„The 6 ft Goddess“ Lisa Butcher – Frieze RF08 Mannequin von Adel Rootstein

Manche Schaufensterfiguren sind schwer zu identifizieren, weil es kaum eine in Buchform, oder im Internet verfügbare Informationsquelle gibt. Viele Sammler weltweit schreiben mir, wie professionell und informativ dieses Blog hier über Mannequins sei. Vor wenigen Tagen überschritt die Zahl der Besucher 36’000! Vielen Dank für euer Interesse! Mich ehrt dies besonders, da ich kein Mitglied von Facebook, Twitter & Co. bin; absichtlich nicht, um hier wirklich denjenigen Menschen Zugang zu verschaffen, die mit gezielten Sachbegriffen sich Wissen aneignen wollen, so umfassend wie möglich. Dieses Blog nenne ich auch eher scherzhaft, mit einem Schuss Eigenironie: „Püppipedia“– ein Wikipedia über Schaufensterfiguren.

Aber selbst ich komme nicht selten ins Grübeln, wenn ich auf einer Plattform im Internet Fotos ohne genauen Beschrieb entdecke, oder wie im vorliegenden Fall den Namen „Jasmin“ bei einer Rootsteinfigur als eher verwirrend ansah. Durch die im Inserat angegebene Serienbezeichnung und die Seriennummer „Frieze RF08“ war meine Verblüffung noch grösser, ging ich doch davon aus, dass es von „Yasmin le Bon“ nur einen Kopf gebe, der für verschiedene Bodys verwendet wurde. Ratlosigkeit. Das Internet gab die Identität des Mannequins nicht her; und da mein Freund Ralf Bischoff vor zwei Jahren verstorben war, der mir sofort hätte Aufschluss geben können, wartete ich bis nach den Ferien von Hasan, der sich wie kaum ein anderer in der Branche auskennt und meiner Ungeduld endlich ein Ende bereiten konnte: „Lisa Butcher“ heisst die Schöne. Sie war in den 80er- und 90er-Jahren eines der gefragtesten, britischen Models, sowohl auf dem Catwalk (Laufsteg), als auch für Fotoshootings. Die 183 cm grosse, schlanke Powerfrau wurde von einem Hofberichterstatter der royalen Familie achtungsvoll „The 6 feet Goddess“ genannt; die „6 Fuss grosse Göttin“.

Lisa Butcher startete nach ihrer Modelkarriere, die sie mit 15 Jahren begann, als TV-Moderatorin durch und betreibt heute ein auf buddhistischen Grundätzen basierendes Heilzentrum in England, namens Sakti.

https://www.sakti.co.uk/about-contact/

Bei Gelegenheit werde ich hier noch mehr Text und Bilder anfügen….

Folgendes Bild. Ich kaufte also eine Lisa Butcher, die wunderbar in meine Sammlung passt von Tanja‘ Mannequins (Bild Coyright).

Artikel „Stehvermögen“ in der SZ (Süddeutsche Zeitung) vom 05.09.2014

Artikel „Stehvermögen“ in der SZ (Süddeutsche Zeitung) vom 05.09.2014

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Bildlegende, siehe Link zum Artikel oben: „Kevin Arpino ist der Kreativdirektor bei Adel Rootstein, einer der bekanntesten Manufakturen für Schaufensterpuppen mit Sitz in London. Arpino ist so etwas wie der Stardesigner der Branche. Seine Puppen werden zu Ralph Lauren, Tom Ford oder Harvey Nichols in die Welt geschickt.“

Natürlich war ich selber etwas verblüfft, während sich in den Anfangsjahren von meiner Sammelleidenschaft meine Kenntnisse über Schaufensterpuppen allmählich vertieften, als ich erfuhr, dass die meisten Mannequins von der Edelmarke Adel Rootstein Kopien von echten Models sind – in Kunstharz gegossen. Inzwischen besitze ich mehrere dieser Schönen, welche einst über die berühmten Laufstege der Welt stakten, u.a. Yasmin le Bon, die sich liegend auf meiner Empore räkelt.

Blogbeitrag über Yasmin le Bon

„Ralph hat wieder Yasmin bestellt. Schmaler Kopf, klassische Gesichtszüge, perfekte Brüste. Erst Mitte zwanzig, aber schon ihr ganzes Leben lang im Geschäft. Mal soll sie nur dastehen, mal die Hände in die Hüfte stemmen. Meistens hat sie lange Haare, manchmal trägt sie große Ohrringe, immer ist sie leicht gebräunt, Nuance »Macoccino«.“ heisst es im oben verlinkten Artikel der SZ. Mit „Ralph“ ist Ralph Lauren gemeint, ein berühmter Modedesigner aus den USA.

„Ralph ist der amerikanische Designer Ralph Lauren, und wenn er Anfang September eine neue Boutique in New York eröffnet, hat dort eine ganze Armada von Carolines und Yasmins zu stehen. Aufwendige Haare, natürliche Augen, volles Make-up – sie sehen wirklich fast aus wie echte Models. »Sie sind nur ein bisschen weniger zickig«, sagt Kevin Arpino mit einem Grinsen. Arpino, Anfang sechzig, ist der Kreativdirektor von Adel Rootstein, einer der bekanntesten Manufakturen für Schaufensterpuppen. Arpino hat Hunderte von ihnen entworfen. Modelliert werden sie nach dem Vorbild echter Models, nach Twiggy aus den Sechzigern oder Pat Cleveland aus den Siebzigern – oder, wie »Yasmin«, nach Yasmin Le Bon, dem britischen Topmodel der Achtziger, das mit Simon Le Bon verheiratet ist, dem Sänger von Duran Duran. Anschließend werden die Kopien aus Fiberglas in die Welt verschickt. Wo sie dann sieben Tage pro Woche in den Schaufenstern stehen, rund um die Uhr, ohne mit der Wimper zu zucken.“ (siehe Link)

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Echt und Kopie: gleiche Pose, gleiches Kleid und identische Schuhe (Bild oben). Nur die Haut- und Haarfarben differieren und lassen den Schluss zu, dass es sich links um die Schaufensterpuppe handelt.

„Was gilt denn in der Branche derzeit als schön, was für Puppen sind gefragt? »Mehr Make-up, mehr Haare, mehr Pose«, sagt Kevin Arpino, der sich damit selbst nicht besser beschreiben könnte. Er trägt das ganze Jahr gut gebräunten Teint, Undercut-Frisur, schwarze enge Jeans. Mit seiner durchgerauchten Stimme sagt er: »Die guten Mädchen müssen sich wieder abheben von all den gesichtslosen Puppen da draußen.« Denn bis vor Kurzem waren vor allem die »Abstrakten« gefragt, wie sie in der Branche heißen: Schaufensterpuppen ohne Gesichtszüge, ohne Ohren, ohne Haare. Sie sollten nicht ablenken von der Kleidung, sich jedem Stil anpassen. Nicht durch Hautfarbe und Körperform zu sehr einen Typ Kunden ansprechen – und andere abschrecken. Außerdem sparte man sich die ewigen Streitfragen: Zähne oder keine Zähne? Stilisierte oder echte Haare? Brustwarzen sichtbar: ja/nein?“ 

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Reparatur und Headchange: drei sitzende Iras von Adel Rootstein werden erneuert, d.h. durch ein Make-Over wieder für ein Schaufenster aufgepeppt. Die zwei Figuren links tragen skulpturierte Haare, wonach keine Perücke mehr notwendig ist. Bei Sammlern sind solche nur sehr selten anzutreffen.

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Von einigen Sammlern sind speziell frisierte Hartschalenperücken von Adel Rootstein sehr beliebt. Im Bild wird ein Torso einer Ulla bei Rootstein mit einer Kurzhaarperücke gestylt. Weitere Informationen über Ulla van Zeller im Link unten:

Blogbeitrag über „Ulla van Zeller“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Liegendes Mannequin von der Firma Almax in Italien, aus der Serie „Portia II“, Nr. 564 (E-61)

Als ich 2008 in ein Dekorationsgeschäft eintrat und mehrere, übereinander auf Tablaren liegende Schaufensterpuppen sah, war mir sofort klar, dass ich eine dieser Schönheiten gleich unter den Arm klemmen und mit nach Hause nehmen würde; es war nur noch die Kostenfrage zu klären, denn gerade günstig waren sie nicht. Vor zehn Jahren war meine Sammlung noch bescheiden und sie meine zweite Almax. Sie gehört zur Serie „Portia II“, mit der Nummer 564 (Kopf E-61) und ist ein richtiges Schmuckstück. Ich besass später die selbe Figur in neutralem Weiss, mit skulpturierten Haaren. Diese verkaufte ich aber an einen Händler, der mittels eines sog. Head-Changes und einem kompletten Make-Over eine neue Figur daraus machte. Nun besitzt jene einen New John Nissen-Kopf.

 

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Sechs Jahre später, im August 2014, stürzte während Renovationsarbeiten die Fassade der Firma Dekoplus ein und riss rd. 200 Schaufensterpuppen mit in die Tiefe. Dort hatte die Besitzerin des Ladens auch die liegenden 564-Portia II-Figuren gelagert. Davon gibt es seither mindestens 15 Stück weniger und ich denke manchmal dankbar daran, dass ich wenigstens eine retten konnte, bevor sie unter den Trümmern des Mini-Ground Zero ihr Ende gefunden hätte. Für ein Mannequin-Sammler ist dies ein grauenhafter Anblick!

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In einem Satin-Negligé in Weiss sieht sie toll aus, wobei ich aber das neue Abendkleid von Vilavi in der Farbe „coral“, welches ich ihr kürzlich kaufte, perfekt finde. Sie geniesst die Gesellschaft von Yasmin le Bon auf der Empore in meiner Wohnung.

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Tolle Schaufensterfiguren werden in Asien von Billigherstellern oft nachgemacht. Doch die Kopien aus Fernost haben niemals diese Ausstrahlung wie die Originale. Wenn aber ein Profi-Restaurator Hand anlegt, dann werden diese Mannequins ebenfalls zu kleinen Kunstwerken, wie die Fotos aufzeigen.

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Michelle von Mannequin Makeover

Obwohl selbst das Six-Pack am Bauch dieser durchtrainierten Fitnesstrainerin kopiert wurde, sieht das aufmerksame Auge und der fachkundige Profi sofort, dass es sich um eine billige Kopie handelt:

  • andere Gesichtszüge (Kinn, Augen, Nase)
  • Faust von linker Hand viel weiter weg vom Kopf (und nicht stützend)
  • rechte Hand absolut unschön verarbeitet, schon ab Werk
  • am Handgelenk keine Trennung. Arme und Hände sind jeweils an einem Stück. So besteht die Figur aus 4 Teilen (Almax 6 Teile)

Im Vergleich nun meine weisse, liegende Almax Portia II mit skulpturierten Haaren (im Bild unten links), sowie der abgesägte Kopf einer New John Nissen / Schläppi aus der Serie „Chic“, deren Körper nur noch ein Wrack war.

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Ich muss zugeben, mit einem solchen Ergebnis hätte ich damals nicht gerechnet, sonst hätte ich vielleicht einen solchen Head-Change und Make-Over in Auftrag gegeben und die Puppen nicht verkauft. Auch wenn diese Figur nie an das Original herankommt, ist das Endprodukt beachtlich und überraschend gut gelungen.

Ergänzungen vom 06./07.06.2020:

Folgende Sequenz habe ich in einem Video gefunden, in der von einem Künstler eine Almax Portia II, Nr. 564 am Kopf verändert wird, während in der selben Stellung eine echte Frau nackt auf einem Tisch liegt und so Modell „steht“…

Almax Video Produktion 01 (Frau)

Almax Video Produktion 02 (Frau)

Almax Video Produktion

 

 

 

 

 

 

 

Yasmin Le Bon – Liegendes Mannequin aus der Serie „Frieze“ von Adel Rootstein, Nr. RF 05

Yasmin Le Bon ist eines der berühmtesten Models der Welt. Ihre steile Karriere begann Mitte der 80-Jahre und dauert immer noch an. Weite Angaben über diese wunderschöne Frau sind in einem eigenen Artikel in diesem Blog zu finden:

YLB – Yasmin Le Bon ein britisches Supermodel der 80er jahre ist auch als Mannequin bei Adel Rootstein erhältlich

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Für ihre eigene Schmuckkollektion, cie sie im Jahr 2000 auf den Markt brachte, legte sich das Supermodell selber vor die Kamera. Dieses Bild fidne ich traumhaft schön!

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Der Bildhauer von Adel Rootstein modelliert den Kopf der jungen Yasmin Le Bon.

Viele der Mannequins von Adel Rootstein sind das Ebenbild lebender Personen, verewigt und in einem „Moment“ eingefangen. Im Bild oben sitzt Yasmin Le Bon einem Bildhauer von Adel Rootstein Modell, mit einem leicht angestrengt scheinenden Gesichtsausdruck. Sie darf sich nicht bewegen und muss bei jeder Sitzung die selbe Haltung, sowie die selbe Mimik einnehmen. Hier ist der Mund leicht geöffnet, wie beim liegenden Mannequin.

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Yasmin Le Bon von Adel Rootstein, ist als über die linke Schulter blickendes, auf der rechten Seite liegendes Mannequin gestaltet. Sie trägt die Nummer RF 05 und gehört der Serie „Frieze“ an.

Adel Rootstein – Frieze – RF 05

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Anlässlich einer Rootstein-Präsentation, wurde eine Szene an einem Swimmingpool nachgestellt, in der Yasmin Le Bon als Mannequin auch ihren Platz bekam; mit dem weissen Badetuch um die Schulter am Bassinrand räkelnd.

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2007 fand in New York eine Ausstellung über die 50-jährige Firmengeschichte von Adel Rootstein stat, wobei einige Mannequins, u.a. RF 05, ausgestellt wurden. Man sieht links auf dem Sockel den fertig modellierten Kopf von Yasmin Le Bon, die dafür Modell gestanden hatte.

Vor allem die Schwarzweiss-Aufnahme (weiter oben) ist mir schon länger bekannt und wusste, dass es sich um Yasmin Le Bon handelt, wonach mir immer in meinen Gedanken umhergeisterte, ich würde auch gerne eine Schaufensterfigur von ihr besitzen. „Geduld bringt Rosen“, sagt man. Das war hier eindeutig der Fall. Seit ein paar Tagen besitze ich ein Yasmin Le Bon-Mannequin von Adel Rootstein: die Liegende (RF 05) aus der Serie „Frieze“.

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Provokativ in Lack und Leder: Yasmin Le Bon stand nicht nur für Haute Couture vor der Kamera.

Einerseits liess ich mich beim Styling der Schaufensterpuppe von Yasmin Le Bon ein wenig von ihrer stolzen, fast etwas spielerisch-dominanten Art inspirieren, wobei mir einerseits ein Gedanke an „Fifty shades of Grey“ in den Sinn kam, andererseits hingegen wollte ich einen Akzent in Bezug auf ihre iranischen Wurzeln setzen, von wo auch dieses verhaltene Temperament herrührt und auf das innere, lodernde Feuer hinweisen soll. Ich lasse hier nun mal meine erste Bilderserie sprechen:

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YLB – Yasmin Le Bon. Ein Supermodel der 80er-Jahre ist auch als Mannequin bei Adel Rootstein erhältlich

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Sinnlich und selbstvergessen blickt Yasmin Le Bon in ihrer makellosen Schönheit in die Welt. Ob sie wohl 1985, als dieses Bild entstand, von ihrer einzigartigen Karriere als Model träumte, die sie danach begann? Foto: Arthur Elgort in „Mademoiselle US“, 1985

Ihre Augen glänzen wie schwarze Edelsteine, so als wären sie geschliffene Turmaline. Im strahlenden Sonnenlicht aber funkeln sie wie dunkler Bernstein. Alleine schon der Blick ist betörend, bei dieser schönen Britin mit halbiranischen Wurzeln. Sie ist 1964 geboren und war 1985 (s. Bild oben) erst am Anfang ihrer Karriere als Model. Sie zierte unzählige Titelseiten berühmter Modejournale und wurde weltberühmt, weshalb die italienische ELLE sie in der letztjährigen Jubiläumsausgabe (Dezember 2017, 30 Jahre) erneut auf der Frontseite abbildete.

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Zum 30-jährigen Jubiläum der italienischen ELLE, wurde im Dezember 2017 Yasmin Le Bon erneut abgebildet. Foto: Max Vadukul Quelle Twitter (s. Link)

Ob als junges Mädchen damals in den 80er-Jahren, oder heute als über 50-jährige Frau und Mutter von drei Töchtern: sie hat etwas magisches an sich, ein geheimnisvolles Feuer lodert in ihrem Innern, wie bei einem Vulkan. Sanft, aber auch provokativ wird sie in unzähligen Modefotos abgebildet und ihre Figur ist einfach atemberaubend.

Twitter YLB official site

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Yasmin Le Bon in verträumter und erotischer Pose im Jahre 1987 mit 23 Jahren. Foto: Andrew MacPherson

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Yasmin Le Bon 2016 mit 52 Jahren; wunderschön, hier auf dem Cover von Harper’s Bazaar, einer der berühmtesten Modezeitschriften, zusammen mit ihrer Tochter Amber Le Bon.

Die englische Zeitung Daily-Mail titelte im Sommer 2016 in ihrem Artikel: „They could be sisters! Yasmin Le Bon, 51, looks younger than her years as she models with daughter Amber, 26, for new fashion campaign.“

Daily-Mail-Artikel über Yasmin Le Bon

Harper’s Bazaar, Titelseite Dez. 2017

Tatsächlich würde man meinen, Yasmin (Mutter) und Amber (Tochter) seien Schwestern.

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In völlig relaxter Haltung, mit den Händen in den Hosentaschen, blickt Yasmin Le Bon von der Titelseite. Sie zeigt ihren wunderschönen Körper oben ohne ganz offen. Titelseite vom Mai 1993, der Frauenzeitschrift Marie Claire

Im Mai 1993 blickte sie mit nacktem Oberkörper völlig entspannt über ihre Schulter und schliesslich von der Titelseite der Frauenzeitschrift Marie Claire, die an jedem Kiosk in der Auslage zum Verkauf angeboten wurde. Heute, 25 Jahre später, wäre dies in der immer puritanisch werdenden Zeit undenkbar.

Bild von nackter Yasmin Le Bon bei MFD

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Auch angezogen ist Yasmin Le Bon sehr sexy! Seite aus ihrer Model-Setkarte bei der Agentur Elite in New York

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Aufnahme mit „Wouuw“-Effekt. Yasmin Le Bon in sinnlicher, liegender Pose mit orientalischem Schmuck und wellenden Haaren. Dieses Geheimnisvolle, das sie umgibt und diese Glut in ihren dunklen bernsteinfarbenen Augen haut mich um. Diese iranstämmige, orientalische Schönheit ist eine Klasse für sich. Das Bild entstand im September 2009 (siehe Quelle beim Link unten), anlässlich einer eigenen Schmuckkollektion YLB, die sie 2010 auf den Markt brachte.

Man findet im Internet viele faszinierende Aufnahmen von Yasmin Le Bon, aber dieses Portrait (oben) mit den wellenden Haaren, diesen Bernstein-Augen, dem perfekten Make-Up, dem orientalischen Türkisschmuck und dieser makellosen Haut (vermutlich mit Photoshop noch etwas nachgeholfen; heute weiss man nie…) ist aus meiner Sicht das absolut schönste Bild von ihr, mit 100%-igem „Wouuw“-Effekt!

Webseite mit dem schönen Bild oben…(iranpoliticsclub)

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Tolle Bildergallerie von Yasmin Le Bon (01.08.2017)

Tolles Wallpaper

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Ein von der Manufaktur Adel Rootstein angestellter Bildhauer sieht man auf dieser Aufnahme bei seiner Arbeit, aus Lehm den Kopf einer Frau zu modellieren. Es ist die junge Yasmin Le Bon.

Seit ich dieses Bild im Internet entdeckte, auf dem der Bildhauer von der Manufaktur Adel Rootstein während seiner künstlerischen Arbeit abgebildet ist, wünschte ich mir das entsprechende Mannequin von dieser Frau, deren Gesicht hier aus Lehm modelliert wird. Es ist Yasmin Le Bon während der ersten Phase der Entstehung eines Mannequins nach ihrem Ebenbild.

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Adel Rootstein entwarf eine liegende Yasmin Le Bon, mit einem über die linke Schulter blickenden Kopf und mit einem leicht geöffneten Mund, wie auf dem Foto weiter oben gezeigt wird. Sie ist nun Teil der Mannequinserie „Frieze“ und trägt die Seriennummer RF05. Ihr Körper ist dem Original ebenfalls nachempfunden. Es gibt Yasmin noch in einer knienden (RF06) und einer stehenden Haltung (RF08).

Adel Rootstein, Serie „Frieze“, mit der Nr. RF05

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Arrangement von Rootstein-Figuren an einem mit Wasser gefüllten Swimming-Pool. Diese Mannequins sind den Originalen dermassen ähnlich, dass diese Szene fast wie echt wirkt. Im Vordergrund mit weissem Badetuch und entblösster Brust räkelt sich Yasmin Le Bon in ihrer liegenden Variante „Frieze“ RF05. Am Rand des Pools sitzend, mit den Beinen im Wasser ist eine Ira und mit dem Rücken zur Kamera ist vermutlich die Helga aus der Frieze-Serie.

 

Weil die Mannequins von Adel Rootstein den Menschen täuschend ähnlich sehen und echt wirken, fokussieren sich einige Sammler fast ausschliesslich auf diese Figuren von einem der immer noch führenden Hersteller von Schaufensterpuppen. Die Szene am Pool (obiges Foto) wurde für Promotionsfotos der Firma arrangiert. Unten die echte Yasmin Le Bon auf dem Rücken liegend an einem Pool.

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Sinnlich-erotische Pose der echten Yasmin Le Bon am Pool…. Das Bild sagt alles….

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Präsentation von Yasmin Le Bon RF05 aus der „Frieze“-Serie in New York 2006, anlässlich einer Retrospektive von Adel Rootstein über 50 Jahre Firmengeschichte. Foto: Timothy A, Clary

Anlässlich einer Retrospektive bezüglich der 50-jährigen Firmengeschichte von Adel Rootstein, wurden eine Auswahl einiger Mannequins in einer Ausstellung in New York 2006 präsentiert. Eine dieser Schaufensterpuppen war RF05, die liegende Yasmin Le Bon, aus der Frieze-Serie, hier mit Netzstrümpfen und Schleier eingekleidet. Von den Füssen her gesehen erkennt man ihr schönes Gesicht, mit dem leicht geöffneten Mund; einfach sehr schön!

Fotos Ausstellung New York 2006

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In einer sehr ähnlichen Pose, wie als Mannequin, liegt Yasmin Le Bon auf einem Rasen im Gegenlicht, um eine Kampagne gegen Pelze zu unterstützen. 2000

Vermutlich ist es ein Zufall, dass sie auf einem Foto aus dem Jahr 2000 in einer Stellung anlässlich einer Antipelzkampagne posierte, die jener vom Mannequin RF05, d.h. ihrem Ebenbild sehr ähnlich sieht. Seit dem 15.02.2018 bin ich nun glücklicher Besitzer einer liegenden Yasmin Le Bon aus der „Frieze“-Serie mit der Nummer RF05 in makellosem Zustand! Eigene Fotos folgen und bekommen einen eigenen Artikel.

Von Adel Rootstein bis zu Window-Display: Die Palette der wichtigsten Manufakturen von Mannequins

Mehr als zwei Dutzend Hersteller von Schaufensterfiguren haben sich in den letzten 60 Jahren den Markt geteilt und jeder versuchte sich vom Konkurrenten abzuheben. Dabei entstand eine breite Palette von Mannequins, denen sogar lebende Menschen als Vorlage dienten (wie bei Adel Rootstein), oder andere Besonderheiten aufweisen, wie z.B. die erstaunlich naturgetreue Modellierung bei New John Nissen-Figuren. Sammler besitzen ihre Vorlieben; und so gibt es einige, die fokussiert Adel Rootstein-Mannequins, oder Hindsgaul-Figuren sammeln, weshalb man bei diesen Marken in der Regel tiefer in die Tasche greifen muss, als bei anderen Mannequin-Marken. Im teuersten Preissegment sind Schaufensterfiguren zu finden, die aber neu restauriert und in einem sehr guten Zustand sind. Da sich die Kosten für ein sog. Make-Over erst bei seltenen Mannequins sich wirklich lohnt, bleiben die eher weniger beliebten Figuren oft im Originalzustand und sind durch falsche Teile, Risse, Brüche, Kratzer und Abplatzer minderwertig. Meine Sammlung umfasst zur Zeit 14 verschiedene Hersteller, mit insgesamt über 140 Figuren, was sie schweizweit zur grössten und breitestpalettierten Kollektion macht. Die unten aufgeführte Liste folgt keiner bestimmten Logik, Chronologie, oder einem Alphabet, sondern stellt quasi hierarchisch die Reihenfolge meiner persönlichen Vorlieben dar, obwohl die „Grenzen“ nicht klar gezogen sind. Die Yasmin le Bon von Rootstein, die 8424 (Young Look) von Hindsgaul, die liegende Almax, die L9 Act 1 von New John Nissen: sie alle gehören zu meinen Favoriten und sind in diesem Blog beschrieben. Auf die „Sarah“ von New John Nissen habe ich rd. 7 Jahre gewartet. Gegen eine Mitnacht habe ich sogar eine sitzende Ira von Rootstein eingetauscht…. Schönheitsempfinden ist relativ….

Einige der Hersteller produzieren heute noch realistische Schaufensterfiguren, lassen sogar alte Serien wieder aufleben (z.B. „Classic“ bei Adel Rootstein). Wie man sich in diesem „Dschungel“ von Mannequins zurechtfindet, soll eines der Hauptziele dieses Blogs sein. Zudem gibt es von Loutoff z.B. billige Asien-Kopien von hochwertigen Hindsgaul-Figuren (z.B. „Angie“), die offiziell korrekt, aber von Privat auch schon als „echte Vintagepuppe“ im Internet angeboten wurde, was sie definitiv nicht ist. Hier erhält man auch Informationen, die der Bestimmung einer Schaufensterfigur dienen. Anhand der Kolorierung, der Schminke, der Körperproportionen, des Gesichtsausdrucks und der Hüft- und Handverbindungen, sowie Schulterkupplungen kann ein Hersteller eruiert werden, wenn eingestanzte, oder aufgeklebte Labels und Seriennummern (meist gestempelt) fehlen und die Identifikation so erschwert ist. Weitere Erkennungszeichen sind in den jeweiligen Beiträgen zu finden, wie z.B. die Schraube oder Flügelmutter am Rücken der älteren Moch-Figuren, oder dem Gewindebolzen am Handgelenk der Almax usw.

Hier die Liste (zur vorherigen Version vom Februar 2018 etwas abgeändert):

01 Adel Rootstein (England) / 02 Hindsgaul (Dänemark) / 03 New John Nissen (Belgien) / 04 Almax (Italien) / 05 Schläppi (Schweiz) / 06 Hans Boodt (Holland) / 07 Jung-Figuren (Deutschland) / 08 Patina V (USA) / 09 Vaudeville (USA) / 10 Moch (Deutschland) / 11 Decter (USA) / 12 Mitnacht (Deutschland) / 13 Greneker (USA) / 14 Bonami (Belgien) / 15 La Rosa (Italien) / 16 Wolf-Vine (USA) / 17 Filoso (Italien) / 18 Window (Frankreich) / 19 Muckle (Deutschland) / 20 Eurodisplay (Deutschland / Asien) / 21 Siègel (Frankreich) / 22 Loutoff (Asien) / 23 Euroton (Asien) / 24 Bergdorf (Deutschland) / 25 Obermeier (Deutschland) / 26 Levine (?)