Das Model Alison Fitzpatrick aus der Mannequinserie „Barbelle“ von Adel Rootstein mit der Nr. BB09

„I love Alison’s pouty face :)“ kommentierte ein Sammlerkollege das auf flickr gepostete Bild der Alison Fitzpatrick von Adel Rootstein mit der Nummer BB09. Ob man nun die besondere Mimik von ihr als „Schmollgesicht“ interpretieren darf, sei dahingestellt. Die halb gesenkten Augenlider, sowie der etwas strenge Zug in beiden Mundwinkeln und das seitlich blickende, erhobene Haupt assoziieren bei mir eher die Begriffe „Stolz und Selbstbewusstsein“, was natürlich auch als arrogant und abweisend angesehen werden kann. So schickt der selbe Sammlerkollege noch einen ergänzenden Kommentar hinzu, in dem er schreibt, sie sehe „snooty“ (dt. „hochnäsig“) aus.

flickr, Danny Letton, Alison BB09; siehe Kommentare von Tim

Als ich dieses Mannequin das erste Mal sah, dachte ich im ersten Augenblick schon auch daran, sie könnte mir zu arrogant wirken. Dann aber entdeckte ich eine Interpretation von Hasan (SanVision), bei der er die Alison BB09 als spanische Flamencotänzerin stylte und es ihm so gelang, aus ihrer würdevollen Haltung, die unbeschreibliche Anmut aus ihr herauszuschälen. Die Bewegungen dieses Tanzes wirken manieriert. Aber dieser lebt von der darin dargestellten Leidenschaft, vom Pathos, von einer gewissen Theatralik, die in der Gestik und Mimik Ausdruck findet.

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Rootstein – Webseite, Hall of Fame, Alison Fitzpatrick

Auf der Webseite von Adel Rootstein, finden man einen Link unter dem Titel „Hall of Fame“, mit diversen Bildern zu den berühmten Models, die Rootstein als Mannequins anfertigte (im Untermenü auf der Webseite etwas nach unten scrollen). Dort sind auch die echte Alison Fitzpatrick und die Schaufensterfigur BB09 als ihr Double zusammen abgebildet, wobei Erstere (links) verschmitzt lächelnd sich über ihr Kunstharz-Pendent ein wenig lustig zu machen scheint, so als wollte sie sagen: „Schaut her, ich bin nicht so ernst und ‚hochnäsig‘ wie meine Doppelgängerin“. 

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„Shaping the 90’s“ heisst das Motto zu dieser Serie mit dem Titel „Barbelles“, die anfangs der 90er-Jahre von Rootstein herausgebracht wurde und in welcher der Zeitgeist gegen das Ende des zweiten Jahrtausends nach Christus vermittelt werden sollte. Die im letzten Jahrzehnt vor dem dritten Jahrtausends sich ausbreitende Emanzipation der Frauen, in dessen Zusammenhang u.a. auch eine Unabhängigkeitserklärung einher ging, worin die Befreiung aus gewissen gesellschaftlichen Zwängen und konventionellen Vorstellungen verstanden wurde, war prägend für diese Zeit. Was sich bereits einige Jahrzehnte zuvor entwickelte, stand nun in voller Blüte und der Blick der BB09-Figur scheint zu sagen: „Ich bin unabhängig und glücklich, auch ohne Mann.“ Aber die links von ihr stehende, echte Alison lächelt diesen falschen Eindruck freundlich und selbstbewusst weg… (Bild oben).  Die BB09 ist ebi Rootstein immer noch erhältlich:

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Adel Rootstein (Webseite), Alison Fitzpatrick, Serie Barbelles, BB09

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Alison Fitzpatrick wurde 1991 eine besondere Ehre zuteil: nur berühmten und speziell ausgewählten Fotomodellen ist es vorbehalten für den ehrenwerten „Pirelli-Kalender“ vor der Kamera zu stehen. Sie schaffte es gleich als „Marianne“ auf das Frontblatt (Bild unten), mit französischer Tricolore und Gewehr in den Händen, jene Kämpferin auf dem berühmten Bild von Eugene Delacroix (1830) verkörpernd.

https://www.tutti.ch/de/vi/zuerich/sammeln/pirelli-kalender/18253470

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„Die Freiheit führt das Volk“ heisst der Titel des Gemäldes, das im Louvres Museum in Paris hängt und ein Sinnbild für die Revolution von 1798 und dessen Wiederherstellung 1830 ist.

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Wikipedia: Bild „Die Freiheit führt das Volk“ (1830), Eugene Delacroix

Das Kleid ist im Bereich des Oberkörpers zerrissen, wonach der blanke Busen sichtbar wird. Marianne hebt die Fahne und scheint den Mitstreitern und Kämpfer hinter ihr ein Signal zum Angriff zu geben. Schon als kleiner Junge, als wir im Geschichtsunterricht die französische Revolution behandelten, war mir ein Rätsel, weshalb diese anmutige Frau oben ohne abgebildet ist. Ist beim Heben des Armes das Kleid zerrissen? Wir wissen es nicht; es bleiben nur Vermutungen, Lösungen des Rätsels, die im metaphorischen Sinn eher verständlich werden. Befreiung, Entschlossenheit – Freiheit. So wird vermutet, dass der Maler Delacroix von einem Gedicht zu dieser Figur inspiriert wurde, in dem die Freiheit als „ein kraftvoll Weib mit mächtigen Brüsten,/ mit rauer Stimme und derben Reizen“ bezeichnet wird (siehe Wikipedia).

Mir scheint die Nähe zur mythischen Gestalt der griechischen Amazone, die auf antiken Vasen auch oben ohne abgebildet wurde, plausibler. Dahin geht meine Vermutung, weil oft starke Frauen und Kriegerinnen erotisch dargestellt werden.

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„Nicht nur die Schönheit der Frau, sondern auch ihre heroischen Eigenschaften und ihren Mut sollte der Pirelli-Kalender des Jahrgangs 1991 abbilden. Für weibliche Helden halten die Geschichtsbücher genügend Beispiele parat.“

Artikel in „Auto Motor & Sport“, 06.11.2009, zum Thema „Frauenhelden der Geschichte“ im Pirelli Kalender 1991

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Alison von Adel Rootstein, die BB09, besitzt doch genau diesen kraftvollen Ausdruck in ihrer Mimik und in ihrer Haltung. Sie verkörpert Unerschütterlichkeit, Standhaftigkeit, Entschlossenheit und heldenhaften Mut, gepaart mit weiblicher Anmut, Schönheit und zurückhaltender Erotik. Sie ist meiner Meinung nach eines der schönsten Mannequins, die es gibt. Diese BB09 im Bild oben und unten wurde von Hasan (SanVision) aufwändig restauriert und neu koloriert. Ganz toll gemacht!

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Nun gibt es von der Alison Fitzpatrick und Adel Rootstein’s BB09 eine Sonderanfertigung, die in einem aussergewöhnlichen Make-over, inkl. einer Brustvergrösserung,  von einem Freund hergestellt wurde. Hier steht sie noch beim Vorbesitzer….

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….. und hier steht sie umgestylt bei mir zuhause, neben meiner Hindsgaul Deauville. Dies soviel zum Thema „Pamela Anderson, Baywatch & Co.“. Sie ist unbeschreiblich schön und toll gemacht.

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Letztes Bild: Äusserst reizvolle Interpretation eines Sammlerkollegen…..

flickr, Dolls Village, Rootstein Alison BB09 und Roxanne BB11

….. Neben der Rootstein-Figur BB09 (Alison Fitzpatrick) steht links die BB11 (Roxanne). Beide sind in einem viktorianischen Stil eingekleidet worden. Er nennt sie „Victorian Queens“.

flickr, „Dolls village“, BB09 und BB11

 

 

Bergdorf Goodman’s Zauberwelten. Berluti und die Kunst des Weglassens.

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Bergdorf Goodman Schaufenster

Wenn es darum geht, hochwertige und entsprechend auch etwas kostspieligere Kleidung und Modeaccessoirs in New York einzukaufen, ist man bei Bergdorf Goodman in der 5th-Avenue an einer der nobelsten Adressen der Welt. Um die Weihnachtszeit werden jedes Jahr die Schaufenster mit aufwändigen Installationen ausgestattet, in denen Mannequins ebenfalls eine wichtige Rolle spielen. Regelrechte Traum- und Märchenwelten werden in den zur Verfügung stehenden, räumlich begrenzten Auslagen aufgebaut. Es glitzert und glänzt und sei typischerweise so opulent ausgestattet, dass sich die Augen fast nicht satt sehen können und man immer wieder etwas Neues entdecke, schreibt Anne auf ihrem Blog „Ritournelle“ (Link oben). Den äusserst kreativen Ideen sind kaum Grenzen gesetzt, wie das untere Bild mit den beiden Hirschen unter dem Thema „They’re alive carneval of the animals“. 

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Es ist die äusserst witzige und faszinierende Umsetzung der Erzählungen mit dem Titel  „Karneval der Tiere“. Ursprünglich schrieb Camille Saint-Saens (1886) die Musik, zu der später lustige Geschichten erfunden wurden.

Karneval der Tiere, Musik CD

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Viridia (flickr), Window scales

Wahrhaft bezaubernd, dieses Mannequin im Bergdorf Goodman Schaufenster, mit dem verträumten Blick und dem silbernen Paillettenkleid. Es könnte eine Rootsteinfigur sein.

Wer den umfangreichen und hochwertigen Bildband über die Schaufensterkunst von Bergdorf Goodman direkt bestellen möchte, liest den Hinweis, dass dieses Buch bereits vergriffen ist.

Das Buch „Windows at Bergdorf Goodman“ ist hier nicht mehr bestellbar

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Gemäss „Amazon“ gibt es aber noch drei Stück für je US$ 2’075.-.

Amazon: „Windows at Bergdorf Goodman“

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Berluti (Bergdorf Goodman Schaufenster) bei „Trends on your hands“

Als ich heute erstmals auf die Webseite „Trends on your hands“ kam, war ich hingerissen von dieser enormen Kreativität einiger Schaufensterdekorateure. Eine Installation stach mir besonders ins Auge, weil sie sehr plakativ gestaltet ist. Sie wirkt enorm surrealistisch mit dem Verzicht auf Perspektiven, wobei die Schatten des Podestes und des Eiffelturms die nötige Tiefe erzeugen. Ich finde diese Art der Kunst des Weglassens grandios, in der sogar das Mannequin fehlt, das die ausgestellte Kleidung tragen sollte. Nicht einmal eine abstrakte Figur, wie z.B. eine Schläppi-Bonaveri, wird eingesetzt. Es ist ein für Berluti bei Bergdorf Goodman kunstvoll gestaltetes Schaufenster.

Aber welcher Unsichtbare steckt denn in dieser Kleidung, welcher mit Pfeife und Hut so eigenartig nach vorne gebeugt auf einem Podest vor der Kulisse von Paris steht? Das ist genau der Punkt im Wesen der Kunst des Weglassens, wodurch unsere Phantasie dieses Leere ausfüllt und unser Geist durch unser Wissen zu assoziieren beginnt. „Aha!“ dachte ich sofort, als ich dieses Foto auf der Webseite anklickte, um es vergrössert betrachten zu können. „Hut, Pfeife, schräg…; das ist doch Jacques Tati im Film ‚Mon oncle‘, der steif und mit seinem Oberkörper vornübergebeugt durch den futuristischen Garten seines Onkels stakt.“ überlegte ich weiter, mich daran erinnernd, dass ich kürzlich ein rotes Filmplakat von „Mon oncle“ (aber mit anderen Sujets) im Wartzimmer einer Ärztin an der Wand sah. Das sind aber genau Tati’s Markenzeichen, die ich oben aufzählte und die mir sofort als erstes in den Sinn kamen.

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Poster „L’incroyable Tati“ (Der unglaubliche Tati)

Jacques Tati ist wirklich eine unglaublich beeindruckende Persönlichkeit und sein Film „Mon oncle“ ein überragendes, auch verstörendes cineastisches Meisterwerk, eine die Zukunft vorwegnehmende Vision in Bezug auf eine Technik, die mit der Zeit nicht mehr vom Menschen beherrschbar sein würde – was inzwischen Jahrzehnte später zu einer teilweise beängstigenden Realität geworden ist.

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Filmplakat von Pierre Etaix (1959)

Die oben bereits erwähnten Attribute „Hut, Pfeife und Körperhaltung“ sind so zu Tati’s Markenzeichen geworden, dass sogar ein Strichmännchen sofort verrät, wer damit gemeint ist, wie das Filmplakat von Pierre Etaix aus dem Jahre 1959 verdeutlichen soll.

Doch diese geniale Installation bei Bergdorf Goodman, im Schaufenster für Berluti Paris, evozierte neben den Begriffen für Tati und „Mon oncle“ in meinem Geist noch andere Bilder: „René Magritte! Natürlich der gesichtslose Mann mit Hut. Sehr surreal, aber nicht vergleichbar mit dem Ausdruck bei Salvador Dali, sondern eben typisch Magritte, mit seiner Kunst des Weglassens, die uns die Freiheit in unseren Gedanken lässt, das Fehlende im persönlichen Spektrum des Wissens und der Überzeugungen auszufüllen, um so der Kreativität viel Raum zu gewähren.“ Selbstverständlich besitze ich keinerlei Informationen über die Motive des Dekorateurs von Berluti’s Schaufenster bei Berghof Goodman. Die Übereinstimmung aber mit meinen Tati-Argumenten finde ich derart überzeugend, dass ich nicht an einen Zufall glauben kann. Auch ein Magritte-Einfluss ist ziemlich offensichtlich…..

 

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Auktionsverkauf eines René Magritte-Bildes, ohne Titel (unsichtbarer Mann mit Hut und Pfeife)

Es mag nun eine bewusst eingesetzte Allegorie sein, hinter welcher sich die eigentliche Aussage der Berluti Installation verbirgt. „Als sprachlicher oder künstlerischer Ausdruck ist eine Allegorie von vorneherein auf ihre Deutung hin konstruiert. Vom …. Betrachter erfordert die Allegorie einen Gedankensprung (Assoziation = eine bewusste oder unbewusste Verknüpfung von Gedanken) vom Gesagten oder bildlich Dargestellten zur gemeinten Bedeutung. Wenn der Betrachter nicht vertraut ist mit den geistigen oder historischen Zusammenhängen, aus denen die Allegorie heraus konstruiert wurde, bleibt ihm ihr Sinn oft verborgen.“ (Wikipedia „Allegorie“).

Wikipedia „Allegorie“

Wer den Film von Jacques Tati „Mon oncle“ kennt, wird mir möglicherweise zustimmen, wenn ich behaupte, dass Jacque Tati die typisch französische Nonchallence vertritt. Sie ist zwar auf verschiedene Arten begreifbar und reicht von Unbekümmertheit und lässig, bis zu einem Benehmen, über andere Menschen hinwegzugehen und nicht gerade sehr umgänglich zu sein. Doch diese „liebenswürdige Nachlässigkeit“, wie sie auch bezeichnet wird, hat durchaus Charme, vor allem wenn Tati den völlig  durchstrukturierte Onkel und Geschäftsmann damit manchmal zur Verzweiflung bringt.

 

 

Happy Birthday, Hindsgaul 6808! Mein neues Groupie ist 50 Jahre alt geworden!

Wenn man vom „Mannequins-Virus“ angesteckt ist, bedeutet „Freizeit“ jene Zeit, in der man zur „Entspannung“ im Internet surft. Surfen ist ja auch eine sportliche Betätigung ;-). Bei der Denkleistung werden ebenso Kalorien verbraucht, ähnlich wie beim Joggen im Wald. Nur dort verbrennen sie die Muskeln und man befreit den Kopf; und beim surfen im Internet entwickelt man Strategien, um an die wertvollen, teilweise versteckten, sehr schwer zugänglichen Informationen heran zu kommen. Das ist Arbeit, ganz besonders in einem Wissensgebiet, in welchem das Spektrum durch weitgehendst fehlende Literatur sehr eingeschränkt ist. Dieses Blog will ja diesem Mangel entgegenwirken.

In der Zwischenzeit habe ich gelernt, wie man sich in diesem riesigen Informationspool, welcher das Internet anbietet, zurecht findet, um Informationen über Mannequins zu erhalten. Selbst wenn man immer wieder bereits bekannten Bilderreihen begegnet. sind auf den „zweiten Blick“ Dinge zu entdecken, die beim „ersten Blick“ übersehen wurden.

So ging es mir mit diesem Schwarzweiss-Foto aus einer Broschüre von der Hindsgaul-Serie „Group2“ von 1968:

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flickr, Serge o., Hindsgaul Broschüre von 1968, Serie „Group2“

Die etwas zu geometrisch angeordneten Blüten am Boden mögen noch nicht an die wilde Zeit der 68er erinnern. „Flowerpower“ bedeutete „Ausbrechen aus den Konventionen von Erziehung und Alltag“. Doch auch diese aus heutiger Sicht „braven“ jungen Männer mit ihren Gitarren waren cool und „outlaws“, selbst mit Krawatte und in Bundfaltenhosen gekleidet, womit sich heute nicht einmal mehr Sonntagsschüler in die Kirche getrauen würden. Die Texte wurden provokanter, die Musik schräger. In den darauffolgenden Jahren kam Hard- und Metallrock auf und Alice Cooper u.a. schrieben Musikgeschichte.  Die Bärte und Haare der Musiker wurden länger und länger; die „gepuderte Nase“ bekam eine zusätzliche Funktion usw. Beim zweiten Blick sah ich auf dem Foto die Herrenfigur mit der Bierflasche in der rechten Hand und im Mund steckt tatsächlich eine Zigarette! Eine solche Broschüre wäre heute völlig undenkbar! Von den „braven“ Mädchen auf dem Bild, die damals artig und zufrieden lächelnd Zuhörerinnen verkörperten und sie nicht als Teil der Band verstanden werden sollten – soweit war die Gleichberechtigung noch nicht fortgeschritten -,  fiel mir die Kniende ganz rechts im Vordergrund der Annonce zur Ausstellung „Euroshop 1968“ besonders auf. Die Haltung ist speziell und das Gesicht wunderschön, mit diesen zarten Gesichtszügen und den treuherzigen Rehaugen. Hier eine Vergrösserung:

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Genau die wollte ich! Nur, wie kommt man zu einer solch tollen Figur, die nicht mehr als der Name des Herstellers und die Bezeichnung der Serie („Group2“) preisgibt, sowie die spezielle Haltung die Suche etwas einzuschränken vermag, denn kniende Mannequins sind sehr selten, im Gegensatz zu sitzenden, liegenden und vor allem stehenden Figuren.

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flickr, Serge o., Artikel „Rückblende“ bezüglich der EUROSHOP 1968 in Düsseldorf

Nach dieser Ausstellung „Euroshop 1968“ wurde eine kurze Rückblende veröffentlicht, in der es heisst: „Nicht nur wegen des grossen und bestechend schönen Mannequin-Angebots, sondern wegen der hervorragenden Aufmachung.“ sei der Hindsgaulstand von einigen EUROSHOP-Besuchern hoch gelobt worden. „Ganz in weiss gehalten waren Stand und Mannequins. Farbiges Licht und das Make-up der Mannequins betonten die Schönheit des Weiss.“ Diese Beschreibung fordert nun unsere Fantasie, weil lediglich dieses eine Bild des Hindsgaulstandes in Schwarz-Weiss aufzufinden ist.

Letzte Woche entdeckte ich dieses  einzige Handybild (siehe weiter unten) auf einer Verkaufsplattform und ich wusste sofort, mit 99,9%-iger Sicherheit, dass es die Kniende aus der „Group2“-Serie sein musste und kaufte sie sofort. Die eine Schulter hat einen Riss, überall sind Abplatzer und der eine Arm fehlt, während der vorhandene rechte Arm von einer anderen Figur stammt. Das war mir egal. Ich suchte seit Jahren diese Kniende von der Hindsgaul-„Group2“-Serie und hatte die Chance eine zu erwerben. Bei der Abholung in Zürich konnte ich sie dann zu 100% identifizieren

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Nun ist von der knienden Schaufensterfigur aus der „Group2“-Serie von Hindsgaul auch die Seriennummer erstmals bekannt, da in Archiven nichts mehr auffindbar ist. Es ist die Nr. 6808.

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Dieses typische Blau des Lidschattens, das man in den 60er-Jahren verwendete, kann bei der Identifikation einer Schaufensterfigur helfen. Dieses sog. „Smokey-eyes“-Make-up muss man sich also vorstellen, wenn in der zitierten Rückblende von der EUROSHOP 1968 „farbiges Licht und das Make-up“ erwähnt wird, welches das Weiss unterstützt habe. Es ist also zu 100% ein Original-Make-up, 50 Jahre alt und in einem guten Zustand. Die Puppe muss jetzt gereinigt werden, bekommt bei Gelegenheit ein Make-over und wird wieder in altem Glanz erstrahlen.

 

 

 

BB – Terry Minella setzt einer Ikone ein Denkmal. Ein von ihm angefertigtes Mannequin, als Ebenbild von Brigitte Bardot ist atemberaubend schön.

Ein 15-jähriges, brünettes Mädchen machte mit ihrer Mutter an einer Strandpromenade in Südfrankreich am Meer unbekümmert einen Spaziergang. Es ist Sommer 1950, als sie arglos an den vielen, ebenso promenierenden Menschen vorüber ging und vermutlich niemals daran dachte, dass sie in wenigen Augenblicken eine Begegnung mit einem Mann haben würde, der tiefer in ihr Leben nicht hätte eingreifen können. Sie wurde als Fotomodell entdeckt, zu Beginn einer beispiellosen Karriere, während der sie nicht nur eine berühmte Schauspielerin wurde, sondern zu einer Ikone einer ganzen Generation avancierte. Die Welt lag ihr zu Füssen. Sie war mindestens so prominent wie der Papst, oder Coca Cola. Zu diesem Olymp der grössten Persönlichkeiten auf unserem Globus gesellten sich danach nur noch wenige, ruhmreiche Menschen, so u.a. der Dalai Lama, Nelson Mandela und Michael Jackson, sowie Mutter Theresa.

Nachdem Mitte der 60er-Jahre das mich betreuende Kindermädchen aus England die Familie verliess und kündigte, stellte meine Mutter eine temperamentvolle Französin aus Besençon ein. Sie war genauso lieb wie ihre Vorgängerin, aber um ein Vielfaches unverkrampfter, woran ich rasch Gefallen fand und ich auf der Bettkante im kleinen Zimmerchen unter dem Dach unserer Villa sass, wo sie ihr winziges Reich hatte. Wir hörten gemeinsam am Transistorradio die Musik von Françoise Hardy und sie zeigte mir ihre zerknitterten Klatschhefte aus dem Bereich der Boulevardpresse, die viel bunter und spannender waren, als die täglich ins Haus flatternde Neue Zürcher Zeitung, die meine Eltern zur Erkundung von Politik und Wirtschaft als Lektüre besassen. Mir war mehr nach Bildern, nach knalligen Farben, schönen Fotos und hübschen Blondinen, die mir bereits im zarten Alter von 7 Jahren sofort auffielen. Durch mein Kindermädchen Danièlle, lernte ich schon früh die für viele Franzosen typische Nonchalence kennen, wodurch mir eine Welt geöffnet wurde, die mir sonst länger verwehrt geblieben wäre. Diese hübsche, quirlige, junge Frau liess mich teilhaben an einem der bedeutendsten gesellschaftlichen Veränderungen im vergangenen Jahrhundert, an dessen Umwälzung auch Brigitte Bardot in ihrer provokanten Art teilhatte und zu einem Sexsymbol der damaligen Welt wurde, die einem auf Titelseiten der französischen Regenbogenpresse entgegen lächelte. Sie war ein Männertraum – in meinem Fall ein Bubentraum – und sie wird oft als „die berühmteste Blondine der Mediengeschichte“ (Zitat Wikipedia, „Brigitte Bardot“) bezeichnet. Natürlich war ich als kleiner Junge in sie verliebt, aber auch in die schöne Sängerin Françoise Hardy.

Verwuschelte blonde Mähne, knappes, geknöpftes, blütenweisses Oberteil und dann die weissen, damals (anfangs der 70er-Jahre) gerade in Mode gekommenen Hot Pants.

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Brigitte Bardot mit Hot Pants

1956 spielte sie die Hauptrolle im Film „Und immer lockt das Weib“, die ihr auf den Leib geschrieben wurde. Sie war die Göttin der Verführung.

Der Westen (Artikel): „Sie war die Göttin der Verführung“ > Brigitte Bardot

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gofeminin, Brigitte Bardot Fanalbum

Das selbe Lächeln als 15-jährige Brunette in St. Tropez. Legendär ist vor allem ihr Schmollmund, der pure Sinnlichkeit verströmt.

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Brigitte Bardot mit hinreissendem Lächeln

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gofeminin Brigitte Bardot, Fanalbum Bild 191

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flickr, Brigitte Bardot von Terry Minella

Terry Minella hat vor wenigen Jahren eine atemberaubend schöne Schaufensterfigur als Ebenbild von Brigitte Bardot erschaffen. Es sind begnadete Künstler, die Mannequins in dieser hohen Qualität herstellen, dei weltweite Unikate darstellen. Ich lassen hier einmal die Bilder (unten) sprechen:

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flickr Terry Minella, Brigitte Bardot

flickriver, Terry Minella, Brigitte Bardot u.a.

Nun hat Sam Levin 1959 eine der sinnlichsten Fotoserien in einem Studio von Brigitte Bardon gemacht, die über sie je veröffentlicht wurden. Darin spielt ein Handtuch in der Farbe Altrosa dabei eine entscheidende Rolle, wieviel verführerische Nacktheit sie zeigt.

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In meinem Buch „Und immer lockt das Weib“ über Brigitte Bardot findet man Fotos von Bardot, die vermutlich in der selben Sitzung bei Sam Levin entstanden, nur sind sie in Schwarz-Weiss, „seitenverkehrt“ und retouchiert abgedruckt. Das Buch kaufte ich etwa 2010, oder 2011.

Im Sommer 1979 hatte ich in Paris auf der Treppe vor dem Sacre Coeur gestanden, als ich entschied zu Fuss ins vor mir liegende Quartier hinunter zu gehen und am Fusse des Hügels durch den Flohmarkt zu schlendern. Ich hielt bei einem Stand an, entdeckte ein Schwarzweiss-Foto von Brigitte Bardot und kaufte es für ein paar Franc. Natürlich hielt ich es für einen Druck. Erst ein paar Jahre später, nach Beendigung der Ausbildung als Mode- und Werbefotograf, nahm ich es wieder einmal hervor und bemerkte, dass es für einen gewöhnlichen Druck zu dickes Papier war. Unter der Lupe entdeckte ich ein ganz feines Korn und keinen Raster, wie bei einem Druck es sein würde. Auf der Rückseite des Papiers konnte man ganz schwach noch einen blauen Agfa-Stempel erkennen; d.h. dieses Foto ist eine Originalvergrösserung, die aus der Dunkelkammer über den Flohmarkt zu mir gefunden hatte!

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Im Bild oben rechts erkennt man das Foto von Brigitte Bardot im Studio, wie es im Buch abgedruckt ist. Links davon ist die echte Schwarzweiss-Vergrösserung vom selben Foto zu sehen, etwas kleiner, aber mit einem erstaunlich übereinstimmenden Kontrast. Der einzige Unterschied dieser beiden Aufnahmen besteht im linken, unteren Bildsektor, bei dem in der Originalvergrösserung aus Paris der hervorstehende Teil des Badetuchs noch sichtbar ist und auf dem Originalbild für die Publikation (rechts) weg retouchiert wurde.

Dieses Originalbild von Brigitte Bardot ist unverkäuflich!

 

 

 

 

Lidija aus der Serie „Girl Thing“, gibt es bei Adel Rootstein mit den Nummern AR02 und AR04

Man gewöhnt sich schnell an diese in Zentraleuropa eher unübliche Schreibweise dieses griechischen Vornamens: Lidija. So wird er eher in Russland, Lettland, in Tschechien und in der Balkanregion (Kroatien) geschrieben. Auch in der Aussprache macht man da einen kleinen Unterschied: „Lidija“ mit „i“ und der Betonung auf der zweiten Silbe und „Lydia“ bei uns mit „ü“ und meist mit der Betonung auf der ersten Silbe.

Namensstatistik zu „Lidija“

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586’335 Personen (IP-Adressen) haben dieses Bild seit 2014 angeklickt. Ganz sicher sind noch mehr Menschen auf sie aufmerksam geworden… und haben sich auf „imgur“ die Frage gestellt: „Wie heisst sie?, „Was macht sie?“, „Warum trägt sie ein Hochzeitskleid und keinen Ring am Finger?, „Wie fühlt sie sich? Ist sie traurig, deprimiert? Wurde sie von ihrem Bräutigam sitzen gelassen, oder wer ist Schuld an dieser Misère?“ „Vielleicht wartet sie ja nur – und wird doch noch abgeholt!“

„Kopf hoch, Mannequin! Es scheint, als würde dieser Tag der Beste Deines Lebens werden….“ titelte derjenige dieses Bild, welches er vor vier Jahren auf die Plattform im Internet postete und scheint den Ausgang des „Geschehens“ auf beide Seiten offenlassen zu wollen. Variante 1: Er ist weg. Variante 2: Er kommt noch. Der ironische Unterton zur Variante 1 ist wohl kaum zu übersehen. Nun, der Dekorateur dieses Schaufensters hat (bewusst oder nicht, das entzieht sich meiner Kenntnis) mit diesem Mannequin in einem Hochzeitskleid, durch die Wahl eines traurigen Gesichtsausdrucks den Spannungsbogen geschaffen, welche die Neugier der vorbeigehenden Menschen weckt; ohne viel Pomp und Klimbim, schlicht und anziehend.

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Die Lidija von Adel Rootstein ist für einen erfahrenen Sammler sofort und unschwer zu erkennen. Sie hat breite, grosse und sinnliche Lippen, ein eigentümliches Make-up und eine Körperhaltung, welche in Kombination mit der Armstellung, eine bedrückte, oder demütige Pose zeigt. Sie trägt die Nummer AR02 und gehört zur „Girl Things“-Serie.

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Diese Schaufensterfigur ist beim Hersteller Adel Rootstein immer noch verfügbar:

Link: Adel Rootstein, Serie „Girl Things“, Nr. AR02

„This is the face of a woman who woke up to a surprise period.“ heisst ein Kommentar zum „imgur“-Post. „Dies ist das Gesicht einer Frau, welche in einem sehr überraschenden Zeitpunkt aufgewacht ist.“ „Kopf hoch, Monica!“ schrieb ein anderer ermunternd; und schon löst ein Mannequin Emotionen aus. Es lohnt sich, diese zum Teil äusserst witzigen Kommentare anzusehen! „Ich glaube, sie ist (nur) hungrig.“ „Ihre Augen sagen ‚Nein‘, aber ihre Lippen sagen ‚guuurrrrlll!“ „Julia Roberts braucht etwas Sonne (bzw. Sonnenbräune).“ „Ein Mannequin in einem ewigen, existentiellen Dilemma.“

Sie wirkt nachdenklich, die AR02, aber wenn man diese Figur so kunstvoll stylt, wie die Anette, dann sieht die richtig toll aus!

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flickr, Anette: Adel Rootstein, Girl Thing, Lidija, AR02

Bei der zweiten Körperhaltung von Lidija ist der linke Arm gegen oben angewinkelt, zum Gesicht führend, und der Ellbogen ruht in der anderen Hand, des vor den Bauch im rechten Winkel zur Stütze gehaltenen Unterarm. Diese Figur trägt die Nummer AR04.

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Liebe Anette: was Du da hingezaubert hast ist atemberaubend schön!

flickr, Anette, Adel Rootstein Girl Thing, Lidija, AR04

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James in England hat seine Lidija in die Mitte von drei rothaarigen Powerfrauen gestellt; zurückhaltend, sexy, geheimnisvoll. Links von ihr eine Ira. Die Figur auf der rechten Seite kann ich nicht genau identifizieren.

flickr: james@studio136, Adel Rootstein, Girl Thing, Lidija, AR04

Aus Platzgründen habe ich meine Lidija AR04 verkauft.

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Alleine schon infolge des Abplatzers der Farbe am Po muss sie vollkommen neu coloriert und überarbeitet werden (Make-over). Dies wird möglicherweise die neue Besitzerin der Lidija in Auftrag geben.

 

 

 

 

 

 

 

 

„Ältere Schaufensterpuppe, jünger aussehend.“ Wunderbare Stilblüte in den Mannequin-Kleinanzeigen von eBay.

Sowohl in den Printmedien, als auch im Internet, begegnet man oft immer wieder irgend welchen „Stilblüten“, kleineren „Sprachunfällen“, wie sie u.a. auch genannt werden, die mehr oder weniger ungewollt komisch und witzig sind. In meinen älteren, archivierten Dokumenten fand ich heute eine, die ich – lieber Leser – Ihnen nicht vorenthalten will. Die Angaben über die Urheberschaft ist geschwärzt; und man möge uns Sammlern den Humor in Bezug auf den kleinen, feinen Unterschied gönnen, welcher zwischen einem Betrachtungsstandpunkt des Einen, sowie der Perspektive des Anderen liegt. Der „Raum“ dazwischen wirkt verzerrt, nicht lächerlich, aber skurril. Ungläubig las ich zuerst den Inseratentext zwei Mal durch, bis ich begriff: der macht keinen Witz – der meint das im vollen Ernst… 😀 (vgl. Kommentare der Red. 1-4).

„Ältere Schaufensterpuppe, jünger aussehend.“ (1) „Angenehmes Äusseres.“ (2) „Gewicht: 40 kg.“ (3) „Arme sind ampotiert, aber vorhanden.“ (4)

Köstlich! Unten die Anmerkungen der Redaktion:

(1. „…. sucht neuen Besitzer, bzw. reichen, alten Knacker, zwecks Heirat.. :-D). (2. Also eine Unangenehme, die nur Probleme macht, würde ich nicht kaufen…..:-D. Da kann ich mich ja gleich mit einem menschlichen Zweibeiner einlassen….:-DD). (3. Das Gewicht von 40 kg. entspricht etwa demjenigen der Real Doll „Cheryl“. Doch die hat Körbchengrösse H, eine XXL-Rubensfigur um den Po herum und ein Metallskelett drin und ist so schwer, dass sie für Menschen mit Bandscheibenvorfällen nicht geeignet ist. Der Inserent hat sich um mindestens 2/3 verschätzt, denn meine neue New John Nissen ist 13,1 kg schwer, inkl. Metallstandplatte – und diese Figuren sind sehr massiv)! (4. Die „amputierten“ Arme sind offenbar noch vorhanden und werden mitgeliefert; nett. :-D).

Originaltext, eBay-Kleinanzeigen (es gibt keinen Link mehr dazu, das Inserat ist zu alt):

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Die Grösse von 1,75 m ist vermutlich etwas zu grosszügig berechnet. Ich schätze ab 1,64 m bis ca. 1,70, wobei durch die massive Bauart von einer Moch-Figur (was ich vermute) gut und gerne zwischen 11-13 kg zu Buche stehen würden, trotz der Teenager-Masse. Bei diesem Mannequin ist der Hersteller schwer zu ermitteln, wenn man sich nur auf diese wenigen Fotos ohne weiterführenden Angaben stützen muss. Deshalb ist weiter oben die Manufaktur „Moch“ nur als naheliegendste Vermutung erwähnt.

Darf ich vorstellen: Cheryl, Körbchengrösse H, 110 cm Umfang um den Allerwertesten mit ziemlich „Hüftgold“ und schliesslich mit 163 cm nicht ausserordentlich gross. Bei dieser hauptsächlich aus Vor- und „Rück“-bau bestehenden, üppigen Plus-Size Real Doll bleibt der Zeiger der Waage gemäss Prospekt bei 48,5 Kilo stehen….. Wer 10 Kilo weniger zuhause herumwuchten möchte, bestellt sich eine Puppe mit nur 97 cm rund um den Po. Die besitzt schon eher ein Hinterteil wie Kim Kadashian, lässt sich aber genauso wenig kurz beiseite schieben, wie eben das noch grössere Kaliber, wenn man nach Feierabend dem Staubsauger hinterherhechelt und schnellstmöglich mit dem Putzen fertig sein will. Da hat man es mit Schaufensterfiguren schon viel leichter. Die sind flugs umgestellt.

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Üppige Dame im Plus Size-Format. Diese Real Doll mit 110 Hüftumfang und Körbchengrösse H wiegt 48,5 Kg u.a. dank dem integrierten Stahlskelett. Kein Vergleich mit einem Mannequin von New John Nissen (massiv) von rd. 13 kg, oder von einer Loutoff, die um die 8-9 kg wiegen.

Real Doll „Cheryl“