„Whirl…Swirl…Twirl & Shadows“, Laura Bone von Adel Rootstein, mit der Nr. W10.

Schon als Kind nervte es mich, dass meine viele Jahre ältere Schwester das Sprüchlein: „Zwischen zwei Zwetschgenzweigen zwitschern zwei Schwalben“ schneller, verständlicher, überwiegend fehlerfreier aufsagen konnte als ich. Sie muss etwa 15 Jahre alt gewesen sein; pubertierende Schwestern ärgern jüngere Brüder. Ich übte damals und übte, wurde immer besser und am Ende so schnell und fehlerfrei, dass ich mich an Schwierigeres heran traute. So etwa hatte mein Vater die Latte etwas höher gesteckt, mit (Mundart): „Dä Papscht het s’Psteck zschpaat bschtellt (Der Papst hat das Besteck zu spät bestellt).“ Schliesslich hat mir solchen Ehrgeiz auf sprachlicher Ebene dazu verholfen, zu verstehen, dass die Sprache ein Werkzeug ist und Eloquenz die Kunst mit diesem Werkzeug auf einer hohen Kommunikationsebene sich auszudrücken. Auch wenn mich der Serienname „Whirl.. swirl…twirl & shadows“ in gewisser Weise wieder an diese Übung mit den „Zwetschgen“ erinnern lässt und ich das Wortspiel gut verstehe, würde mir ein einfacherer Begriff besser im Gedächtnis bleiben. So machte ich mir eine „Eselsbrücke“ zum Whirlpool, als Anfang; dann klappt es meistens mit der korrekten Reihenfolge der ersten drei Begriffe, die auch anders durchmischt die identische Rhythmik beinhalten, sowieso lautmalerisch zu erkennen geben, was damit gemeint ist (ich nehme auch an, man verstehe dies ohne Kenntnisse in Englisch). Die echte Herausforderung beginnt aber erst, wenn eine Position eingenommen wird, die semantische Bedeutung und Differenzierung für sich selbst zu erschliessen. Denn lapidar gesagt bedeuten alle drei Begriffe dasselbe („wirbeln“). Doch ein sehr interessanter Artikel erklärt die feinen und subtilen Unterschiede zwischen „Swirl, Twirl & Whirl – A wordplay moment“.

swirl-twirl-whirl-word-play-moment

I love the rhythmic sounds of words similar but yet different. The way the sound rolls off my tongue and permeates the vocal airspace around me.

Es wird also „drehen“ (twistig), „drehen“ (spinning) und „drehen“ (turn around) unterschieden, was am Ende in dieser Differenziertheit im Tanz entdeckt werden kann.

HInweis: infolge technischer Probleme mit dem Programm, kann ich hier keine Links von Smugmug einbinden. Sorry technical problems with links from Smugmug. Please edit the Link and post it in Google…

Immer wieder, wenn ich in Reinach AG in dieses Brockenhaus ging, begegnete ich dieser Schaufensterpuppe; immer etwas anders angezogen, je nach Saison. Aufgrund der typischen Schminke und der Schulterkupplung wusste ich schon sofort, dass es eine ältere Adel Rootstein Schaufensterpuppe sein müsste. Aber anfänglich konnte ich sie noch nicht genau einer Serie zuordnen und der Name der modellierten Person wusste ich ebenfalls nicht.

Dann nahm ich über die spezielle Community in den sozialen Medien Kontakt auf und schon bald waren einige Profis mit mir im Dialog, wobei es um die unzweifelhafte Identifikation des Mannequins ging.

Es handelt sich um eine Adel Rootstein „Whirl..swirl…twirl & shadows“ mit der Seriennummer W10, Laura Bone, von der leider die Originalarme verloren gegangen sind (siehe Kataolgbild, oben).

Trotzdem „bettelte“ ich sie dem Brockenhaus mal alle paar Monate ab und es hiess immer „Nein, wir brauchen die noch.“ Bis eines Tages ich mit einer Almax einen fairen Tausch anbot. Seither steht die viel einfacher zu handhabende Almax im Brocki und die Laura wurde ein Schmuckstück in meinem Showroom.

Von ihr gibt es ein ganz tolles Schwarz-Weiss Bild im Inspiration Magazin von 1978 (copyright James Doiron, smugmug).