte hinauf bis zum Gesäss), ist derzeit beim bekannten Mannequinsammler in den USA „Mannequin-Madness“ zum Verkauf ausgeschrieben (für satte $ 470.-! – aber in Amerika sind die Preise massiv höher als hier…)

Victoria von Adel Rootstein, Nr. X11 bei „mannequin madness“ in den USA

Sie steht hier (Foto unten) links neben einer zweiten Victoria X11 (sieht man an beiden Schulterstellungen), die aber falsche Arme hat (die komisch abstehen…)

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Noch fataler, die in unten aufgeführten Buch (mit Link) publizierten Victoria X11…., die eigentlich gar keine ist! Vermutlich weist nur gerade der linke Arm die Bezeichnung X11 auf der Innenseite der Schulterkupplung auf (gestreckter Arm, mit Hand nach unten). Der Rest stammt von anderen Figuren (siehe „Fashion in the 1970s“ von Daniel Milford-Cottam).

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Fachbuch „Fashion in the 1970s“ mit Abb von einer unvollständigen Victoria X11

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Gemäss Bildlegende handelt es sich bei dieser Figur um eine Adel Rootstein, Victoria. Doch die Teile sind anders als im Katalog…., also falsch (ausser der linke Arm).

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Dieses Ensemble von Patti Searle, inklusive eines Adel Rootstein Mannequins, wird in der Ausstellung „British Fashion for Winter 1979“ im Victoria and Albert Museum gezeigt. Von der Schaufensterpuppe (Victoria X11) ist gerade einmal der linke Arm original…..

Durch ihren ausgestreckten Arm ist schon angezeigt, dass Victoria X11 wenn möglich, wie auf diesem Bild in einem Rootstein-Showroom, nicht alleine, sondern mit anderen Kolleginnen eine Gruppe bildet (Link z.Z. nicht verfügbar), wo sie auch eine andere Schulter zum aufstützen findet. Links Kim Harris…

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Victoria von Adel Rootstein, aus der Serie „Body Gossip“ mit der Nummer X11 – komplett und vollständig, mit allen Originalteilen und in einem guten Zustand!)

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Dieser Beitrag wird bei Gelegenheit noch vervollständigt und ergänzt….

 

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Die Serie „International“ von Hindsgaul mit den Nummern 8701-8723 von 1978

„Nomen est omen“ ( dt. „Der Name ist Programm“) würden die alten Römer sagen, denn 1978 lancierte die Firma Hindsgaul mit der brandneuen Serie „International“ einen Hit und die Mannequins verkauften sich international sehr gut. Wenn auch über 40 Jahre alt, tauchen diese Schaufensterfiguren auf dem Markt immer wieder auf und werden von den Sammlern schon beachtet, aber zu Niedrigstpreisen gehandelt. Selten sind sie auch in einem guten Zustand, was den Wert massiv senkt und nicht jeder findet gefallen an ihr. Das mag zum Einen daran liegen, dass verschiedene Attribute nicht schön genug sind und zum Anderen besteht das Kriterium der Vollständigkeit der Originalteile. D.h. wie bei vielen Serien aus dieser Zeit sind die Schulterkupplungen kreisrund und die Arme untereinander kompatibel. Vor allem bei grossen Warenhäusern wurden wahllos Teile ausgetauscht. Für manche Sammlerin und Sammler ist es daher wichtig die Teile zu besitzen, die wie im Originalkatalog zur Figur passen und es werden Figuren priorisiert (wie mir auffiel), die diesen sinnlichen, halb offenen Mund mit den weissen Zähnchen aufweisen, wie zum Beispiel die Figur 8703. Im untenstehenden Katalogbild sieht man die 8703 mit dem Kopf geradeaus schauend und mit den Augen ein wenig nach rechts blickend, mit beiden Armen angewinkelt und mit den Händen in die Hüften gestützt.

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Ich kaufte meine „International“ von Hindsgaul mit der Nummer 8703 im Emmental auf einem Bauernhof. Sie wurde lange in einem Hühnerstall gelagert, entsprechend war ihr Geruch ein wenig streng. Gerüche in der Nutztierhaltung sind normal, doch bei einer Schaufensterpuppe doch eher störend, weshalb sie bei mir zuhause gleich abgeduscht wurde und im Keller vorübergehend in Quarantaine kam. Bei der Hüfte mussten noch Klebebandreste entfernt werden, was ziemlich aufwändig war. Aber bei einem Preis von CHF 20.- mit Standplatte kann man da nicht meckern.

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Etwas später kam dann noch eine komplett restaurierte Hindsgaul „International“ hinzu (mit der Nummer 8703, od. 8710), die ich an Weihnachten 2018 als Wald-/Baumfee stylte.

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Ebenso schön ist die Figur mit der Seriennummer 8718, die der Sammlerkollege Massimo besitzt (Katalogbild, rechts. Blick nach rechts).

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flickr, Massimo, „Blondie“, Hindsgaul International 8718

Hindsgaul Fanseite – Serien Historie

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mercedes mit der Seriennummer MAN D4 von Adel Rootstein aus den 80er-Jahren

Es handelt sich für einmal nicht um eine der vierrädrigen Edelkarossen aus Deutschland, mit dem wohlklingenden Namen „Mercedes“ von Karl Benz, sondern um ein Mannequin aus der führenden Manufaktur aus England, Adel Rootstein. Schon längst ist diese Figur vergriffen und nur noch über einen Händler von Vintage-Schaufensterpuppen erhältlich – und ich vermute, dass da auch in irgend welchen Dachböden, oder Kellern wohl keine „Mercedes“ mehr verstaubt vor sich hinvegetieren und entdeckt werden wollen. Diese Serie stammt meines Wissens aus den frühen 80er-Jahren und ist sehr selten, womöglich weil der etwas strenge Gesichtsausdruck nicht unbedingt ein breites Publikum ansprach.

Der russische Sammler Serge O. meinte in einem Kommentar zu dem untenstehenden Foto: „The dog is really similar to the mistress :)) especially in a profile!“ („Der Hund sieht der Dame ziemlich ähnlich :)) speziell im Profil!“)

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flickr, Serge O. Adel Rootstein, Mercedes mit Hund

Was natürlich witzig gemeint ist, wenn auch wenig schmeichelhaft klingt, relativiert ein anderer Sammler wieder: „Wonderful combination!“ („Wundervolle Kombination!“). Es handelt sich hier um „Mercedes“ von Adel Rootstein, die es in mehreren Posen gab, ich aber leider keinen Katalog besitze, um zweifelsfrei auch die Seriennummer hier nennen zu können.

Tief liegende, mandelförmige Augen, hohe Wangenknochen, spitzes Kinn und eine sehr markante Nase sind ihr Markenzeichen. „Mercedes“, wie unten auf dem Foto von James in England, ist unverwechselbar.

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flickr, James @studio136, Adel Rootstein, Mercedes

Mir persönlich gefällt „Mercedes“ in der Version mit leicht geöffnetem Mund am besten. Es gelang mir eine MAN D4 von einem Bekannten von Ralf Bischoff anzukaufen, die er meines Wissens zu Lebzeiten auch selber restauriert und geschminkt hatte, was durch sie mich an ihn erinnert. Das Makeup ist markant, genau so wie ihr Gesichtsausdruck.

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Ganz selbstverständlich trägt sie schlichte Haute Couture, mit Sommerhut und lächelt mit dunklen, knallig-roten Lippen einem zu, etwas lasziv leicht die Zähne zeigend.

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Vorübergehend trägt meine „Mercedes“ ein schwarzes Cocktailkleid, was sehr gut zu ihr passt, wie ich finde.

 

Annie aus der Serie „Girl Thing“ von Adel Rootstein mit der Nummer AR01, in drei Varianten

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flickr Jim J. Annie, Rootstein, Girl Thing, AR 01 B

Schon Jahre bevor dieses Bild einer Annie von Adel Rootstein im Internet zu sehen war, kannte ich die Serie „Girl Thing“ und war von ihr begeistert. Doch als ich diese Annie von Jim entdeckte, haute es mich fast vom Hocker. David von dashndazzle in den USA hat sie komplett restauriert; ein wahrer Künstler!

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Annie von Adel Rootstein gibt es auch in einer komplett restaurierten Version von Dashndazzle. Makeup von David Costa (USA).

flickr, dashndazzle, Annie, Adel Rootstein

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Ob mit Stirnfransen, Seitenscheitel, blonden, oder roten Haaren: Annie kann man in sehr unterschiedlichen Arten stylen – und sie sieht immer toll aus! Sogar in einem Dirndl!

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Annie mit feschem Dirndl am Münchner Oktoberfest

flickr, Jim J., Annie, Rootstein, Dirndl, Oktoberfest

Die Annie gibt es in drei verschiedenen Posen, wobei der Unterschied minim und nur auf den linken Arm beschränkt ist. Bei der Seriennummer AR01 ist der Arm am Torso anliegend und die Hand auf den Oberschenkel gestützt, während bei der AR01 A + B die Arme vom Körper abstehen und zwei verschiedene Handhaltungen erkennbar sind.

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Meine Annie AR01 B aus einem Dekorationsgeschäft, welches schliessen musste, hat leichte Lackschäden, leider auch an der Lippe. Dafür kostete sie mit der Standplatte (Wadendorn) zusammen nur rd. EUR 40.-. Da kann man wirklich nicht meckern. Sie besitzt die Originalkolorierung von Adel Rootstein im Hauttyp „Scandinavian“ und auch das Original-Makeup, welches oft von Sammlern modifiziert wurde, um dem Gesicht einen leicht markanteren, stärkeren Ausdruck zu verleihen.

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Sie besitzt für mich einen ganz persönlichen, speziellen Wert, denn sie war eine der am Ende der Verkaufsaktion in einem Dekorationsgeschäft noch verbliebenen Mannequins und bei ihr war eine falsche, rechte Hand irrtümlicherweise montiert worden. Von über 170 Figuren war sie noch eine der rd. zwölf übrig gebliebenen Schaufensterpuppen. Die anderen waren alle weg. Ich hatte damals bereits einige Rootstein, Hindsgaul, New John Nissen und Bonami angekauft. Als Rest verblieben etwa 5 Rootsteinfiguren, davon zwei Sile MG3’s und die Annie mit falscher Hand….. Ich kaufte eine von diesen Sile’s, bat die Verkäuferin darum, in einem etwas von diesem Geschäft entfernten Holzschuppen nach der Originalhand zu suchen. Die blickte mich nur etwas verwirrt an: „Originalhand?“. Aufgrund des Katalogbildes wusste ich, wie sie auszusehen hatte, befürchtete aber diese kaum mehr in diesem staubigen Aussenlager aufzufinden. Dort standen mal über 150 Figuren, die zum Teil mit falschen Teilen an- und entsprechend fehlerhaft ausgeliefert wurden. Meine Face line (Rootstein) von dort hat auch zwei „falsche“ Arme. Nun gab es dort noch drei Schaufensterpuppen von Rootstein, wobei zwei komplett defekt waren und bei der dritten Figur Teile fehlten…..; am Handgelenk rechts aber fiel mir eine Hand unmittelbar auf, welche mir bekannt vorkam, diejenige von Annie 01 B. Ich ging mit dieser Hand zum Laden zurück, tauschte an der Annie die rechte Hand und so war es wie ein kleines Wunder, dass doch noch sämtliche Originalteile zueinander gefunden hatten. Dieses Jahr kam nun noch eine Annie 01 B dazu, diejenige von Ralf Bischoff, wie man unschwer am wunderschönen, selbstgemachten Makeup von ihm sofort erkennen kann. Auch die Kolorierung der Brustwarzen gehörte bei ihm zum sog. „Makeover“, zur sanften Restaurierung. Eine gute Bekannte hatte Geburtstag; nun steht sie dort und ist inzwischen auch gestylt worden (Fotos folgen).

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Sam Curtis von der Serie „Body Gossip“ mit der Nummer X12, des Herstellers Adel Rootstein

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Auf dem Foto ist ein Bildhauer aus dem Hause Rootstein zu sehen, dem gerade eine Frau Modell steht. Originalgetreu wird aus Lehm das Gesicht nachmodelliert.

Die Adel Rootstein-Serie „Body Gossip“ von 1980, besteht aus 12 Figuren, die 6 Personen verkörpern: Chanell, Kim Harris, Jonny, Joan Colins, Victoria und Sam Curtis.

Den Seriennummern zugeordnet (vgl. Katalogbilder unten) ergibt sich folgende Liste:

X01: Chanell / X02: Kim Harris / X03: Kim Harris / X04: Chanell / X05: Jonny / X06: Joan Collins / X07: Joan Collins / X08: Chanell (sitzend) / X09: Chanell (sitzend) / X10: Victoria / X11: Victoria / X12: Sam Curtis

 

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Die Gestik und Mimik umfasst einen Teil der Körpersprache. Mit ihr werden Botschaften vermittelt, die nicht in Worte gefasst sind, manchmal auch nicht durch sie ausgedrückt werden können. Durch die äussere Haltung, signalisieren wir eine innere Einstellung. Anfangs der 80er-Jahre fand diesbezüglich eine Wandlung statt, durch welche Frauen zu mehr Selbstbewusstsein und Eigenständigkeit aufgerufen wurden; von Frauen und auch von Männern, im Sinne der Gleichberechtigung. „Emanzipation und Gleichberechtigung der Frau bedeutet, dass die Frau in der Gesellschaft endlich die gleichen Chancen für die zwanglose Entfaltung ihrer Persönlichkeit erhält, wie die Männer (s. Link Ars Femina).“

Ars Femina. Die Frau: „Das sogenannte schwache Geschlecht“

Das damals noch häufig so genannte „schwache Geschlecht“, damit war die Frau ganz generell gemeint, stand häufig gesellschaftlich und politisch im Schatten der Männer. Sie traten in ihren Bedürfnissen zurück und fühlten sich so unterdrückt. Doch es regte sich Widerstand. Die „Body Gossip“-Serie von Adel Rootstein verkörpert diesen Anspruch auf Selbstverwirklichung in den verschiedenen Posen, aus welchen mit der Körpersprache, in einer herausfordernden, selbstsicheren Haltung auch Unabhängigkeit geäussert wird. Der Werbetext auf der letzten Seite des „Body Gossip“-Katalogs erteilt über die Absichten von Adel Rootstein genauer Auskunft, mit welchem Konzept diese Kollektion entwickelt wurde (s. Bild am Anfang des Beitrags und meine Übersetzung unten):

Es ist „eine Kollektion, dessen Körpersprache durch lange, dünne Linien, und schlanke, sinnliche Formen, selbstsicher, selbstbewusst, bestimmt und körperbetont ist.“

So heisst es weiter unten im Text: „Sie gruppieren sich neu, zu einer herausfordernden weiblichen Haltung; dem nicht attraktiv sein zu trotzen…. von ihnen angezogen, was sie tragen und wie sie es tragen.“

Suggeriert wird Eigenständigkeit, aber gleichzeitig ein Zusammengehörigkeitsgefühl: „Selbst in ihrer Gemeinschaft, sind sie voneinander unabhängig, ihrer selbst bewusst, fast schon narzisstisch veranlagt… Sie haben Kontakt zueinander, berühren sich, harmonieren… es gibt etwas, was sie (untereinander) wissen…“

Es soll ja auch in aller Munde sein, durch Klatsch und Tratsch verbreitet (deshalb der Begriff „Gossip“ = dt. „Tratsch“): „Ein kleiner Skandal, eine kleine Bosheit….“

Nicht ohne Grund wurde die mit dem Golden-Globe Filmpreis ausgezeichnete Joan Collins modelliert und in die „Body Gossip“ Mannequin-Kollektion aufgenommen. In der Serie „Denver Clan“ verkörperte sie eine rachsüchtige Intrigantin.

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Joan Collins (80er-Jahre)

Scala Regia: Joan Collins

Wenn man jemanden als „Gossip“ (Substantiv) beschreibt, meint man einen Menschen, der es liebt über die privaten Dinge (Affären) anderer Personen zu sprechen.

Collins Dictionary: Gossip

Im oben erwähnten Werbetext von Adel Rootstein heisst es am Schluss: „Heutigen Frauen gefällt eine Sprache, die bereits sein Jahrhunderten bekannt ist.“ 

Die „Klatschtanten“ erlebten ein Revival und viele TV-Serien, wie „Friends“ oder „Gossip girl“ erfreuten sich grosser Beliebtheit. Es gibt sogar ein Ranking der beliebtesten Zitate aus der „Gossip girl“-Serie (ab 2007) – wobei wir wieder beim Kernpunkt der Thematik um die wunderschönen Mannequins angelangt sind: „Mode ist die mächtigste Kunst. Es ist Bewegung, Design und Architektur in einem. Es zeigt der Welt, wer wir sind und wer wir sein möchten.“ 

Lieblingszitate aus der Serie „Gossip girl“

Neben Joan Collins, Victoria, Chanell und Kim Harris gehört noch eine weitere, attraktive Frau zur „Body Gossip“-Serie von Adel Rootstein: Sam Curtis. Die Figur X12 mit der speziellen Pose und der Stellung des linken Armes, so als würde sie sich mit dem Ellenbogen auf die Schulter eines anderen Mannequins stützen, ist eine Seltenheit.

flickr, Philip Porter, Rootstein-Katalog, Body Gossip, Sam Curtis X12

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Ein User auf flickr schrieb sogar: „Ich würde meinen rechten Arm dafür geben, wenn ich eine vollständige, komplette X12 bekäme. Ich liebe diese Stellung so sehr!“

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Ganz toll gemacht: Styling von Sam Curtis aus der Serie „Body Gossip“ von Adel Rootstein, Nr. X12

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instazu, Rootstein, Body Gossip, Sam Curtis X12

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flickr, Chase Connery, Rootstein Mannequin, „Body Gossip“, Sam Curtis X12

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Sam Curtis komplett restauriert (nur Torso) von Dash-n-dazzle in den USA

flickr, dashndazzle, Rootstein, „Body Gossip“, Sam Curtis X12 (Portrait, nur Torso)

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Hier im Zwischenlager wartete meine neu in meine Sammlung aufgenommene Sam Curtis auf die Reinigung und das spätere Styling von mir.

Inzwischen ist sie geputzt, sowie neu gestylt und hat schon eine Freundin gefunden, an dessen Schulter sie sich anlehnen darf:

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