So erlebte ich es als Jugendlicher, der gerade im Begriff war Berufsfotograf zu werden und aus einer Künstlerfamilie stamme: es war eine Aufbruchstimmung in Kunst und Kultur und mit der Erfindung der Pop-Art setzte Andy Warhol in den USA ein Zeichen, stellvertretend für alle Visionäre und Avantgardisten. In dieser Zeit war New York einer der Zentren; und so ist diese ewig pulsierende Megacity mit Andy Warhol verbunden. Als er damals die Pop- und Stilikone Dianne Brill kennenlernte, nannte er sie „Shape of the 90s“, bezogen auf ihre unübersehbaren, sehr femininen Kurven – die als eine Art Gegenentwurf für Twiggy ins Licht der grellen Scheinwerfer geführt wurde. Strickjacken waren wieder out, die Hippieszene verblasste. Schrill, grell und aufsehenerregend war angesagt. Nie enden wollende, nächtliche Partys…. Supermax‘ „Love Machine“ im Morgengrauen, nach durchgetanzten Disconächten am Ende der Feier, gab das Zeichen dafür, dass man das Lokal verlassen sollte. Ich erinnere mich gut!
Dann kamen die 90er-Jahre; Thierry Mugler, die Haute-Couture Kollektion „Les Insects“. Seine bereits seit vielen Jahren für ihn arbeitende Muse Dianne Brill, mit ihrer Sanduhrfigur, wie geschaffen.
Bereits ende der 80er-Jahre stand Dianne Brill dem Bildhauer John Taylor Model, der einen überwiegenden Teil der Skulpturen jener Zeit für einen der marktführenden Hersteller arbeitete: Adel Rootstein. Die Serie DB 01 – DB 03 (eine eigene Serie mit drei Posen von Dianne Brill) wurde 1990 an der Messe in Düsseldorf vorgestellt.
Screenshot aus dem Youtube-Video „Dianne Brill on One Hour with Jonathan Ross“. Dianne Brill sitzt in dieser TV-Sendung vom 03. September 1990 in der Talk-Show neben einer ihrer Schaufensterpuppen
Heute am 03.02.25 fand ich beim Recherchieren zum Thema dieses absolut umwerfend lustige Video auf Youtube, mit einer schlagfertigen Dianne Brill aus dem Jahr 1990, wobei sie in dieser Talkshow von ihrer Schaufensterpuppe, von ihrem Eebenbild (einer Adel Rootstein-Figur) begleitet wird! Must see!!!Dianne Brill mit üppiger Oberweite verteilt im Studio kleine Brill-Figuren aus Schokolade, wobei die Zahlen 9 und 0 (für 1990) den beiden Brüsten vorstehen. Sehr lustig!Dianne Brill (rechts) mit Stardesigner Thierry Mugler (links) ca. 1997 bei einer Modenschau. Quelle Instagram Dianne Brill: https://www.instagram.com/p/CZKhp2QpMR-/?img_index=1Dieses wunderbare Bild von Dianne Brill fand ich auch auf ihrer Instagram-Seite, das offenbar im Zusammenhang mit einem Zeitungsartikel mit dem Titel „No one said Stop!“ in London publiziert wurde: Quelle: https://www.instagram.com/p/CVS_h_-NqKm/
„Keiner hat Stop gesagt!“ („No one said Stop!“) Diese beeindruckende Frau hat sich immer wieder neu erfunden und ihren Look geändert… vor zehn Jahren:
Nun war mir lange nicht ganz klar, bei dieser enormen Wandlungsfähigkeit von Dianne Brill, für welche Frisur im mich entscheiden würde. Dutzende Fotos, wenn nicht über hundert Bilder, suchte ich mir im Internet zusammen, verglich und beurteilte, fand alles toll…; aber erst als ich auf Youtube ein Schwarzweiss-Video von einem ihrer Auftritte bei Thierry Mugler gesehen hatte, welches noch in einer sehr schlechten Aufnahmequalität war, machte es „klick“ und mir war sofort klar: diese Frisur MUSSTE ich haben! Ich besprach also alles mit meiner Kollegin, die ein Coiffeurgeschäft führt. (Später noch ein Farbfoto gefunden: Quelle Instagram Dianne Brill https://www.instagram.com/p/BQyBShLjMQ3/
Danke Angie!!! Eine Kollegin mit einem Coiffeurgeschäft hat für mich diese sensationelle Perücke angefertigt, speziell für eine meiner Dianne-Brill-Schaufensterfiguren. Ich stellte mir ein ganz nahe am Original liegendes Hairstyling vor, welches sie anlässlich einer Modenschau für Thierry Mugler trugErste Bilder der neuen Perücke an einem meiner Dianne Brill-Torsen…..
Ira Bezroukova von Adel Rootstein, Foto „flickr“ Anette (Sammlerin)
Als ich im Januar 2017 beim googeln (ich glaube zum ersten Mal) auf dieses Bild stiess, verschlug es mir beinahe den Atem. Ich entdeckte dieses auf „flickr“, wo ich mich angemeldet hatte, um auch selber Aufnahmen hochzuladen. Als ich aber dieses Bild von meiner Sammlerkollegin Anette sah, wusste ich: ich MUSS um jeden Preis eine solche Schaufensterfigur aus der Serie „Girl Thing“ von Adel Rootstein namens Ira Bezroukova haben. Kurz darauf sah ich ein Inserat einer sitzenden Ira, dann kam eine stehende Ira hinzu und noch eine…. Seit wenigen Wochen nun besitze ich die vollständige Serie mit den Seriennummern AR 06 – AR 10.
Alte Original-Katalogbilder von Adel Rootstein, betreffend „Girl Thing“-Serie AR 06-AR10, Ira (Irina) Bezroukova
Etwas später entdeckte ich auf „flickr“ ein Portrait einer Ira mit Glasaugen. Sie wurde von der Firma „Dash-N-Dazzle“ in den USA komplett restauriert. Da habe ich mich dabei ertappt, dass ich den Mund vor Erstaunen kaum mehr zu brachte:
Ira Bezroukova von Adel Rootstein; restauriert und mit Glasaugen versehen von der Firma „Dash-N-Dazzle“ in den USA
Eine wirklich sehr schön gestylte Ira (AR 10) habe ich vor wenigen Tagen auf der Homepage von James Doiron entdeckt, der sie im H&M New York (USA) fotografierte.
James DoironJames DoironJames DoironJames DoironJames Doiron
Erst kürzlich schrieb ich einen Artikel über die goldene Karen Mulder von Adel Rootstein, mit einem Bild von einem tollen Schaufenster von der Fa. „Agent Provocateur“ mit einer solchen Figur ausgestellt:
Natürlich kann ich mich erinnern, an die vor Weihnachten reich dekorierten Schaufenstern in der Stadt, in welche meine neugierigen Kinderaugen damals blickten – vor allem natürlich beim Spielwarenladen „Franz Carl Weber“ in der Zürcher Innenstadt, an der Bahnhofstrasse, die über Kopf mit tausenden von Lämpchen behängt ein berauschendes Lichtermeer erzeugte. Im Kunstschnee wurden Modelleisenbahnen, Teddybären und maßstabgetreue Helikopter zum Spielen der Kundschaft präsentiert, die nicht selten genervt vom quengelnden Nachwuchs war, der am liebsten den gesamten Inhalt der Auslage mit nach Hause genommen hätte. Doch auch mein Kinderherz hüpfte schon, wenn unter dem Weihnachtsbaum genau dieses Feuerwehrauto mit Drehleiter lag, welches ich im Schaufenster gesehen und auf meine gedankliche Wunschliste gesetzt hatte und ich auspacken durfte. Ach! Waren das schöne Zeiten!
Als ich gestern dieses aussergewöhnliche Foto von der Weihnachtsdekoration der Edel-Boutique für Unterwäsche „Agent Provocateur“ im Internet entdeckte, musste ich zuerst ein wenig schmunzeln, denn als Kind, wie damals vor dem „Franz Carl Weber“, hätte ich zuerst die Helikopter im Fokus meiner Blicke und diese zuoberst auf der Wunschliste gehabt. Auch die Tännchen und die Figuren hätten vor einigen Jahrzehnten perfekt auf meine selber aufgebaute Eisenbahnanlage gepasst. Aber gestern fiel mein Blick natürlich zuerst auf die goldene Karen Mulder von Adel Rootstein und ich merkte, dass sie vor meinem inneren Auge blitzschnell, vorbei an allen Helikoptern, Spielfiguren und Tännchen vorüber an die Spitze von meiner imaginierten Wunschliste rückte. Jaja, meine lieben Leserinnen und Leser dieses Blogs: so ändern sich mit den Jahren die Prioritäten! Und so wie ich als Kind eine ganze Flotte von Feuerwehrautos und Helikoptern herbeisehnte, so würde ich heute diese wunderschöne, goldene Schaufensterfigur (wenn es sein muss mit den Helikoptern) mit nach Hause nehmen…. So hat diese, wovon ich bereits seit einigen Jahren ein Exemplar besitze, einen speziellen Platz, wo ich täglich mehrmals an ihr vorbei gehe, sie bewundere und mich gerne daran erinnere, wie ich als Kind mit meinem Feuerwehrauto und heute mit meiner goldenen Karen Mulder, von Adel Rootstein aus der Serie „Seduction“ glücklich bin.
Sie steht hier links neben der etwas modifizierten Alison Fitzpatrick (auch von Adel Roostein), in ihrem sexy Badeanzug mit Eisbär „Knut“ und mit Perücke von Adel Rootstein. Das helle Sonnenlicht fiel gerade so schön durch die Fenster im Dachstock und verbreitete diese magische Atmosphäre, als ich diesen Moment mit meinem Handy festhalten wollte.
Mehr hier in einem meiner ersten Beiträge vom 19. Februar 2018:
Of course, I can remember the richly decorated shop windows in the city before Christmas, into which my curious children’s eyes looked back then – above all, of course, at the toy shop „Franz Carl Weber“ in downtown Zurich, on Bahnhofstrasse, which was overflowing with thousands of lamps hung an intoxicating sea of lights. Model railways, teddy bears and true-to-scale helicopters were presented in the artificial snow for the customers to play with, who were often annoyed by the whining offspring, who would have liked to have taken the entire contents of the display home with them. But even my child’s heart jumped when the fire truck with turntable ladder lay under the Christmas tree, which I had seen in the shop window and put on my mental wish list and I was allowed to unpack. Oh! Those were good times!
Yesterday, when I discovered this extraordinary photo of the Christmas decorations of the high-end lingerie boutique “Agent Provocateur” on the Internet, I had to smile a little at first, because as a child, like back then before “Franz Carl Weber”, I would have seen the helicopters first Focus of my looks and had this at the top of the wish list. A few decades ago, the little tanks and the figures would have fitted perfectly on my self-built railway system. But yesterday, of course, my eyes first fell on Adel Rootstein’s golden Karen Mulder and I noticed that in front of my inner eye, past all the helicopters, game figures and little fir-trees, she moved to the top of my imaginary wish list in a flash. Yes, my dear readers of this blog: this is how priorities change over the years! And just as I longed for a whole fleet of fire engines and helicopters as a child, today I would take this beautiful, golden mannequin (with the helicopters if necessary) home with me…. So this one, of which I have had a copy for several years, has a special place where I walk past it several times a day, admire it and like to remember how I used to drive my fire engine as a child and now my golden Karen Mulder, by Adel Rootstein from the series „Seduction“.
She is standing here to the left of the slightly modified Alison Fitzpatrick (also by Adel Roostein), in her sexy swimsuit with polar bear „Knut“ and with a wig by Adel Rootstein. The bright sunlight was just falling so beautifully through the attic windows and creating this magical atmosphere as I tried to capture the moment on my phone.
ACHTUNG / ATTENTION: Aufgrund der neusten Recherchen sind diese Angeben in diesem Artikel in Bezug auf die Figur mit der Seriennummer AG01 nicht mehr korrekt und dieser Beitrag wird entsprechend angepasst (vgl. „Lady Caroline Percy“
1968. Adel Rootstein entschliesst sich, eine junge, schöne und begehrte Frau in der aristokratischen High Society in ihre damals neue Mannequin-Kollektion aufzunehmen: Lady Jacqueline Rosemary Margaret Rufus Isaacs hiess sie mit vollem Namen – kurz Jackie – , die durch eine angebliche Affäre mit dem Gemahl der Prinzessin Margaret, Lord Snowdon, sowie den entsprechenden Storys auf den Titelseiten der Boulevardpresse berühmt wurde. Antony Charles Robert Armstrong-Jones – kurz Tony (Lord Snowdon) – lernte Jackie bereits im Alter von 14 Jahren kennen, da ihre Eltern (Lord and Lady (Margot) Reading in der Nachbarschaft wohnten. Als Jackie 21 Jahre alt war, begann die Affäre mit dem berühmten Fotografen, der aber Hausverbot erhielt, als diese aufflog, bzw. der dringende Verdacht aufkam, da könnte ein Skandal die königliche Familie in Ungnade bringen. (Quelle, siehe Link)
„By 1968, at the age of 21, she was a favourite of the gossip columns – slim, blonde, sexy, well-educated and sharp-witted, a model and an acknowledged beauty.“ Im Jahr 1968, im Alter von 21, war sie bevorzugt in den Klatschspalten (der Presse) erwähnt – schlank, blond, sexy, gebildet und scharfsinnig, ein Model und eine anerkannte Schönheit. (Quelle: The Lady & The Lord: Lord Snowdon & Lady Jacqueline Rufus Isaacs | The Esoteric Curiosa )
Schlank, blond, sexy und gebildet…. Lord Snowdon erlag dem Charme der jungen, 21-jährigen Lady Jacqueline Rufus Isaacs. Irgendwie verständlich 😉
Neben Lady Jacqueline Rufus Isaacs gehören Lady Carolyn Percy, Lady Mary Gaye Curzon und Laurie Newton Sharp in diese Serie von 1968.
Titelbild de Originalkatalogs von 1968 der Serie „Aristocrats“ von Adel Rootstein. (Quelle: (1) Facebook) > Adel RootsteinEin wirklich aussergewöhnliches Zeitdokument (Screenshot aus einem Video / Copyright Pathé-film, England): Freundlich, aber bestimmt, richtet Adel Rootstein persönlich den Kopf von der jungen, schönen Lady Jacqueline Rufus Isaacs so aus, dass ihre Haltung ihrem Ebenbild – links neben ihr – als Mannequin entspricht. (Quelle: (101) Debs Model For Display Dummies (1969) – YouTube)
In einem „tumblr“-Blogbeitrag fragt ein gewisser „lieutenant-sommers“, ob der Autor etwas mehr Informationen über Jeremy Brett liefern könne, der ebenfalls von Adel Rootstein als Schaufensterfigur produziert wurde. In diesem Zusammenhang fällt der Name Lady Jacqueline Rufus Isaacs (Quelle: …my healthy holmes obsession… — Can I ask you about the Brett Rootstein… (tumblr.com)
Jeremy Brett mit einer Schaufensterfigur unter dem Arm….. (siehe Link oben). Anhand der Beinstellung und dem Gesicht, gehe ich davon aus, dass es sich um die Figur Lady Jacqueline Rufus Isaacs, mit der Seriennummer AG 1 handeln muss.
Auf einem Foto trägt der echte Brett eine Schaufensterpuppe unter dem Arm. Es handelt sich dabei mit grösster Wahrscheinlichkeit um die Figur aus der Serie „Aristocrats“ mit der Nummer AG 1, d.h. um eine Pose mit parallel stehenden Beinen und einem leicht zur linken Schulter geneigten Kopf, was letztlich zur Identifikation von Lady Jacqueline Rufus Isaacs führt.
Meine neue Adel Rootstein Schaufensterfigur aus dem Jahre 1968 mit der Seriennummer AG 1, aus der Serie „Aristocrats“ – eine Lady Jacqueline Rufus Isaacs… Sie muss zuerst noch gereinigt und gestylt werden (Foto vom Verkäufer / eigene Fotos folgen). Möglicherweise ist der linke Arm nicht original…
Zur Serie „Aristocrats“ gehört noch die Figur (die Figuren) einer älteren Lady mit dem Namen Laurie Newton Sharp (siehe Bild unten).
Laurie Newton Sharp von der Serie „Aristocrats“ mit den Seriennummern AG 7, AG 8 und AG 9.
„Jackie“ Isaacs damals und heute (vor rd. 10 Jahren):
Das erfolgreiche Model Dianne de Witt, welches von der Firma Adel Rootstein als Mannequin aus Fiberglas für die Ewigkeit angefertigt wurde, gab es in drei Posen mit den Seriennummern LS 5, LS 10 und LS11, wobei die LS10-Figur eine sitzende Position einnimmt.
Wie viele andere Schaufensterfiguren von Rootstein, aber auch von anderen Manufakturen, gab es die LS10 in zwei Grundfarben: hell und braungebrannt, bzw. „skandinavisch“ oder „mediterran“. Wenngleich beide Varianten die genau gleiche Form und Pose besitzen, wirken sie doch nebeneinander sehr unterschiedlich.
Ich finde es immer besonders spannend, wenn ich versuche nicht deklarierte Schaufensterfiguren zu identifizieren. Dabei trainiere ich mein umfangreiches Wissen über Mannequins, lerne aber auch immer wieder Neues hinzu. So sehe ich mir wöchentlich dutzende Inserate im Internet an, ohne diese aber zu kaufen, einfach so aus Neugierde und einer Art Bildungshunger, den ich schon in meinen Kindertagen ausgeprägt entwickelte. Waren es vor 50 Jahren die sorgfältig gesammelten Briefmarken, welche ich in den Katalogen suchte und entsprechend den Serien und Ländern in die Bücher einsortierte, sind es heute Schaufensterpuppen, welche ich so gut wie möglich versuche zu identifizieren und damit einem Hersteller, bzw. in eine Serie zuzuordnen. Eine besondere Herausforderung, wie ich meine, ist die Bestimmung von Mannequins, die in Filmen vorkommen. Im Film „Mannequin“ aus dem Jahre 1987 stachen mir in erster Linie die beiden Figuren von Sam Curtis (X12) und Helen Greenwood (V09) – beide von Rootstein – ins Auge, was aber auch nicht unbedingt eine hohe Kunst bedeutet, da ich beide in meiner Sammlung habe.
Rootstein’s Sam Curtis X12 im Film „Mannequin“ aus dem Jahr 1987
Mit diesem angewinkelten Arm und der gesamten Körperhaltung sticht Sam Curtis natürlich schon aus allen anderen Mannequins heraus, wodurch sie zumindest für Profis leicht wiederzuerkennen ist.
Die Hauptdarstellerin – hier noch im Lebendig-Modus – schreitet durch das Schaufenster und gesellt sich zu Sam Curtis X12 (rechts) und Helen Greenwood V09 (links im roten Kleid). Szene aus dem Film „Mannequin“ (1987)
Auch Helen Greenwood (V09) fällt sofort durch ihre eigentümliche Pose auf, mit den beiden vom Körper weggestreckten Armen (s. Link)
Ein Einbrecher im Laden (Film „Mannequin“. Die Identifizierung ist schwierig….
Vermeintlich lebendig: eine Schaufensterpuppe im Film „Mannequin“ von 1987 gibt einem Einbrecher Rätsel auf. Doch nur der Hauptdarsteller kann sie als eine lebendige Frau sehen (zumindest vorerst). Nachts zum Leben erweckt, will sie mit Jonathan im Einkaufscenter, aber auch ausserhalb des Gebäudes viele gemeinsame Abenteuer erleben.
Sie düsen auf dem Motorrad zusammen durch die Gegend. Der Hauptdarsteller in „Mannequin“ und seine zeitweise lebendig werdende Freundin, die tagsüber unbeweglich als Schaufensterfigur im Laden steht. Jonathan und Emma verlieben sich……„Handgepäck“…. Schnell die Freundin unter den Arm geklemmt; Emma als Schaufensterpuppe (tagsüber).
Ich habe mir einige Bilder (Stills) dieser Schaufensterfigur angesehen, die Emma darstellen soll. Leider ist es mir bis jetzt nicht gelungen die Manufaktur zu eruieren.
Eine Schaufensterpuppe wird zeitweise lebendig – Emma…. Jonathan wählt diese Figur in der Herstellerfirma und weiss noch nicht, dass sie eines Tages lebendig wird…..
Die obigen beiden Fotos (Auskopplungen aus dem Video) zeigen das Mannequin, welches im Film lebendig und Emma heissen wird. Selbst wenn man viel von ihr sieht und im Hintergrund die Manufaktur sichtbar ist, gelang es mir bisher nicht, diese Figur einem Hersteller rund einer Serie zuzuordnen. Falls es ein US-amerikanischer Hersteller ist, käme noch D.G. Williams in Frage. Eine Rootstein ist es eher nicht….
Dies ist eindeutig eine Rootstein; doch den Seriennamen kenne ich nicht….
Aus meiner Sicht ergibt sich aus der Analyse beinahe zweifelsfrei, dass bei der Präsentation auf dem Bootsdeck im Film „Mannequin“ (1987) sich keine Figuren von Rootstein, sondern von New John Nissen befinden.
Die Dame ganz rechts hinten an der Reling im blauen Kleid, die über die rechte Schulter schaut und den linken Arm in die Taille gestützt hat und der rechte Arm gerade ist, mit der Hand auf dem Oberschenkel und das rechte Bein leicht nach vorne gestellt, ist die Leslie von New John Nissen aus der Serie „Beauties“mit der Seriennummer PW08 (siehe Katalog).
Manche Figuren sind mit einigen, kleinen Abweichungen baugleich; so ist die Leslie PW06 lediglich mit einem rechts auch mit einem in die Taille gestützten Arm ausgestattet (s. mein Beitrag über die PW06).
Die beiden gelb und weiss gekleideten Mannequins links sind ebenfalls New John Nissen Figuren, möglicherweise Jenny PW 22 (links) aus der Serie „Beauties“ und Leslie PW 13 aus der selben Serie.
Es
Die Figur unter dem dem Disney-Logo im obigen Standbild ganz links, die eine Art Hosenanzug in orange-roter Farbe trägt, ist schwierig zu identifizieren, weil sie eine Haltung aufweist, die mindestens drei Figuren in einer ähnlichen Pose aufweisen und man leider keine wirklichen Details erkennen kann. Unbestreitbar ist es ein New John Nissen-Mannequin aus der „Beauties“-Serie; aber es könnte eine Leslie (PW07), oder eine Jenny (PW10), oder eine Grace (PW12) sein. Würde man das Gesicht sehen, wäre die Einschätzung einfacher….
Selbstbewusst, durchtrainierter Körper, sportlich und doch sehr feminin. Dies sind nur einige der vielen Attribute, die mir zu Anne Vyalitsyna einfallen, zu einem der vor rd. 20 Jahren gefragtesten Supermodels der Welt. Die gebürtige Russin mit dieser enorm sinnlichen Ausstrahlung fühlt sich als Kosmopolitin, wie sie in Interviews immer wieder betonte und stand für die Manufaktur Adel Rootstein Modell. Es entstanden anfangs des neuen Jahrtausends zwei Figuren mit den Nummern AN01 und AN02, in zwei Posen.
Als „miss Lolita“ posierte sie halb nackt unter Palmen für Tommy Hilfiger…..
…oder lasziv mit Animal-Print-Oberteil in silbern glänzend, schimmernder Satinbettwäsche, so als würde sie im durchwühlten Bett die vergangene Stunde mit Mister X vor dem inneren Auge noch einmal Revue passieren lassen. Ihre Körperspannung ist grandios, die professionellen Posen perfekt. Wer sich die Zeit nehmen will einmal ihre umfangreiche Bildergalerie zu durchforsten, ist im unten stehenden Link bestens bedient…
Vor über 40 Jahren – 1978 – lancierte Adel Rootstein eine wunderschöne Serie von Mannequins unter dem Namen „Lazy Lizzy“. Mit dabei waren drei Posen einer britischen Schauspielerin, Mel Martin; eine sitzende mit einem ausgestreckten Bein und einem angewinkelten, einer sitzenden auf einem Stuhl und einer stehenden Figur, die Z6. Seit ich sie das erste Mal im Internet auf einem Foto gesehen habe und dann live vor einer Z6 gestanden bin, wollte ich eine. Seit knapp einer Woche steht eine komplett restaurierte Z6 in meiner Wohnung. Fotos weiter unten.
Rehearsal for the new London Weekend television drama series „Love for Lydia“.
Mel Martin who plays the role of Lydia.
16th December 1976.
Die junge Schauspielerin Mel Martin im Dezember 1976 (Bild link).In der TV-Drama Serie „Love for Lydia“spielte sie die Lydia
Mel Martin von Adel Rootstein Z6
Diese Figur war nun jahrelang auf meiner Wunschliste…..
Manche Schaufensterfiguren sind schwer zu identifizieren, weil es kaum eine in Buchform, oder im Internet verfügbare Informationsquelle gibt. Viele Sammler weltweit schreiben mir, wie professionell und informativ dieses Blog hier über Mannequins sei. Vor wenigen Tagen überschritt die Zahl der Besucher 36’000! Vielen Dank für euer Interesse! Mich ehrt dies besonders, da ich kein Mitglied von Facebook, Twitter & Co. bin; absichtlich nicht, um hier wirklich denjenigen Menschen Zugang zu verschaffen, die mit gezielten Sachbegriffen sich Wissen aneignen wollen, so umfassend wie möglich. Dieses Blog nenne ich auch eher scherzhaft, mit einem Schuss Eigenironie: „Püppipedia“– ein Wikipedia über Schaufensterfiguren.
Aber selbst ich komme nicht selten ins Grübeln, wenn ich auf einer Plattform im Internet Fotos ohne genauen Beschrieb entdecke, oder wie im vorliegenden Fall den Namen „Jasmin“ bei einer Rootsteinfigur als eher verwirrend ansah. Durch die im Inserat angegebene Serienbezeichnung und die Seriennummer „Frieze RF08“ war meine Verblüffung noch grösser, ging ich doch davon aus, dass es von „Yasmin le Bon“ nur einen Kopf gebe, der für verschiedene Bodys verwendet wurde. Ratlosigkeit. Das Internet gab die Identität des Mannequins nicht her; und da mein Freund Ralf Bischoff vor zwei Jahren verstorben war, der mir sofort hätte Aufschluss geben können, wartete ich bis nach den Ferien von Hasan, der sich wie kaum ein anderer in der Branche auskennt und meiner Ungeduld endlich ein Ende bereiten konnte: „Lisa Butcher“ heisst die Schöne. Sie war in den 80er- und 90er-Jahren eines der gefragtesten, britischen Models, sowohl auf dem Catwalk (Laufsteg), als auch für Fotoshootings. Die 183 cm grosse, schlanke Powerfrau wurde von einem Hofberichterstatter der royalen Familie achtungsvoll „The 6 feet Goddess“ genannt; die „6 Fuss grosse Göttin“.
Lisa Butcher startete nach ihrer Modelkarriere, die sie mit 15 Jahren begann, als TV-Moderatorin durch und betreibt heute ein auf buddhistischen Grundätzen basierendes Heilzentrum in England, namens Sakti.