Im Internet entdeckte ich eine Adel Rootstein Schaufensterpuppe, die ich zunächst keiner mir bekannten Serie zuordnen konnte. Ihre Stellung ist auch sehr speziell und ich überlegte mir natürlich zuerst, ob ich mit dieser aussergewöhnlichen Geste wirklich die Fotos umsetzen könne, die mir in meinem Kopf vorschwebten. Als ich einen Termin zur Besichtigung mit der Verkäuferin vereinbarte, stand ich vor dieser über 1,80 m grossen, imposanten Figur. Sie hat ein „leises“, verschmitztes Lächeln auf den auffordernden, in knalligem Rot markant gezogenen Lippen. Breitbeinig und selbstbewusst steht sie da, die Arme seitwärts ausgestreckt, so als würde sie sich passiv an einer Wand abstützen, oder aktiv etwas zur Seite schieben. Gross war erwartungsgemäss die Nummer V9 in den Kopf eingraviert, was mir zunächst nicht viel sagte, da ich nur die V1 kannte. Danach kontrollierte ich sie auf Abplatzer, Risse u.ä., fand aber keine wirklich nennenswerten Schäden. Das Hauptproblem bei diesen Figuren mit der Doppeleinrastfunktion bei der Hüftverbindung von Adel Rootstein sind die Standschäden bei älteren Mannequins. Es ist der durch Eindringen von Feuchtigkeit sich ansetzender, leichter Rost, der diese eigentlich genial konzipierte Mechanik blockieren, oder schwergängig machen lässt. Nach der Begutachtung war dies der Fall und ich empfahl etwas WD 40 einzusprühen, ein ganz feines Maschinenöl. Dann war alles tiptop und ich wusste danach, dass sie in meine Sammlung gehört, also standen nur noch Preisverhandlungen an.
Viele interessante Details über ihre Person findet man in diesem Blog in einem eigenen Artikel über das Supermodel Karen Mulder, sowie über die Mannequinproduktion bei Adel Rootstein von ihrem Ebenbild:
Normalerweise ist die SD 08 von Adel Rootstein, also das Mannequin Karen Mulder aus der Serie „Seduction“ hautfarbig. Ich hatte das Glück, eine in einem metallisch glänzenden Gold kolorierte Karen Mulder zu erwerben, die nur für das Modelabel „Agent provocateur“ hergestellt wurde.
>> Hier wurden Textabschnitte nach den neusten Kenntnissen abgeändert und aktualisiert!
Sehen aus wie Zwillinge: Karen Mulder (links) neben ihrem Ebenbild, einem Mannequin aus der Manufaktur Adel Rootstein, mit der Nr. SD 09 (Serie „Seduction“)Bild aus dem Adel Rootstein-Katalog. Karen Mulder, Seduction, SD 08.
Wunderschön restaurierte Karen Mulder von Adel Rootstein. Danny Letton ist ein Sammler und glücklicher Besitzer dieser Schaufensterfigur (Serie „Seduction“, SD 08).
Perfekt in Luftpolsterfolie verpackt, kam Karen Mulder mit goldener Kolorierung bei mir an. Noch ist der wahre Glanz dieser Figur durch die Verpackung hindurch noch nicht erkennbar. Die Spannung stieg!.Ein wahrhaft wunderschönes Gesicht enthüllte sich, als ich die Verpackung entfernte. Leider hat sie hinten am Gesäss einen kleinen Schaden, was sich erst im Nachhinein, also nach Ankunft, nicht beim Kauf herausstellte.Die blonde Original-Adel-Rootstein-Perücke gab’s noch dazu und wie sich herausstellte, fertigte die Firma diese Perücke extra nur für die SD 08 an.
Das holländische Supermodell Karen Mulder erlebte in den 90er-Jahren eine einzigartige Karriere, posierte vor der Kamera für die bekanntesten Modezeitschriften und lief auf dem Catwalk für die berühmtesten Modedesigner der Welt. Bereits im Alter von nur 16 Jahren gewann sie beim Elite-Model-Look Wettbewerb den zweiten Platz weltweit. Das ist aussergewöhnlich!
Volle Lippen, wie BB (Brigitte Bardot), grosse, blaue Augen, wie kleine tiefe Seen in einer Landschaft, ebenmässiges Gesicht, umrahmt von strohblondem Haar: das waren einige ihrer Markenzeichen. Damit nicht genug, denn sie hatte auch eine starke Ausstrahlung und eine atemberaubende Figur, weshalb sie auch eine Zeitlang für „Victoria’s Secret“ in Engelsmontur und sexy Unterwäsche über den Laufsteg stakte.
Karen Mulder präsentierte für „Victoria’s Secret“ auf dem Laufsteg edle Unterwäsche und war mit weissen Engelsflügel gewandet.Victoria’s Secret Unterwäsche ist sehr exklusiv. Lediglich die berühmtesten Models dürfen sie auf dem Laufsteg (meist als Engel) und für den Katalog in sexy Pose erstmals präsentieren. Diese Ehre kam auch Karen Mulder zu.Titelseite der Modezeitschrift VOGUE, leider ohne Datumsangabe. Karen Mulder scheint hier aber noch sehr jung zu sein.Sinnlich, sexy und verspielt: Karen Mulder 1989 vor ihrer grossen Karriere. Foto: John RutterSinnlich, stark, selbstbewusst, verführerisch und doch geheimnisvoll reserviert (mit der „kalten“ Schulter, wie auf dem Bild treffend dargestellt); – einfach auf eine sagenhafte Weise attraktiv, blickt sie den Betrachter direkt und fast provokativ an. Karen Mulder erschuf ihr eigenes Image und ist 1995 dort angekommen, wo sie ziemlich zielstrebig hin wollte. Sie wurde ein Supermodel. Spanische ELLE-Ausgabe vom November 1995Anmutig wie eine Königin trägt hier Karen Mulder 1992 ein traumhaft schönes Kleid von Dior auf dem Laufsteg zur Schau. Was für ein grandioses Bild von einer so tollen Frau, die trotz hochgeschlossener Robe eine unbeschreiblich anziehende, erotische Ausstrahlung besitzt.
Heute ist es nicht mehr nötig den sprechenden Spiegel aus dem uns allen bekannten Märchen „Schneewittchen“ zu fragen: „…… wer ist die Schönste im ganzen Land?“ In der Zwischenzeit übernehmen dies die Medien, z.B. die Zeitschrift „Mirror“ (sinnigerweise bedeutet dies übersetzt „Spiegel“), der ihre Leser fragt: „Welches Victoria’s Secret Modell ist das erotischste aller Zeiten?“
21 Top- und Supermodells stehen zur Auswahl, im November 2014, und neben Heidi Klum, Gisele Bündchen, Candice Swanepol, Eva Herzigova und anderen weltberühmten Modells, ist natürlich auch Karen Mulder (Bild 16, siehe Link oben) dabei.
Auf der Webseite „fashionmodeldirectory“ zählt sie – ohne spezifisches Ranking – zu den 1000 schönsten Frauen der Welt und neben ihren Körpermassen und anderen Angaben zu ihrer Person, ist dort zu lesen, dass sie sechs Sprachen spricht, unter anderem Latein und Griechisch.
Im „Trivia“-Teil der Webseite erfährt man auch, dass man nach ihrem Ebenbild eine kleine Spielzeugpuppe (Bild oben) produzierte und sie in dieser Hinsicht in den engsten Kreis der drei Auserwählten gehört, neben Claudia Schiffer und Naomi Campbell. Damit aber noch nicht genug der Ehre, denn es wurde sogar eine neue holländische Tulpe nach ihr benannt, aus der Gruppe „Triumph“ (Nomen est Omen!). Sie ist einfarbig, knallgelb und leuchtet in der Sonne wie ein helles, fröhliches Licht.
….., aber drei davon finde ich persönlich besonders schön, weshalb ich sie hier poste und kommentiere:
Auf diesem Bild strahlt Karen Mulder eine sehr faszinierende Jugendlichkeit, Unbeschwertheit aus. Ihr Make-up ist sehr dezent und natürlich.Mit etwas Phantasie assoziiere ich zumindest bei diesem sexy Kleid ein Kettenhemd, Stärke, selbstbewusste Frau, wilde Entschlossenheit (wilde Frisur!), eine Kämpferin, Kriegerin; vielleicht sogar eine Anlehnung an die nordische Mythologie der Schildmädchen des Wodan, welche die tapferen Helden im Kampf aufsuchten und küssten, sie auf ihr Ross holten und sie zu Wodan, dem Gott des Krieges brachten, der sie mit allen Ehren empfing und sie – die Walküren des Wodan – (Zitat): „sich bemühten (den Helden) die Leiden der Erde vergessen zu machen.“ (Quelle Julius von Negelein 2014, zum Thema Walküre in „Germanische Mythologie“ Nachdruck von 1906). Tolle Vorstellung 😉Eines der schönsten Bilder ist jenes von Karen Mulder mit weissem Kopftuch und orientalisch angehauchtem Flair auf der Titelseite der VOGUE (Jahrgang nicht bekannt). Die Tiefe der Sinnlichkeit und die spirituelle Identität der Erotik liegt nicht in der Blösse, sondern in der Akzentuierung der Partien im Gesicht, in dem die meisten Botschaften der Seele, durch Mimik, Blicke und Worte kommuniziert werden. Auch Farben haben eine Signalwirkung. Meiner Meinung nach ist dieses Make-up und Styling für sie perfekt; einer Schönheitskönigin sehr wohl angemessen.
Adel Rootstein beauftragte ihren firmeninternen Bildhauer, von Karen Mulder mehrere Skulpturen anzufertigen, um nach ihren Ebenbildern Mannequins zu produzieren. Im Bild unten steht Karen Mulder neben einer ihrer fertigen Schaufensterpuppen (Serie „Seduction“ SD 08):
Das Supermodel Karen Mulder (links) stützt sich auf der rechten Schulter von ihrem Ebenbild als Schaufensterfigur ab, die von Adel Rootstein angefertigt und mit der Seriennummer SD 08 (Seduction) in ihre Kollektion übernommen wurde.Mannequin von Adel Rootstein, Karen Mulder, Serie „Seduction“, SD 08Mannequin von Adel Rootstein, Karen Mulder, Serie „Seduction“, SD 08
In einer Ausstellung in New York wurde neben dem modellierten Kopf des Bildhauers, auch die fertige Schaufensterfigur von Karen Mulder ausgestellt, anlässlich eines Jubiläums der Firma Adel Rootstein. Die Figur ist die SD 09.
Es gibt nun einige Sammler, die ihre Mannequins komplett restaurieren. Manche werden auch von professionellen Firmen aufgefrischt, d.h. in einem sog. „Make-over“ werden schadhafte Stellen ausgebessert, die Figur danach komplett neu lackiert und ein frisches Make-up angebracht. Bei den ersten beiden der vier Bilder einer Karen Mulder aus der Serie „Seduction“, mit der Nummer SD 08, hat der amerikanische Sammler Ivan (ibnhouston) – ob bewusst, oder unbewusst – exakt die Augenfarbe und den Farbton vom Lippenstift übernommen, wie auf dem Bild mit dem weissen Kopftuch. Ivans Figur ist wirklich sehr schön und er versteht es auch, die Mannequins auf beeindruckende Art zu stylen.
Das dritte Bild, die Profilaufnahme von Adel Rootstein’s Karen Mulder mit schwarzen Haaren und Pferdeschwanzfrisur, ist auch sehr schön gestylt. Es stammt von Lester Jones.
Das letzte Bild mit Karen Mulder mit den blonden Haaren, stammt vom Sammler Danny Letton. Wunderschönes Mannequin, toll restauriert! Dazu einen Auszug aus den in flickr geposteten Kommentare: Wes „Rootstein did a fabulous job capturing one of the great beauties of the Supermodel Era!!! With this makeup she looks just like the real thing!“ Wonderful Electric: „I would kill to find this mannequin for sale… I’ve been searching for her for almost 10 years!“
>> Einige Textpassagen wurden aktualisiert und dem heutigen Wissen des Autors angepasst. Die Fa. Adel Rootstein existiert nicht mehr, weshalb auch keine Mannequins mehr dort geordert werden können.
Yasmin Le Bon ist eines der berühmtesten Models der Welt. Ihre steile Karriere begann Mitte der 80-Jahre und dauert immer noch an. Weite Angaben über diese wunderschöne Frau sind in einem eigenen Artikel in diesem Blog zu finden:
Für ihre eigene Schmuckkollektion, cie sie im Jahr 2000 auf den Markt brachte, legte sich das Supermodell selber vor die Kamera. Dieses Bild fidne ich traumhaft schön!Der Bildhauer von Adel Rootstein modelliert den Kopf der jungen Yasmin Le Bon.
Viele der Mannequins von Adel Rootstein sind das Ebenbild lebender Personen, verewigt und in einem „Moment“ eingefangen. Im Bild oben sitzt Yasmin Le Bon einem Bildhauer von Adel Rootstein Modell, mit einem leicht angestrengt scheinenden Gesichtsausdruck. Sie darf sich nicht bewegen und muss bei jeder Sitzung die selbe Haltung, sowie die selbe Mimik einnehmen. Hier ist der Mund leicht geöffnet, wie beim liegenden Mannequin.
Yasmin Le Bon von Adel Rootstein, ist als über die linke Schulter blickendes, auf der rechten Seite liegendes Mannequin gestaltet. Sie trägt die Nummer RF 05 und gehört der Serie „Frieze“ an.
Anlässlich einer Rootstein-Präsentation, wurde eine Szene an einem Swimmingpool nachgestellt, in der Yasmin Le Bon als Mannequin auch ihren Platz bekam; mit dem weissen Badetuch um die Schulter am Bassinrand räkelnd.2007 fand in New York eine Ausstellung über die 50-jährige Firmengeschichte von Adel Rootstein stat, wobei einige Mannequins, u.a. RF 05, ausgestellt wurden. Man sieht links auf dem Sockel den fertig modellierten Kopf von Yasmin Le Bon, die dafür Modell gestanden hatte.
Vor allem die Schwarzweiss-Aufnahme (weiter oben) ist mir schon länger bekannt und wusste, dass es sich um Yasmin Le Bon handelt, wonach mir immer in meinen Gedanken umhergeisterte, ich würde auch gerne eine Schaufensterfigur von ihr besitzen. „Geduld bringt Rosen“, sagt man. Das war hier eindeutig der Fall. Seit ein paar Tagen besitze ich ein Yasmin Le Bon-Mannequin von Adel Rootstein: die Liegende (RF 05) aus der Serie „Frieze“.
Provokativ in Lack und Leder: Yasmin Le Bon stand nicht nur für Haute Couture vor der Kamera.
Einerseits liess ich mich beim Styling der Schaufensterpuppe von Yasmin Le Bon ein wenig von ihrer stolzen, fast etwas spielerisch-dominanten Art inspirieren, wobei mir einerseits ein Gedanke an „Fifty shades of Grey“ in den Sinn kam, andererseits hingegen wollte ich einen Akzent in Bezug auf ihre iranischen Wurzeln setzen, von wo auch dieses verhaltene Temperament herrührt und auf das innere, lodernde Feuer hinweisen soll. Ich lasse hier nun mal meine erste Bilderserie sprechen:
Sinnlich und selbstvergessen blickt Yasmin Le Bon in ihrer makellosen Schönheit in die Welt. Ob sie wohl 1985, als dieses Bild entstand, von ihrer einzigartigen Karriere als Model träumte, die sie danach begann? Foto: Arthur Elgort in „Mademoiselle US“, 1985
Ihre Augen glänzen wie schwarze Edelsteine, so als wären sie geschliffene Turmaline. Im strahlenden Sonnenlicht aber funkeln sie wie dunkler Bernstein. Alleine schon der Blick ist betörend, bei dieser schönen Britin mit halbiranischen Wurzeln. Sie ist 1964 geboren und war 1985 (s. Bild oben) erst am Anfang ihrer Karriere als Model. Sie zierte unzählige Titelseiten berühmter Modejournale und wurde weltberühmt, weshalb die italienische ELLE sie in der letztjährigen Jubiläumsausgabe (Dezember 2017, 30 Jahre) erneut auf der Frontseite abbildete.
Zum 30-jährigen Jubiläum der italienischen ELLE, wurde im Dezember 2017 Yasmin Le Bon erneut abgebildet. Foto: Max Vadukul Quelle Twitter (s. Link)
Ob als junges Mädchen damals in den 80er-Jahren, oder heute als über 50-jährige Frau und Mutter von drei Töchtern: sie hat etwas magisches an sich, ein geheimnisvolles Feuer lodert in ihrem Innern, wie bei einem Vulkan. Sanft, aber auch provokativ wird sie in unzähligen Modefotos abgebildet und ihre Figur ist einfach atemberaubend.
Yasmin Le Bon in verträumter und erotischer Pose im Jahre 1987 mit 23 Jahren. Foto: Andrew MacPhersonYasmin Le Bon 2016 mit 52 Jahren; wunderschön, hier auf dem Cover von Harper’s Bazaar, einer der berühmtesten Modezeitschriften, zusammen mit ihrer Tochter Amber Le Bon.
Die englische Zeitung Daily-Mail titelte im Sommer 2016 in ihrem Artikel: „They could be sisters! Yasmin Le Bon, 51, looks younger than her years as she models with daughter Amber, 26, for new fashion campaign.“
Tatsächlich würde man meinen, Yasmin (Mutter) und Amber (Tochter) seien Schwestern.
In völlig relaxter Haltung, mit den Händen in den Hosentaschen, blickt Yasmin Le Bon von der Titelseite. Sie zeigt ihren wunderschönen Körper oben ohne ganz offen. Titelseite vom Mai 1993, der Frauenzeitschrift Marie Claire
Im Mai 1993 blickte sie mit nacktem Oberkörper völlig entspannt über ihre Schulter und schliesslich von der Titelseite der Frauenzeitschrift Marie Claire, die an jedem Kiosk in der Auslage zum Verkauf angeboten wurde. Heute, 25 Jahre später, wäre dies in der immer puritanisch werdenden Zeit undenkbar.
Auch angezogen ist Yasmin Le Bon sehr sexy! Seite aus ihrer Model-Setkarte bei der Agentur Elite in New YorkAufnahme mit „Wouuw“-Effekt. Yasmin Le Bon in sinnlicher, liegender Pose mit orientalischem Schmuck und wellenden Haaren. Dieses Geheimnisvolle, das sie umgibt und diese Glut in ihren dunklen bernsteinfarbenen Augen haut mich um. Diese iranstämmige, orientalische Schönheit ist eine Klasse für sich. Das Bild entstand im September 2009 (siehe Quelle beim Link unten), anlässlich einer eigenen Schmuckkollektion YLB, die sie 2010 auf den Markt brachte.
Man findet im Internet viele faszinierende Aufnahmen von Yasmin Le Bon, aber dieses Portrait (oben) mit den wellenden Haaren, diesen Bernstein-Augen, dem perfekten Make-Up, dem orientalischen Türkisschmuck und dieser makellosen Haut (vermutlich mit Photoshop noch etwas nachgeholfen; heute weiss man nie…) ist aus meiner Sicht das absolut schönste Bild von ihr, mit 100%-igem „Wouuw“-Effekt!
Ein von der Manufaktur Adel Rootstein angestellter Bildhauer sieht man auf dieser Aufnahme bei seiner Arbeit, aus Lehm den Kopf einer Frau zu modellieren. Es ist die junge Yasmin Le Bon.
Seit ich dieses Bild im Internet entdeckte, auf dem der Bildhauer von der Manufaktur Adel Rootstein während seiner künstlerischen Arbeit abgebildet ist, wünschte ich mir das entsprechende Mannequin von dieser Frau, deren Gesicht hier aus Lehm modelliert wird. Es ist Yasmin Le Bon während der ersten Phase der Entstehung eines Mannequins nach ihrem Ebenbild.
Adel Rootstein entwarf eine liegende Yasmin Le Bon, mit einem über die linke Schulter blickenden Kopf und mit einem leicht geöffneten Mund, wie auf dem Foto weiter oben gezeigt wird. Sie ist nun Teil der Mannequinserie „Frieze“ und trägt die Seriennummer RF05. Ihr Körper ist dem Original ebenfalls nachempfunden. Es gibt Yasmin noch in einer knienden (RF06) und einer stehenden Haltung (RF08).
Arrangement von Rootstein-Figuren an einem mit Wasser gefüllten Swimming-Pool. Diese Mannequins sind den Originalen dermassen ähnlich, dass diese Szene fast wie echt wirkt. Im Vordergrund mit weissem Badetuch und entblösster Brust räkelt sich Yasmin Le Bon in ihrer liegenden Variante „Frieze“ RF05. Am Rand des Pools sitzend, mit den Beinen im Wasser ist eine Ira und mit dem Rücken zur Kamera ist vermutlich die Helga aus der Frieze-Serie.
Weil die Mannequins von Adel Rootstein den Menschen täuschend ähnlich sehen und echt wirken, fokussieren sich einige Sammler fast ausschliesslich auf diese Figuren von einem der immer noch führenden Hersteller von Schaufensterpuppen. Die Szene am Pool (obiges Foto) wurde für Promotionsfotos der Firma arrangiert. Unten die echte Yasmin Le Bon auf dem Rücken liegend an einem Pool.
Sinnlich-erotische Pose der echten Yasmin Le Bon am Pool…. Das Bild sagt alles….Präsentation von Yasmin Le Bon RF05 aus der „Frieze“-Serie in New York 2006, anlässlich einer Retrospektive von Adel Rootstein über 50 Jahre Firmengeschichte. Foto: Timothy A, Clary
Anlässlich einer Retrospektive bezüglich der 50-jährigen Firmengeschichte von Adel Rootstein, wurden eine Auswahl einiger Mannequins in einer Ausstellung in New York 2006 präsentiert. Eine dieser Schaufensterpuppen war RF05, die liegende Yasmin Le Bon, aus der Frieze-Serie, hier mit Netzstrümpfen und Schleier eingekleidet. Von den Füssen her gesehen erkennt man ihr schönes Gesicht, mit dem leicht geöffneten Mund; einfach sehr schön!
In einer sehr ähnlichen Pose, wie als Mannequin, liegt Yasmin Le Bon auf einem Rasen im Gegenlicht, um eine Kampagne gegen Pelze zu unterstützen. 2000
Vermutlich ist es ein Zufall, dass sie auf einem Foto aus dem Jahr 2000 in einer Stellung anlässlich einer Antipelzkampagne posierte, die jener vom Mannequin RF05, d.h. ihrem Ebenbild sehr ähnlich sieht. Seit dem 15.02.2018 bin ich nun glücklicher Besitzer einer liegenden Yasmin Le Bon aus der „Frieze“-Serie mit der Nummer RF05 in makellosem Zustand! Eigene Fotos folgen und bekommen einen eigenen Artikel.
Mehr als zwei Dutzend Hersteller von Schaufensterfiguren haben sich in den letzten 60 Jahren den Markt geteilt und jeder versuchte sich vom Konkurrenten abzuheben. Dabei entstand eine breite Palette von Mannequins, denen sogar lebende Menschen als Vorlage dienten (wie bei Adel Rootstein), oder andere Besonderheiten aufweisen, wie z.B. die erstaunlich naturgetreue Modellierung bei New John Nissen-Figuren. Sammler besitzen ihre Vorlieben; und so gibt es einige, die fokussiert Adel Rootstein-Mannequins, oder Hindsgaul-Figuren sammeln, weshalb man bei diesen Marken in der Regel tiefer in die Tasche greifen muss, als bei anderen Mannequin-Marken. Im teuersten Preissegment sind Schaufensterfiguren zu finden, die aber neu restauriert und in einem sehr guten Zustand sind. Da sich die Kosten für ein sog. Make-Over erst bei seltenen Mannequins sich wirklich lohnt, bleiben die eher weniger beliebten Figuren oft im Originalzustand und sind durch falsche Teile, Risse, Brüche, Kratzer und Abplatzer minderwertig. Meine Sammlung umfasst zur Zeit 14 verschiedene Hersteller, mit insgesamt über 140 Figuren, was sie schweizweit zur grössten und breitestpalettierten Kollektion macht. Die unten aufgeführte Liste folgt keiner bestimmten Logik, Chronologie, oder einem Alphabet, sondern stellt quasi hierarchisch die Reihenfolge meiner persönlichen Vorlieben dar, obwohl die „Grenzen“ nicht klar gezogen sind. Die Yasmin le Bon von Rootstein, die 8424 (Young Look) von Hindsgaul, die liegende Almax, die L9 Act 1 von New John Nissen: sie alle gehören zu meinen Favoriten und sind in diesem Blog beschrieben. Auf die „Sarah“ von New John Nissen habe ich rd. 7 Jahre gewartet. Gegen eine Mitnacht habe ich sogar eine sitzende Ira von Rootstein eingetauscht…. Schönheitsempfinden ist relativ….
Einige der Hersteller produzieren heute noch realistische Schaufensterfiguren, lassen sogar alte Serien wieder aufleben (z.B. „Classic“ bei Adel Rootstein). Wie man sich in diesem „Dschungel“ von Mannequins zurechtfindet, soll eines der Hauptziele dieses Blogs sein. Zudem gibt es von Loutoff z.B. billige Asien-Kopien von hochwertigen Hindsgaul-Figuren (z.B. „Angie“), die offiziell korrekt, aber von Privat auch schon als „echte Vintagepuppe“ im Internet angeboten wurde, was sie definitiv nicht ist. Hier erhält man auch Informationen, die der Bestimmung einer Schaufensterfigur dienen. Anhand der Kolorierung, der Schminke, der Körperproportionen, des Gesichtsausdrucks und der Hüft- und Handverbindungen, sowie Schulterkupplungen kann ein Hersteller eruiert werden, wenn eingestanzte, oder aufgeklebte Labels und Seriennummern (meist gestempelt) fehlen und die Identifikation so erschwert ist. Weitere Erkennungszeichen sind in den jeweiligen Beiträgen zu finden, wie z.B. die Schraube oder Flügelmutter am Rücken der älteren Moch-Figuren, oder dem Gewindebolzen am Handgelenk der Almax usw.
Hier die Liste (zur vorherigen Version vom Februar 2018 etwas abgeändert):