„Modeschaufensterpuppen fast echt.“ Asbury Park Sunday Press, Artikel vom 23. September 1973

„Fashion’s Mannequins Nearly Real“ titelte die Zeitung Asbury Park Sunday Press ihren Artikel über Schaufensterpuppen, den sie am 23. September 1973, also vor fast 50 Jahren, veröffentlichte.

https://www.newspapers.com/newspage/143749993/

Was geschah am 23. September 1973? Vier Tage vorher, am 19.09.1973 wurde Henry Kissinger neuer Aussenminister der USA. Am 18.09.1973 hatte die UNO Deutschland und die DDR in die Staatengemeinschaft aufgenommen. Einer der fantastischsten Poeten und Buchautoren des Jahrhunderts, Pablo Neruda, stirbt am 23. September 1973. 

https://www.was-war-wann.de/1900/1970/september-1973.html

Ich war noch zu jung, um Pablo Neruda zu lesen. Doch ich höre noch heute die Worte meiner älteren Schwester, in denen Buchautoren wie Carlos Castaneda und eben Pablo Neruda genannt wurden. Es war die Zeit der Kommunen und der Hippies. Die „Make Love, Not War“-Bewegung war noch nicht abgeebbt. Einer dieser Neruda-Zitate lautet: „Liebe wird nicht gesehen, sie wird gefühlt und noch mehr, wenn sie neben dir ist.“ „Ich liebe dich nicht, als wärst du eine Rose aus Salz, Topas oder ein Pfeil aus Nelken, die Feuer verbreiten. Ich liebe dich, weil bestimmte dunkle Dinge heimlich zwischen dem Schatten und der Seele geliebt werden sollen.“

https://www.recursosdeautoayuda.com/de/frases-de-pablo-neruda/

Als ich den erwähnten Artikel über Mannequins im Internet am 02. November 2021 entdeckte, stach mir zuerst das grosse Bild links in die Augen:

Artikel „Fashions Mannequins nearly real“

Ich musste nicht lange überlegen, welche Figur das sein könnte, da ich sie bereits seit Jahren selber besitze und mich eingehend mit dieser seltenen Serie „On the seaways“ von Hindsgaul auseinandergesetzt habe. Es ist die Nummer 8008, die ich in einem Blogartikel am 04. März 2018 bereits beschrieben hatte:

Artikel über die Figur Hindsgaul „On the seaways“ 8008

Seit wenigen Wochen besitze ich sogar höher aufgelöste Bilder aus dem Katalog von Hindsgaul „On the seaways“. Hier ist sie in Farbe:

Hindsgaul „On the seaways“ Nummer 8008
Bild im Originalkatalog von Hindsgaul, von der Figur 8008

Na ja, über Frisuren, Kleider und Brille lässt sich bekanntlich streiten…. Aber diese Clogs sind (wie ich gestern im Fernsehen gesehen habe) zur Zeit der absolute Modehit; Retro, Vintage. Die 70er Jahre sind absolut angesagt! Wer traut sich zuerst grüne Strümpfe zu einem hellblauen Kleid zu tragen :-D!

Zu Beginn des Artikels ist zunächst von „Ella“ die Rede, von einem Mannequin, einer fiktiven Heldin in einer Kurzgeschichte aus den 1940er-Jahren, von John Colliers „Evening Primrose“. Ein Kunde sehnte sich so sehr nach „Ella“, dass er sich nach Feierabend im Bracy’s Grand Emporium-Geschäft einschliessen liess, wobei in der Fantasie diese Schaufensterfigur zum Leben erweckt wurde. Mit dem Hollywood-Film „Mannequin“ wird diese Thematik 1987 wieder in einer Fantasy-Komödie cineastisch verarbeitet. 

Die Schaufensterpuppen sähen immer mehr wie echte Menschen aus, heisst es weiter im Artikel weiter oben und umso weniger würde es erstaunen, wenn eine so wie in der Fiktion mit „Ella“ plötzlich lebendig würde. „The latest models from Europe, manufactured by Hindsgaul, a Danish firm, are images of swinging contemporaries, worlds away from the rigid, haughty dummies of yesterday. AS PICTURED in the Hindsgaul catalogs girl mannequins invade the captain’s quarters on a cruise ship, and in action -poses they live it up in the company of sideburned, mustachioed men mannequins in murky nightspots.“ Die gerade aktuellen Modelle aus Europa, vom dänischen Hersteller Hindsgaul, seien zeitgenössische Bilder von Mädchenfiguren in Actionposen, die gerade auf einem Kreuzfahrtschiff in die Kabinen des Kapitäns eindringen. Sie werden in Gesellschaft von Männern mit Schnurrbart und Koteletten in düsteren Nachtlokalen auf Katalogbildern von Hindsgaul gezeigt, heisst es da weiter und aus der Formulierung wird nicht ganz deutlich, ob diese „düsteren Nachtlokale“ mit Männern mit Koteletten mit Bewunderung, oder gar etwas abwertend beschrieben werden.  Da vielleicht aus letzteren Gründen auf die Abbildung einer solchen „murky“ Szene verzichtet wurde, hole ich dies hier gerne nach:

Hindsgaul „On they seaways“ Nummer 8015 au sdem Jahr 1972. Sie sitzt in einem „düsteren Nachtlokal“, wie es in der Zeitung von 1973 heisst.
Einer der ersten Artikel in meinem Blog verfasste ich am 03. März 2018 über die an einer Bar sitzende Hindsgaul „On the seaways“ mit der Nummer 8015, die ich 2017 erwerben konnte.

Weil ich dieses sitzende Mannequin an der Bar von Hindsgaul mit der Nummer 8015 so toll finde, habe ich sie im April 2018 – also einen Monat nach dem ersten Artikel über sie auf meinem Blog – gefragt: „Willst Du eine Bar, wo Du bequem sitzen und Dich mit mir unterhalten kannst?“ Sie lächelte und sagte in ihrer etwas mondänen Art: „Ja natürlich! Kauf‘ mir eine Bar.“ Und ich ging in ein Brockenhaus (Gebrauchtwarenladen) und kaufte ihr eine Bar, die drei Männer die Treppen hinaufschleppten… Sie hatten aber keine Koteletten…;-) 

Meine sitzende Hindsgaul „On the seaways“ mit der nummer 8015 bekam nach dem Umzug in die neue Wohnung im April 2018 eine Bar, wie sie sich es gewünscht hatte….

Zwischen diesen Hindsgaul-Figuren und den starren, hochmütigen Dummies von gestern“ würden gar Welten liegen, grosse Unterschiede erkennbar sein, liest man in einem Abschnitt (Zitat oben orange markiert) im Artikel von 1973. Henry Calahan aber, der für die Dekoration zuständige Vizepräsident von Saks an der Fifth Avenue in New York, bevorzugt aber einen damenhaften Realismus von amerikanischen Herstellern wie Mary Brosnan, D.G. Williams, Wolf & Vine und Greneker. Der Hindsgaul-Typus sei zu weit entfernt von jenem Luxussegment, welches seine Kunden erwarten, wird er diesbezüglich zitiert. Die Botschaft sei anders. Doch dann ist von der Frau (Adel) Rootstein die Rede, die in den 60er-Jahren für Aufsehen gesorgt habe, indem sie ultrarealistische Mannequins von lebenden Menschen als Doppelgängerinnen produziert habe, wie zum Beispiel „Twiggy“, oder Laurie Newton Sharp (Harrod’s executive). Von Adel Rootstein besitze ich auch „Lady Caroline Percy“ aus der Serie „Aristocrats“ aus dem Jahr 1968 – diese Serie ist im Artikel auch genannt (Beitrag in meinem Blog, s. Link):

Artikel über Lady Caroline Percy von Rootstein

Die eigentliche Aufgabe von Schaufensterpuppen sei, so Mary Brosnan, Kleider für den Verkauf zu präsentieren und nicht zu entertainen. „Too wildlooking a pose and hairdo will sell the mannequin, not the fashions.“…. Als Sammler alter Schaufensterfiguren sehe ich dies natürlich aus einer etwas anderen Sicht. Im Bild unten sind zwei Hinsdgaul-Figuren aus dem Jahr 1972 abgebildet, die mit ihren Posen ihre aussergewöhnliche Individualität zeigen, aber auch ein Stück Zeitgeschichte darstellen, weil sie ein Lebensgefühl anfangs der 70er-Jahren repräsentieren und wenn ich sie betrachte in meiner Erinnerung aufleben lässt. 

Hindsgaul „On the seaways“ Nummer 8010 (rechts) aus dem Jahr 1972 und links aus dem selben Jahr eine „Twenty2“ auch von Hindsgaul.

Die lachende Hindsgaul-Figur aus der Serie „On the seaways“ mit der Nummer 8010 (rechts) ist im Originalkatalog ebenfalls wie die 8015 in einem „düsteren“ („murky“) Nachtlokal abgebildet. 

Die Hindsgaul-Figur Nummer 8010 aus der Serie „On the seaways“ von 1973 ist im Originalkatalog lachend und fröhlich auf einer Tanzfläche abgebildet. Einfach toll!!!

Meine ebenfalls lachende Hindsgaul aus der Serie „Twenty2“ mit der Nummer 7109 gesellt sich hinzu und wurde diese Woche auch zum „Bunny of the week“ gekürt.

Woher nehmen die Designer ihre Ideen für die Posen? Der Figur von New John Nissen, „Act 01“ Y09 auf der Spur.

Der berühmte Fotograf Peter Basch hatte anfangs der 70er-Jahre sein Studio in New York bereits geschlossen, lange bevor John Nissen seine neue Firma „New John Nissen“ wieder in die Gewinnzone bringen wollte. Dessen Konzept bestand darin möglichst ausdrucksstarke Mannequins zu produzieren, welche an Detailtreue keine Wünsche mehr offen lassen sollten. Standen in den 70er-Jahren die Hindsgaul-Figuren (und auch solche von anderen Herstellern) süss und bieder, mit Röckchen und Blusen, in den Schaufenstern, mit den typischen Posen in einer noch von Männern dominierten Welt, sollte sich in dieser Epoche das gesteigerte Selbstbewusstsein der Frau auch in den Auslagen der Geschäfte widerspiegeln. Natürlich auch mit dem Ziel, die zunehmende Anzahl derjenigen Frauen, welche nun selber über die privaten Ausgaben entscheiden konnten und eine sich vermehrende Gemeinde zahlungskräftiger Kundinnen darstellte, mit Schaufensterpuppen nicht mehr freundlich zuzulächeln, sondern ganz direkt in ihnen Emotionen zu wecken. Einen Paradigmenwechsel kündigte sich bereits mit den in den 60er-Jahren produzierten, neuen Figuren von Adel Roostein an. Sie nahmen vielfach sogar äusserst exaltierte Posen ein, um Aufmerksamkeit zu erzielen, wirkten sinnlich, bis sogar pittoresk.

Bereits 20 Jahre vorher, in den goldenen 50er-Jahren, feierte Peter Basch den wohlgeformten Frauenkörper als Gesamtkunstwerk, liess aber seine Modelle auch immer öfters dieses Gefühl innerer Befreiung zeigen, in stolzen Posen, oder in emotionalen Haltungen.

Foto Peter Basch, 50er-Jahre. Eine Frau zeigt ungehemmt Emotionen.

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https://www.vintag.es/2017/07/39-glamorous-photos-of-iconic-beauties.html

Einige seiner Bilder sind zu Ikonen der Fotografie geworden, hängen in Museen und inspirieren Generationen von Künstlern bis in die heutige Zeit. Ich greife nun eines seiner Bilder heraus, welches ich absichtlich gespiegelt habe, um die augenfällige Übereinstimmung noch deutlicher hervortreten zu lassen:

Foto Peter Basch, unbekannter Akt in den 50er-Jahren (spiegelverkehrt)

Diese schöne Frau im Halbakt, ein Foto von Peter Basch aus den 50er-Jahren, zeigt eine statuenhafte Pose, die ein wenig an eine griechische Göttin erinnert. Der Blick ist stolz, weit, sinnlich, in Gedanken versunken. Sie scheint gerade ihr dichtes Haar nach hinten in den Nackenbereich zusammenfügen zu wollen. Die rechte Hand am Haaransatz und die linke Hand bereits im Haar, hinter dem aus vermeintlich Marmor bestehenden Hals und Oberkörper, kämmend. Die lange Robe aus Satin mit der speziellen Lichtführung weckt Erinnerungen an Maler früherer Epochen. Der Hintergrund ist zerrissen, gesprengt von einer Rose. Ein Bild mit Symbolcharakter, gerade für diese Zeit nachdem zweiten Weltkrieg.

Ist dies eine für Frauen typische Haltung? Oder ist sie eher aussergewöhnlich, was ihren Eindruck auf den Betrachter noch verstärkt?

Bild aus dem Mannequin-Originalkatalog von New John Nissen, Serie „Act01“, mit der Figurennummer L 09. Die Pose ähnelt überraschend der Fotografie aus den 50er-Jahren von Peter Basch

Die Figur Nummer L 09 aus der Serie „Act 01“ von New John Nissen ähnelt aus meiner Sicht überraschend der Fotografie des Halbaktes aus den 50er-Jahren von Peter Basch, ein Bild, das ich kürzlich zufällig in einem meiner alten Hefte mit Bildern von Peter Basch fand, die ich vor einiger Zeit in einem Brockenhaus kaufte. Und wie so einige „Zufälle“ im Leben so spielen, konnte ich vor einigen Jahren eine New John Nissen „Act 01“ mit der Nummer L09 erstehen und wusste doch relativ bald, welches Kleid ihr am besten passen würde, notabene, ohne damals das Bild von Peter Basch zu kennen:

Meine New John Nissen, „Act 01“, mit der Seriennummer L 09

Irgendwie schien mir dies bei einer solchen Pose auch folgerichtig zu sein (und bei so einem statuenhaften Körperbau sowieso), den Oberkörper für das Foto in meinem Buch „The secret desires of mannequins“ bis zur Hüfte zu entblössen. Wie eine wunderbare Blüte (Calla Lilie) aus ihrem Kelchblatt sich windet, räkelt sich die „Act 01“-Schaufensterfigur aus ihrem Kleid. Die Figur strahlt eine Art neues Selbstbewusstsein aus; für die damalige Zeit revolutionär: aufblühend und unabhängig, schön und alles andere, als ein „Mauerblümchen“ (wie man über Frauen sagte, die im Schatten ihrer Männer standen). 

Ist dies also reiner Zufall, oder hatte John Nissen seine Ideen bei Peter Basch geholt? Wir wissen es nicht. Die Übereinstimmung ist frappant. 

Marie Helvig von Adel Roostein

Im letzten Bild oben erkennt man eine von der Pose her vergleichbare Figur bei Adel Rootstein: Marie Helvig

Lachendes „Running girl“ aus der Serie „Viva Sports“ vom japanischen Hersteller KYOYA, mit der Nummer W 204

Natürlich verlangte auch die aufstrebende Wirtschaft Japans, Ende der 70er- und 80er Jahre, nach modernen Produkten in der Schaufensterdekoration. So entstand einer der bedeutendsten Hersteller von Mannequins für den Markt in Fernost: KYOYA. Diese Firma wurde in Europa durch die deutsche Manufaktur Jung Figuren vertreten, weshalb auch auf unserem Kontinent viele, vor allem weibliche Schaufensterpuppen, verkauft wurden, die da und dort nun immer wieder auf ebay zum Verkauf stehen. Doch sie sind sehr selten, wenn auch nicht unbedingt bei den Sammlern so beliebt wie Adel Rootstein Figuren.

Titelblatt des KYOYA Katalogs aus den 80er-Jahren „Viva Sports“, mit der rennenden Figur W 204 rechts im Bild

Gewisse Sportarten, mit denen sich Fitness und Spass verbinden liessen, sowie jedermann fast überall und jederzeit ausführen konnte, verbreiteten sich über die gesamte industrialisierte Welt der wirtschaftlich mächtigsten Länder des gesamten Erdballs. Jogging gehörte zum Lifestyle und signalisierte eine Form des neu zelebrierten Individualismus. Jung, sexy, dynamisch hiess die Losung, nachdem der Stern der Hippie-Epoche in den 70er-Jahren bereits wieder stark am sinken war.  Und was könnte aus dem „Land des Lächelns“ Japan anderes kommen als lachende Mannequins? Viele KYOYA-Schaufensterfiguren lassen sich an ihren lachenden und fröhlichen Gesichtern erkennen; und Sammler, die diese Ära lieben, denken oft etwas wehmütig an jene unbeschwerten Zeiten zurück, die im Grunde von vielen Menschen sicher nicht völlig unbeschwert erlebt wurden. Es gab Krieg, Naturkatastrophen, das Reaktorunglück in der russischen Stadt Tschernobyl usw. Doch in den Schaufensterauslagen herrschte das grundlegende Lebensgefühl vor, das die Stimmung in der Bevölkerung der zivilisierten Welt widerspiegelte. Mittendrin fröhliche Mannequins von KYOYA. Erst rd. zehn Jahre später wurden sie von kopflosen, abstrakten „Eierköpfen“ (Egg-heads) abgelöst; gesichts- und ausdruckslos. 

Viva Sports Katalog von KYOYA, anfangs der 80er- Jahre
KYOYA W 204 aus der Serie „Viva Sports“

Mit ausdrücklicher Genehmigung eines befreundeten Fotografen, Reinhold Bader, publiziere ich hier einige Bilder von der W 204, die er in seinem Studio in Deutschland gemacht hatte. 

KYOYA W 204 in sexy Unterwäsche
Dieses Lachen ist ansteckend….
Copyright: Franzisco Javier Martinez Irastorza

Auch bei einem weiteren Sammler in Spanien und Freund von mir befindet sich ein Exemplar der W 204.

https://www.facebook.com/groups/1421401701505882/posts/3034872473492122

Eine KYOYA W 204 in der Sammlung eines Kollegen in Neuseeland, (Copyright) Adam Raynbird.
Copyright supermannequin.com

Ein komplett restauriertes Exemplar befindet sich in den USA, in der Sammlung von „supermannequin.com“:

https://www.supermannequin.com/product-page/laughing-girl-by-kyoya-mannequins

Copyright supermannequin.com
Copyright supermannequin.com (siehe Link unten)

https://photos.google.com/share/AF1QipNbuotGehOFRZZmcXHD8cmIjbb-3Kivn7-IkoC2uh_gX2SIiCOR9jwEjHaLKhfjCg?key=dGZtVENKeTlnVl9iOWhKbWRRdmxzNEFUdnBrWFdB

Im obigen Link findet man eine umfangreiche Bildergalerie von dieser Figur.

KYOYA W 204, lachende Figur

Leider habe ich bisher nur den Torso gefunden und kaufen können (Bild oben). Immerhin ist nun aber jemand in meiner Nähe, die ausnahmslos sämtliche Witze von mir lustig findet (wie man im Bild oben sieht) = DD!

Cyrill Steiger wakes old mannequins from their „sleeping beauty“ (englische Übersetzung)

https://www.argoviatoday.ch/aargau-solothurn/cyrill-steiger-weckt-alte-schaufensterpuppen-aus-ihrem-dornroeschenschlaf-146533780?fbclid=IwAR32ztsikn7Bl6X_fZuLoeGd-4hUoCMVs2bGtDTWbV3pyOeKYcmDD-0tmlE

„A good friend of mine has gone bankrupt with his clothes shop,“ Cyrill Steiger explains to ArgoviaToday when his unusual hobby was born. „And then I bought a mannequin from him that he would have probably thrown away otherwise.“ Of course he wanted to do his colleague a favor with it, but – and Cyrill Steiger says this with a mischievous smile and a wink – this doll was strikingly similar to one of his past loves. A little later, a second and then a third mannequin was added. „At some point it became my passion to save them from destruction and to see them in terms of saving old cultural assets.“

Inspiration from a young age

Cyrill Steiger has fond memories of his paternal grandmother, who, as a sculptor, sometimes modeled life-sized people out of clay, from which bronze statues were ultimately cast. „The more I delved into the subject of mannequins, the more I was fascinated by them,“ he recalls.

His maternal aunt and grandmother were seamstresses. So he caught the flair of the French haute couture of the time early on – Dior, Yves or Saint Laurent. Cyrill Steiger is a fashion and advertising photographer by profession.

Sustainable «craftsmanship»

According to Steiger, old mannequins are always a reflection of the time in which they were produced and used in shops. One speaks of „utility art“, explains Cyrill Steiger and he wants to offer this cultural heritage, which would otherwise be forgotten, a place worthy of it. He refers to this place as a „pony yard,“ a life raft where they are meticulously cleaned, repaired when necessary, and makeup touched up. „If necessary, one can be cobbled together from two defective figures,“ he says. Because Cyrill Steiger knows his way around very well and can recognize the different manufacturers and their series, nothing is thrown away unnecessarily.

The styling as the end product

Hunters have their trophies stuffed and hang them on the wall. Groundhoppers enter the football stadiums they have visited in a list. „And what are you doing with the mannequins, Mr. Steiger?“ ArgoviaToday asked him. „Neither of them,“ he says, laughing. With him, the end product is a suitable styling, which can also change again and again. From this point of view, each mannequin is an overall work of art that is as appealing as possible. Cyrill Steiger obtains the clothes from second-hand shops and flea markets. There, a saleswoman looked at him questioningly: „Is that for the girlfriend?“ He replied: „Which do you mean? the ex? It’s gone – I sold it!“ What is meant, of course, is the doll.

Mannequin von New John Nissen / Schläppi aus der Serie „Attitude“, mit den Nummern F3 und F8

Eine neue „Attitude“ von New John Nissen hat den Weg zu mir gefunden. Über meine erste Figur aus dieser Serie (F06 Torso und F05 Beine) hatte ich bereits vor vier Jahren einen Artikel hier geschrieben:

Nun kommt eine weitere Figur hinzu, die zwar in ihrem bisherigen Leben einige Blessuren abbekam, vor allem im Gesicht. Aber dies lässt sich restaurieren. Mir ist es wichtig, dass sie gerettet wurde, denn wie ich vernahm, wäre sie beinahe zersägt worden.

Ich glaube man sieht es ihr förmlich an, als sie verträumt aus dem Seitenfenster meines Autos blickte (Bild 01), hoffnungsvoll in ihre neue Zukunft. Fast schon in royaler Geste winkte sie mir zurück, als ich als „Paparazzo“ ihre Ankunft in Bildern festhielt (Bild 02). Noch bevor sie richtig geputzt werden wird, hatte sie ihren ersten Fototermin im Atelier. Kurze Haare stehen ihr gut und lenken ein wenig von den „Kampfspuren“ aus vergangenen Tagen ab (Bild 03 und 04).

Ihr Torso trägt die Nummer F03, wie ihre Arme auch. Die Beine sind mit der Nummer F08 angeschrieben und in einem erstaunlich guten Zustand. 

Im Vergleich zu meinen Bildern ist ihr Originalzustand anhand vom Katalogbild ersichtlich (Bild oben). Nach der Restaurierung wird sie diesen Zustand wieder annehmen.

Hindsgaul „Twenty2“, Nummer 7102 – die ganze Story

Als ich meine erste Hindsgaul-Schaufensterpuppe aus der Serie „Twenty2“ kaufte (Nr. 7115), suchte ich nach dem Katalog im Internet und fand einige aufschlussreiche Seiten, auf denen das folgende Bild einer Hindsgaul-Figur aus der Serie „Twenty2“ auffindbar war. Es ist eine 7102, die mit einem dicken, roten Mantel in einem Waldstück unterwegs ist mit einer männlichen Figur und einem Hund, der echt ist.

Links die Hindsgaul nr. 7102 aus der Serie „Twenty2“

Ich war von diesem Bild so begeistert, dass ich dieses Gefühl nicht in Worte fassen kann. Es hat so etwas magisches! Es scheint ein Moment, ein Augenblick eingefroren zu sein, in dem zwei Menschen unbeschwert und glücklich auf einem Weg im Frühling durch den Wald spazieren gehen und sie scheinen sich zu mögen. Er achtet auf sie und sie strahlt über das ganze Gesicht; eine ganz tolle Szene, wie ich finde – und man darf nicht vergessen, für die damalige Zeit (1972) etwas völlig neues. Mit langem gestreckten Schritt geht sie neben ihm, selbstbewusst, modern (mit Hosen) und blond gelockt, sehr weiblich. Ich sagte in einem Telefongespräch zu einer Bekannten: „Die ist so wunderschön und hat eine so tolle Ausstrahlung! Ich wünschte mir, ich könnte irgendwann einmal so eine finden.“ Doch so alte Figuren sind extrem selten, selbst wenn diese Serie zu einen der grössten dieses Herstellers zählt. 15 Frauen und 10 Männer sind sie alle zusammen. Doch Hindsgaul hat dutzende von Serien mit hunderten von Figuren über Jahrzehnte produziert. Ich sah es ja bereits als grosses Glück an eine 7115 erwerben zu können. 

Dann entdeckte ich im Internet dieses Bild mit einer Schaufensterpuppe im Gegenlicht, mit einem Handy aufgenommen. Aber ich wusste natürlich sofort, das ist sie, die 7102, welche ich seit Jahren suche – und im ersten Augenblick wollte ich es kaum glauben, dass sie zum Verkauf stand, nur rd. 10 Minuten mit dem Auto von mir entfernt. Was für ein Glücksfall. Aber das Bein und die Arme waren kaputt und auch das Gesicht und die fahlen Augen zeugten von vielen Stunden, Wochen und Monaten, gar Jahren, in welchen sie einem direktem Sonnenlicht vermutlich ausgesetzt war. Sie war dreckig und hatte am Kopf ein riesiges Teppichband, womit man früher wohl Perücken festgeklebt hatte. Es gelang mir alles zu entfernen, sie sauber zu putzen und für die Restaurierung vorzubereiten.  

Die alten Wimpern sind ausgekratzt, die Leimspuren und Kleber alle entfernt und bevor ich sie auf die Reise zum Restaurator Hasan Akpinar schickte, gab es noch ein Selfie mit ihr zusammen und obwohl mir die Trennung schwer fiel, hatte ich ihr versprochen, dass sie die schönste „Twenty2“-Figur auf der ganzen Welt werden würde – und wie man sieht, freuten wir uns darauf. 

Das Makeup hatte ich mir ganz genau vorgestellt, wie es am Ende sein sollte. Doch liess ich Hasans Ideen und Vorschläge wie immer mit einfliessen, denn bisher hat er immer genau verstanden, was ich will und mit seinen Änderungen dann noch die Krone aufgesetzt. So wollte ich dieses freundliche Gesicht zum Strahlen bringen und sie sollte auf ihre Art Unbeschwertheit verkörpern, nicht luftig gedankenlos, schon erdverbunden, aber leicht, beschwingt, irgendwie sorglos, mit ansteckendem Lächeln. Gleichzeitig sollte es ein Makeup sein, das die beginnenden 70er-Jahre widerspiegelt, zeitgemäss bleibt, aber ebenfalls moderne Komponenten mit einfliessen lässt, als eine Art Interpretation auf die heutige Zeit adaptiert, in der seit kurzem die Mode der 70er-Jahre wieder voll im Trend liegt.

Dies bedeutete also helle, graublaue Augen, pastellfarbene Töne und nicht zu kräftige Lidschatten, wie dies in den 80er-Jahren aufkam. Ich wollte für die Lippen eine jugendliche, frische Farbe, die daran erinnert, dass „Twenty2“ – übersetzt „Zweiundzwanzig“) – von Hindsgaul eine Serie im Hinblick auf junge Käuferinnen und Käufer war. Twen’s eben, d.h. solche die schon nicht mehr im Teenageralter sind. Perlmutt Lipgloss war genau das Richtige, wie ich fand und ich war schon etwas überrascht, als ich las, dass dieser Style anfangs der 70er-Jahre tatsächlich total angesagt war.

Entscheidend war die Wahl der Farbe für den Lidschatten, den Lidstrich und die Brauen. Ich orientierte mich am dezenten 70er-Jahre Makeup, mit dem noch aussen im Spitz ausgezogenen Lidstrich.

Im ersten Foto unten sind die beiden Zeichnungen links gemeint. Das Makeup aus dem Jahr 1973 (Bild unten in der Mitte) hat zwar für die Zeit authentische Brauen, doch sie passen nicht zum Gesicht der Schaufensterpuppe. Rechts im Bild unten das typische 60er-Jahre Makeup von Jean Shrimpton. Das war mir zuwenig zeitgerecht. 

Der Bewegungsspielraum war also ziemlich schmal und der Balanceakt in der Wahl der Vintage-Komponenten mit moderner Interpretation herausfordernd.

Sowohl die unteren drei Bilder waren für mich enorm inspirierend, die aus den frühen 70er-Jahren stammen…….

…als auch folgendes, modernes Makeup, das durch die Vintage-Komponente der 70er-Jahre einen faszinierenden, anziehenden Aspekt erhalten sollte. Mit dem Vorschlag von Hasan für den Lidschatten die lila Fliederfarbe mit weichem Rouge vermengt zu benutzen, klang für mich einfach überzeugend und perfekt. Und heute 12.03.2022 bekam ich von ihm bereits die ersten Bilder der noch nicht ganz vollendeten Figur zugeschickt. Ich bin so gespannt, wie sie am Ende nach den kleinen kosmetischen Feinheiten, die nun noch dazu kommen aussehen wird. Was für eine Verwandlung! 

Copyright Hasan Akpinar, SanVision GmbH, 2022

75’000 Besucher /Visitors of this unique blog, dieses einzigartigen Blogs

Dear visitor of this blog, lieber Besucher von diesem Blog (please use Google translate for the text; thank you. Enjoy the articles):

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Thank you very much, merci beaucoup, grazie mille, vielen Dank für das rege Interesse an den Inhalten und Artikeln, sowie Bildern und Information in diesem in dieser Form weltweit einzigartigen Blog über Schaufensterfiguren „Faszination Mannequins“

Wie die Blogstatistik verrät, besuchen diese Seite natürlich schon überwiegend deutschsprachige Interessierte, aber auch Menschen aus der ganzen Welt, von Neuseeland über ganz Europa den USA bis Südamerika. Die Beliebtheit kann ich aus allen diesen positiven Zuschriften ableiten, die ich von Sammlern, aber auch Laien erhalte, die mich vor allem über Google-Suche finden, da ich in den meisten sozialen Medien, wie Twitter, ausser Facebook, nicht vertreten bin (also keinen Account besitze). 

„Wenn man sich über Schaufensterpuppen informieren will, kommt man an Ihrem Blog nicht vorbei! Super gemacht…. dort haben wir auch schon oft gestöbert.“ (Juni 2020, Tanja’s Mannequins). Nun, eines der Motive, welches für mich im Vordergrund steht dieses Blog zu publizieren ist, in einem Informationspool möglichst viele Daten zu sammeln, die ich in stundenlangen Recherchen im Internet (es gibt keine Fachliteratur!), oder in persönlichen Gesprächen mit Sammlern zusammengetragen habe. Irgendwann, in zehn, zwanzig Jahren ist das Wissen sonst verloren und die „goldene Ära“ der Mannequins nur noch als matt und fahl wirkende Erzählungen im Geschichtsbewusstsein der Menschen präsent, wenn überhaupt. Mit diesem Blog möchte ich die Geschichte lebendig behalten, den Laien diese Gebrauchskunst näher bringen, von der eine ganz spezielle Form der Ästhetik ausgeht, die Zeitzeugen von Modetrends, ja sogar von sozialen Strukturwandeln sind. Mannequins aus Kunstharz sind in ihrer Form und in ihrem Ausdruck als industrielles Erzeugnis dem Menschen, d.h. ihrem Schöpfer am ähnlichsten.

Aufgrund aktueller Ereignisse habe ich etwas wenig Zeit gefunden in den letzten paar Monaten weitere Artikel zu schreiben. Themen und Ideen habe ich genug. Die Nachfrage nach Informationen ist sehr gross.

WICHTIG / IMPORTANT: Besonders bei sehr alten Schaufensterfiguren ist es oft kaum mehr möglich absolut genau Informationen zu erhalten. Recherchen sind sehr aufwändig und für die hier gemachten Angaben übernehme ich keine Gewähr. Entdeckte Fehler werden zeitnah geändert und ernst zu nehmenden Hinweisen gehe ich unmittelbar nach. Danke für Ihr Verständnis.

Die atemberaubende „Leslie“ mit der Seriennummer PW03 aus der Serie „Beauties“ von new John Nissen

Jenny, Leslie und Grace sind die drei Kopfvarianten innerhalb der Serie „Beauties“ von New John Nissen. Über die verträumte Grace habe ich bereits einen Artikel geschrieben: 

Lady Caroline Percy aus der Serie „Aristocrats“ von Adel Rootstein mit der Seriennummer AG01

Aufgrund der weltweiten Vernetzung über die sozialen Medien und Kontakte zu vielen professionellen Sammlerinnen und Sammler von Schaufensterpuppen, rund um den Globus, erhielt ich von einem in der Branche sehr bekannten US-Amerikaner im Juli 2021 den Hinweis, dass es sich bei dem von mir gezeigten Mannequin der Firma Adel Rootstein, aus der Serie „Aristocrats“ mit der Seriennummer AG01 nicht um Lady Jacqueline Rufus Isaacs handeln kann, wie ursprünglich angenommen. Bei der Identifikation verwendete ich eine Liste aller Rootstein-Serien, mit den dazu gehörenden Nummern und Namen, wobei einige der Nummern mit dem in rot geschriebenen Vermerk „not identified“ (nicht identifiziert) gekennzeichnet sind. Von einigen dutzend Serien, sowie einigen hundert verschiedenen Figuren, sind gerade einmal zwei Serien („Go Go“ von 1960 und „Aristocrats“ von 1968) und ein knappes Dutzend Namen von diesem Umstand betroffen. Sie gehören zu den ältesten Serien von Adel Rootstein – über 50 und bis zu 60 Jahre alt – , da kann es verständlicherweise zu Fehlern bei der Identifikation kommen. In der mir zur Verfügung stehenden, offiziellen Liste steht bei der Serienbezeichnung „Aristocrats“ unter Nummer AG01 Lady Jacqueline Rufus Isaacs, weshalb ich umfangreiche Recherchen über diese Person anstellte und am 12.06.2021 hier publizierte (siehe Link unten, bald auch mit der korrigierten Fassung).

https://faszination-mannequins-schaufensterfiguren.blog/2021/07/

Diese Figur war kein „Schläppi“-, sondern ein Rootstein-Mannequin, mit der Seriennummer AG01 aus dem Jahr 1968.

Bereits beim Ankauf des Mannequins war ich am Anfang etwas irritiert, da der Verkäufer im Inserat schrieb, es handle sich um eine Figur von der Schweizer Firma Schläppi und ich mir dazu keinen Reim machen konnte. Zu verschieden sind die typischen Merkmale. Bei der Abholung war mir schnell klar, dass es eine Rootstein-Figur war und nachdem ich die Seriennummer ablesen konnte, begann ich mit den Nachforschungen. Dazu gesellte sich die Hilfe von zwei Sammlerkollegen, David Williams und Zsolt Poka, welcher mir sogar einige Seiten des originalen Katalogs zuschickte; ein unverzichtbares Instrument, bei der Identifikation einer Schaufensterpuppe (siehe Bilder unten). 

Titelseite des Rootsteinkatalogs der Serie „Aristocrats“ aus dem Jahr 1968
Lady Caroline Percy mit der Seriennummer AG01 von Adel Rootstein, Serie „Aristocrats“.
Bild der real lebenden Lady Caroline Percy https://www.flickr.com/photos/fawbs/7494216402

Mir fiel natürlich schon auf, dass meine neu erworbene Schaufensterpuppe eine andere Gesichtsphysiognomie besass als Lady Jacqueline Rufus Isaacs. Doch ich vertraute der oben genannten Liste, in der Lady Caroline Percy nicht enthalten war. Doch Letztere stand für die Figur AG01 Modell – und somit kann von den „not identified“-Figuren eine zweifelsfrei zugeordnet werden.

Wie in meinem Blog hier schon an anderer Stelle beschrieben, sind bei diversen Herstellern (Rootstein, Hindsgaul, New John Nissen usw.) innerhalb einer Serie die diversen Teile (Arme, Beine, Torsen) untereinander austauschbar, da die Verbindungen absichtlich so konstruiert wurden. Manchmal waren die Teile sogar serienübergreifend kompatibel. Sofort fällt auf, dass meine Caroline nicht die selben Beine hat, wie im Katalog. Sie besitzt die Beine von der Figur AG12 (siehe Bild) und die Arme sind auch von anderen Posen zusammengestellt worden. 

Manchmal wurden innerhalb einer Serie von Schaufensterfiguren die untereinander kompatiblen Einzelteile (Arme, Beine und Torsen) individuell zusammengestellt, nicht „streng“ nach Massgabe des Kataloges. Bei meiner neuen Lady Caroline Percy mit der Nummer AG01 (Torso), sind die Beine von der Pose AG12 und die Arme auch von anderen Posen innerhalb der Serie.

Lady Caroline Percy ist am 03.05.1947 in England als Tochter des 10. Duke of Northumberland (Hugh Percy) und der Duchesse of Northumberland (Elizabeth Diana Percy) geboren (Quelle: peoplepill.com).  In der Serie „Aristocrats“ sind einige britische Berühmtheiten der damaligen Zeit repräsentiert: Lady Mary Gaye Curzon, Lady Caroline Percy, Lady Jacqueline Rufus Isaacs und  Mrs Laurie Newton Sharp. Die Serie wurde 1968 gefertigt (siehe Link).

https://www.rootstein.com/collections/aristocrats

Meine Lady Caroline Percy geputzt und neu gestylt…..
„Hand made“: 1968 wurden die Schaufensterfiguren noch von Hand und mit dem Pinsel bemalt, weshalb bei diesen alten Mannequins die Struktur sichtbar ist und eine moderne Restaurierung diese zerstören würde….