Liegendes Mannequin von der Firma Almax in Italien, aus der Serie „Portia II“, Nr. 564 (E-61)

Als ich 2008 in ein Dekorationsgeschäft eintrat und mehrere, übereinander auf Tablaren liegende Schaufensterpuppen sah, war mir sofort klar, dass ich eine dieser Schönheiten gleich unter den Arm klemmen und mit nach Hause nehmen würde; es war nur noch die Kostenfrage zu klären, denn gerade günstig waren sie nicht. Vor zehn Jahren war meine Sammlung noch bescheiden und sie meine zweite Almax. Sie gehört zur Serie „Portia II“, mit der Nummer 564 (Kopf E-61) und ist ein richtiges Schmuckstück. Ich besass später die selbe Figur in neutralem Weiss, mit skulpturierten Haaren. Diese verkaufte ich aber an einen Händler, der mittels eines sog. Head-Changes und einem kompletten Make-Over eine neue Figur daraus machte. Nun besitzt jene einen New John Nissen-Kopf.

 

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Sechs Jahre später, im August 2014, stürzte während Renovationsarbeiten die Fassade der Firma Dekoplus ein und riss rd. 200 Schaufensterpuppen mit in die Tiefe. Dort hatte die Besitzerin des Ladens auch die liegenden 564-Portia II-Figuren gelagert. Davon gibt es seither mindestens 15 Stück weniger und ich denke manchmal dankbar daran, dass ich wenigstens eine retten konnte, bevor sie unter den Trümmern des Mini-Ground Zero ihr Ende gefunden hätte. Für ein Mannequin-Sammler ist dies ein grauenhafter Anblick!

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In einem Satin-Negligé in Weiss sieht sie toll aus, wobei ich aber das neue Abendkleid von Vilavi in der Farbe „coral“, welches ich ihr kürzlich kaufte, perfekt finde. Sie geniesst die Gesellschaft von Yasmin le Bon auf der Empore in meiner Wohnung.

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Tolle Schaufensterfiguren werden in Asien von Billigherstellern oft nachgemacht. Doch die Kopien aus Fernost haben niemals diese Ausstrahlung wie die Originale. Wenn aber ein Profi-Restaurator Hand anlegt, dann werden diese Mannequins ebenfalls zu kleinen Kunstwerken, wie die Fotos aufzeigen.

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Michelle von Mannequin Makeover

Obwohl selbst das Six-Pack am Bauch dieser durchtrainierten Fitnesstrainerin kopiert wurde, sieht das aufmerksame Auge und der fachkundige Profi sofort, dass es sich um eine billige Kopie handelt:

  • andere Gesichtszüge (Kinn, Augen, Nase)
  • Faust von linker Hand viel weiter weg vom Kopf (und nicht stützend)
  • rechte Hand absolut unschön verarbeitet, schon ab Werk
  • am Handgelenk keine Trennung. Arme und Hände sind jeweils an einem Stück. So besteht die Figur aus 4 Teilen (Almax 6 Teile)

Im Vergleich nun meine weisse, liegende Almax Portia II mit skulpturierten Haaren (im Bild unten links), sowie der abgesägte Kopf einer New John Nissen / Schläppi aus der Serie „Chic“, deren Körper nur noch ein Wrack war.

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Ich muss zugeben, mit einem solchen Ergebnis hätte ich damals nicht gerechnet, sonst hätte ich vielleicht einen solchen Head-Change und Make-Over in Auftrag gegeben und die Puppen nicht verkauft. Auch wenn diese Figur nie an das Original herankommt, ist das Endprodukt beachtlich und überraschend gut gelungen.

Ergänzungen vom 06./07.06.2020:

Folgende Sequenz habe ich in einem Video gefunden, in der von einem Künstler eine Almax Portia II, Nr. 564 am Kopf verändert wird, während in der selben Stellung eine echte Frau nackt auf einem Tisch liegt und so Modell „steht“…

Almax Video Produktion 01 (Frau)

Almax Video Produktion 02 (Frau)

Almax Video Produktion

 

 

 

 

 

 

 

Roxanna BB11 von Adel Rootstein aus der Serie Barbelles

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flickr, Dolls Village, Roxanna BB11 von Adel Rootstein

Als ich vor etwa einem Jahr diese Aufnahme eines Sammlerkollegen auf flickr entdeckte, war ich gleich hin und weg. Dieser Blick, diese Gestik, diese Anmut; einfach faszinierend. Um die Mundwinkel herum ist etwas Strenge zu erkennen, aber auch Entschlossenheit und Mut. Die Lippen sind sinnlich, die Augen sind sanft. Die weichen Gesichtszüge mit den hohen Wangen sind ebenmässig und nur das Kinn ist markant. Das pechschwarze Haar, die blauen Fingernägel, sowie die ganze Erscheinung, wie sie mit Rüschenbluse in Satinoptik gestylt wurde, mag ein wenig an eine griechische Amazone erinnern, welche in alten Mythen „männergleich“ mit Pfeil und Bogen in den Kampf zogen. Sie hat Rasse, strahlt Klasse, aber auch Willensstärke und Unnachgiebigkeit, Stolz aus und so wie der Sammler sie interpretiert, würde ich mir zwei Mal überlegen ihr zu widersprechen…. 😉

Auch aus fototechnischer Sicht ist diese Aufnahme sehr gelungen, weil dieser Sammler Roxanna in der sog. „goldenen Stunde“ abgelichtet hat. Dieser Moment am Morgen und am Abend, kurz vor Auf-, sowie Untergang der Sonne, wirkt aufgrund der Brechung des Lichts von der gesamten Atmosphäre her sanfter und weicher. Der dominierende Anteil des rötlichen Sonnenlichtes ist für ein wärmeres Licht verantwortlich, welches nicht nur die Hautöne hervorzuheben vermag, sondern auch Unebenheiten verschwinden lässt; in einer Zeit, als es Photoshop & Co. noch nicht gab, lichteten wir Modefotografen sehr oft die Fotomodelle abends während der „goldenen Stunde“ ab. Geniale Lichtverhältnisse!

Kleine Fotoschule: „goldene Stunde“

Der altpersische Name Roxanna („die Morgenröte“) passt perfekt zu diesem Bild. „Die Strahlende“ ist eine zusätzliche Bedeutung und wie könnte man sie treffender nennen? Ich setzte sie vor einem Jahr gleich auf die Wunschliste, die den Titel „must have“ trägt („muss ich haben“!). Nun ist gestern eine Roxanne bei mir eingezogen, die nicht so einen starken, bläulichen 80er-Jahre „smokey-eyes“- Lidschatten besitzt, wie das Mannequin von Dolls Village. Dadurch wirkt sie sanfter, mit einem weicheren Gesichtsausdruck, weshalb ich sie ganz anders charakterisiere.

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Bei meiner Roxanne gefällt mir ihre Blässe, die Haut in der Farbe von Elfenbein, oder gar im Ton von Alabaster. Die selbe Anmut, königlich. Sie gleicht einer griechischen Statue, einer Göttin, weshalb ich für sie ein Abendkleid im Stil einer griechischen Toga in der wunderschönen Farbe „marin blue“ aussuchte. Wie es ihre Taille betont ist richtig sexy. Dazu gehört eine Stola.

20180701_065450.jpg Die Roxanna, meine „Aphrodite“, mit den schönen, grossen Augen, ist eine sehr schöne Figur von Adel Rootstein und noch erhältlich.

Rootstein Katalog, Barbelles, Roxanna BB11

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Rachel von Adel Rootstein aus der Serie Partners (PA06)

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flickr Jeanette, Rachel PA06

Als ich vor ein paar Jahren dieses Bild bei Jeanette, einer deutschen Sammlerin, in ihrer wunderschönen Bildersammlung ihrer Mannequins auf flickr entdeckte, wusste ich auf Anhieb, eines Tages werde ich ein stolzer Besitzer einer Rachel von Adel Rootstein sein und dieses atemberaubend schöne Mannequin mit der Seriennummer PA06  in meiner Sammlung haben. Diese Kraft in ihrem Gesichtsausdruck, diese Linien im Profil, mit dem aus dieser Perspektive gesehen fast nachdenklichen, verträumten Blick, hat mich damals fast umgehauen. Jeanette hat es wieder perfekt in Szene gesetzt, mit dem Fenster rechts im Bild, welches die Assoziation noch verstärkt und mit diesem frechen Kurzhaarschnitt – einfach eine wahre Augenweide, sinnlich bis in die Haarspitzen. Als dann kurz darauf bei mir eine stehende und eine sitzende Rachel einzog, sprach ich mit einem Kollegen in Deutschland, der sie angeblich einmal persönlich kennenlernte. Kurz zuvor war damals die neue Kollektion von Adel Rootstein „Partners“ auf den Markt gebracht worden, die bei einem Anlass in London gefeiert wurde, an dem natürlich Rachel in Begleitung ihrer Mutter auch teilnahm (wie ich in Erfahrung brachte). Sie soll zu dieser Zeit 16 Jahre alt gewesen sein und bereits 1.78 m gross, wie ihr Ebenbild, die Schaufensterfigur PA06.

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Rootstein Katalog, Partners PA06, Rachel stehend

Sie soll angeblich auch Modell gestanden haben für Magdalena mit der Seriennummer PA08, die ihre Schwester verkörpert. Magdalena war aber nicht an der Präsentation in London.

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Als ich kürzlich in ein Geschäft ging und dieses aussergewöhnlich schöne Hochzeitskleid sah, kaufte ich es für meine Rachel PA06, die darin wie ein Engel aussieht!

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Sexy Rachel PA06 vor ein paar Monaten ganz in Gedanken versunken….

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Rachel, PA06 von Adel Rootstein. flickr, Jeanette

 

 

Die futuristischen Mannequins von der Schweizer Firma Schläppi, als Antwort auf das anbrechende Space-Fashion Zeitalter der 60er-Jahre.

Seit dem Wettlauf um die Eroberung des Weltraums, der spätestens 1957 mit der Sonde Sputnik 1 begann, hat sich im Brennpunkt des aufkommenden Glaubens der 60er-Jahre, auch jegliche technische Grenzen überwinden zu können, ein Bewusstsein etabliert, das gleichermassen die Phantasie beflügelte. Grösser, weiter, schneller hiess das Motto und weckte Begehrlichkeiten über den Rahmen des bisher Möglichen hinaus. Die bisherigen Rahmen der Vorstellung wurden auf alle Seiten hin gesprengt, auf teils revolutionäre Art und Weise. Architektur, Kunst und Design drangen provokant in die Morgenröte eines Zeitalters vor, das in der Mode unter dem Namen Space-Fashion bekannt ist und als eine avantgardistische Antwort im Bereich der Kunst auf die Fiktionen der Nachkriegszeit zu erklären wäre. „Avantgardisten sind Leute, die nicht genau wissen wo sie hin wollen, aber als erste da sind“ soll der Schriftsteller Romain Gary einmal gesagt haben, was das hier ausgebreitete Thema sehr gut trifft.

Aventgarde, Wikipedia

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Biedere Mode in einem Schaufenster im Frühling 1958

Denholms Frühlings-Schaufenster von 1958

Während noch in den späten 50er- und frühen 60er-Jahren von naturalistischen Figuren in den Schaufenstern biedere Mode getragen wurde, wandelte sich der Stil schlagartig in schrill und bunt.

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Jane Fonda in einem sexy Outfit. Space-Fashion von 1968, Paco Rabane

Futuristische Mode von Paco Rabanne, mitte der 60er-Jahre

Paco Rabanne, Louis Féraud und Pierre Cardin waren Protagonisten dieses neuen Stils in der Mode.

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Louis Féraud 1968

Mode im Jahre 1968 (flickr)

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Pierre Cardin revolutioniert ab 1966 die Mode in der Space-Fashion Ära. Avantgardistisches Design von ca. 1968.

Space Fashion Blog

Plastik und Lack findet Eingang in die avantgardistische Mode des Space-Zeitalters. So auch chromglänzendes Metall, Pailletten und Satin.

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Die hübsche Sängerin Francoise Hardy in einem goldenen Metallkleid von Paco Rabanne (ca. 1966).

Pinterest Francoise Hardy trägt Paco Rabanne (ca. 1966)

Die innovative Schweizer Firma Schläppi in Wollerau reagierte auf diese Trendwende in den 60er-Jahren und produzierte futuristisch anmutende Schaufensterpuppen, welche im Kontrast zu den damals noch üblichen naturalistischen Mannequins das Abstrakte in den Vordergrund rücken sollten. Der Entwurf stammte vom Künstler Lorenzo Piemonti und die inzwischen weltberühmte Schläppi-Kollektion wird immer noch von Bonaveri in Italien hergestellt und verkauft. Die radikale Wende in der Mode sollte sich in gleichem Masse im Äusseren der Schaufensterfiguren widerspiegeln. Sie erinnern an Skulpturen von Alberto Giacometti, sind aber entsprechend dem Space-Fashion-Stil hochglänzend.

Welt – Schläppi-Bonaveri-Mannequins

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Bei der Firma Schläppi in der Schweiz wurden die ersten futuristischen Schaufensterfiguren anfangs der 60er-Jahre hergestellt. Die glänzenden, abstrakten Mannequins sind mit einem Lack überzogen, in den Farben Rot, Schwarz, Weiss, Silber und Gold.

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Im Jahr 2016 liess der Uhrenhersteller Roger Dubois die Schläppi 2500 Kollektion wieder neu aufleben, als er, anlässlich einer Präsentation seiner neuen Uhrenkollektion „Velvet“ speziell für Frauen, die Aufsicht seinem Creative Directors Alvaro Maggini überliess. Das Motto hiess „ManusxMachina: Fashion in the age of technology.“

Roger Dubois, Schläppi 2500 Kollektion

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„The 2500 collection is athletic and spirited, using forms that engage with the space they occupy.“ (Die Schläppi-Bonaveri 2500 Kollektion ist athletisch und temperamentvoll; sie verwendet Formen, welche raumgreifend den Platz in Anspruch nehmen, der ihnen zur Verfügung gestellt wird.“ Das klingt wie eine Hommage an eine Diva, welche zeitlos auch nach fast 50 Jahren ihre Attraktivität in geringster Weise eingebüsst hat. Bei Sammlern und Sammlerinnen von naturalistischen Mannequins, sind diese Figuren wenig gefragt, weshalb die Ansprechpersonen eher im reinen Kunstbereich zu suchen wären.

Auch André Courrèges gehört zu den Modedesignern, die in den 60er-Jahren eine völlig neue Ausdrucksform in der Mode wählten.

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André Courrèges, 1969, gehörte schon anfangs der 60er-Jahre zu den avantgardistischen Protagonisten des Space-Fashion Zeitalters
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André Courrèges, 1961. Dieses Kleid wird von einer Schläppi 2500 Schaufensterpuppe im Museum für Technologie präsentiert. (Hinweis vom 25.09.18: die Webseite, die dieses Foto enthält ist vorübergehend nicht zugänglich)

André Courrèges (diese Webseite ist vorübergehend nicht zugänglich)

 

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André Courrèges „Woman’s ensemble“ 1965-67, Los Angeles County Museum of Art. Das silbern glänzende, mit Ärmeln versehene Bolero mit kurzem, glockenförmigen Reifrock repräsentiert die Space Age Mode der 60-er Jahre und wird hier von einem Vintage Schläppi Mannequin aus der selben Zeit getragen.

Schläppi-Mannequins in einer aktuellen Ausstellung in den USA (LACMA)

Im Paul Getty Center in Los Angeles, findet dieses Jahr seit dem 26. Juni eine Ausstellung über die Modefotografie von 1911 bis 2011 unter dem Titel „Icons of Style: A Century of Fashion Photography, 1911 – 2011“ statt. Sie dauert bis zum 21. Oktober 2018. In diesem weltberühmten Kunsthaus und Museum sind entsprechend der verschiedenen Epochen in der Modebranche einige Kleider aus dem Besitz des „Los Angeles County Museum of Art“ ausgestellt, die von originalen Schläppi Mannequins getragen werden. Mithin wird anhand dieser Präsentation deutlich, wie zeitlos diese Figuren sind. Am besten kommen sie in ihrem futuristischen Design zur Geltung, wenn sie entsprechend Space Fashion-Kleider von André Courrèges tragen (siehe Foto; auf der Webseite nach unten scrollen).

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Der „Vater der Space Age Mode“ André Courrèges steht ganz in weiss gekleidet und mit glänzenden Gummistiefeln neben einem stilisierten Schläppi-Mannequin, das aber bereits aus der Schläppi-Bonaveri Collection stammen könnte.

Foto: der Couturier André Courrèges in seiner Boutique

WWD Fashion-News. Courrèges stirbt 92-jährig in Paris

Der Pariser Couturier André Courrèges revolutionierte in den 60er-Jahren des 20. Jh. die Mode und gilt als „Vater der Space Age-Fashion“, womit eine Epoche gemeint ist, in der ein futuristisches Design mit neuen Materialen zusammen entworfen wurden. In dieser Zeit, die von der Eroberung des Weltalls begleitet, sogar geprägt wurde, entwickelte die Schweizer Mannequin-Manufaktur Schläppi eine völlig neue, offenbar zeitlose Form von Schaufensterfiguren, um diesem damals modernen Stil gerecht zu werden. Courrèges ist im Januar 2016 in Paris 92-jährig gestorben. Frankreichs Kulturministerin würdigte in einer Rede sein Werk: „In the end, he invented a universe full of shapes and colors in which elegance could not be conceived without imagination, humor and a great freedom of expression and movement. Courrèges made the women he dressed happy…”

Space Age Couturier André Courrèges dies as 92 (Artikel)

In einem spannenden Artikel unter dem Titel: „Yuri Gagarin, André Courrèges und PVC“ sind einige Zusammenhänge in dieser Ära skizziert.

Yuri Gagarin, André Courrèges and PVC“ (Blog)

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Anlässlich des „Commonwealth Fashion Exchange“-Events im Buckingham Palast in London, präsentierten Bovaveri-Schläppi Mannequins aus der 2200-er Serie die extravaganten Kleider

„Commonwealth fashion exchange“ im Buckhigham Palast in London 2018

Auch in royaler Umgebung im Buckingham Palast in London, machten im Februar 2018 Schläppi-Bonaveri Mannequins aus der 2200-er Serie eine gute Figur (Bild oben).

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Sala Bianca bei Pucci

Im Sala Bianca (Palazzo Pucci) ist in faszinierender Weise zu sehen, wie kreativ Schläppi-Bonaveri Mannequins als Kunstform interpretiert werden. Ihre abstrakte Formgebung eines Menschen mag für den einen oder anderen Künstler und Designer auf spezielle Art eine Quelle der Inspiration sein, was sie auch so attraktiv und einzigartig macht.

Schläppi-Bonaveri Mannequins gibt es in verschiedenen Posen, Grössen und Farben (Rot, Weiss, Silber und Gold)

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Schläppi-Bonaveri Mannequins gibt es in verschiedenen Grössen. Leider ist die Webseite mit diesem Bild nicht mehr auffindbar…
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Diese sitzende, originale Schläppi Schaufensterfigur stammt aus den 50er-Jahren und wird z.Z. auf Ebay zum Kauf angebotren.

Ebay-Inserat einer sitzenden, typischen Schläppi-Schaufensterfigur aus den 50-er Jahren

Eine sitzende Schläppi Schaufensterfigur wird zur Zeit für EUR 275.- in Ebay angeboten. Sie stammt aus den 50er-Jahren und besitzt eine spezielle Mechanik im Hüftbereich, die später nie mehr Verwendung fand. Die bereits etwas abstrakt wirkende Gesichtsform, in Zusammenhang mit den sehr schlanken Körpermassen mag zumindest ansatzweise als eine Art Vorläufer der späteren Serien betrachtet werden. Die modernen Figuren von Schläppi-Bonaveri kosten einige tausend Euro.

 

 

 

 

 

 

 

 

Das ist so eine Sache mit dem Daumen….

Bei den Zehen scheinen die Menschen noch eher zu wissen, wo der Grosse und wo der Kleine ist, was wohin gehört, vermutlich weil man eher Schuhe statt Handschuhe kauft. Aufgrund der Häufigkeit, im Verlauf des Lebens beim Schnäuzen oder Popeln an und sogar in die Nase zu fassen, finden wir intuitiv beim Schneemann den Ort mitten im Gesicht, wo stellvertretend für das Riechorgan die rote Rübe, die Karotte hingehört. Da lässt uns das Verständnis gegenüber der eigenen Anatomie nicht im Stich; aber wie war das schon wieder mit den Händen? Wo ist dieser verflixte Daumen schon wieder? Diese Frage zu beantworten scheint für einige unserer Mitmenschen sehr anspruchsvoll zu sein, denn sporadisch begegnen mir in den Mannequininseraten immer wieder Bilder mit komplett verkehrt zusammengesetzten Teilen. Eine Schaufensterpuppe besteht in der Regel aus 7, bzw. 8 Teilen: 1. Rumpf (Torso) mit Kopf, 2. zwei Beine, 3. zwei Arme und 4. zwei Hände (das 8. Teil am Oberarm nur bei älteren Almax-Figuren). Nun ist immer im Moment der Montage zu überlegen, welche Hand wohin gehört. Links ist der Daumen rechts und an der rechten Hand ist es umgekehrt. Denken und sich orientieren hilft beim Erkennen.

Vielfach sind es Inserenten, die auch sonst nichts über ihre Mannequins wissen, z.B. wie alt sie sind, oder aus welcher Manufaktur sie stammen und zu welcher Serie sie gehören. Da ich einige Figuren aus der selben Serie besitze, wie diejenige Figur im Bild unten aus einem Inserat auf dem Verkaufsportal „Anabis“, wusste ich sofort: es muss eine Almax aus der Serie Phase II sein, mit der Seriennummer 227 / E21 (?), ca. aus dem Jahre 1984.

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Almax, Serie Phase II., Nr. 227, entweeder mit E36. oder mit Head E21 (Quelle: Anabis). Unschwer zu erkennen, die falsch montierten Hände.

Die Physiognomien der Gesichter innerhalb einer Serie bei Almax und aber auch bei New John Nissen sind zum Teil so ähnlich, dass man sie kaum auseinander halten kann. Erst der eingravierte Stempel (bei dieser Figur) würde das Rätsel lüften, ob es sich hier bei der Nr. 227 um ein Mannequin mit E36- oder E21-Kopf handelt. Bei dem Foto sind die typischen Almax-Erkennungszeichen dieser alten Serien sichtbar:

  • Sog. „Smokey-Eye’s“ Makeup
  • Bemalte Fuss- und Fingernägel
  • Vom Werk her bemalte Brustwarzen
  • Kreisrunde Schulterkupplungen
  • Etwas „starke“ Oberarme, die mit den übrigen Proportionen nicht wirklich übereinstimmen
  • Kräftige Halsmuskulatur

Diese Figuren sind schwer und sehr robust, sind aber bei den Sammler nicht überaus beliebt. Der eigentliche Schwachpunkt und die „Achillesferse“ bei diesem Mannequin ist der Verbindungsbolzen für den Bajonettverschluss, mit dem man den Torso mit den Beinen koppelt. Er besteht aus nicht rostfreiem Stahl und weist bei rd. 75% der Figuren leichtere Flugrost-, oder gravierendere Rostschäden auf. Mit einer speziellen Stahlbürste und Rostschutzmittel, bringt man den Bolzen wieder einigermassen hin. Doch wenn der Rost schon zu sehr zugesetzt hat, ist die Figur praktisch wertlos. Original wird meist eine Metallstandplatte mitgeliefert, die der damaligen Zeit entsprechend eloxiert ist. Aber ist durch mechanische Einwirkung dieser Schutz beschädigt, hat auch dort die Feuchtigkeit Spuren hinterlassen und der Stahl zeigt überall Roststellen. Dies ist aber noch lange kein Grund eine Standplatte ins Alteisen zu werfen. Ich sammle so immer etwa 10-12 Platten und lasse sie professionell Sandstrahlen (so verteilen sich die Kosten). Danach sprühe ich sie mit einem transparenten Rostschutzlack ein, wonach sie wieder einsatzbereit sind.

Ein weiteres Beispiel zum Thema „Das ist so eine Sache mit dem Daumen….“ bietet die Revel Nr. 5013 von Hindsgaul, die ich vor einigen Jahren kaufte. Die Vorbesitzerin kam mit den Händen irgendwie nicht zurecht und hatte sie falsch montiert. Natürlich muss man hier etwas mehr studieren als bei der Phase II-Almax; aber man kriegt dies hin.

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Meine Hindsgaul Revel 5013 vor dem Kauf. Auf den ersten Blick fällt die falsche Montage der Hände nicht auf. „Irgend etwas ist komisch, irritierend…“ denkt man, bis der Blick in den Katalog des Rätsels Lösung ist.

Beide Arme sind von hinten in die Hüfte gestützt, wobei die Daumen der Hände nach vorne schauen (s. Bild Katalog).

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Das Mannequin mit der Nummer 5013 aus der Serie Revel von Hindsgaul hat eine spezielle Armstellung. Die Hände sind in die Hüften von hinten so eingestützt, dass die beiden Daumen nach vorne schauen. Dass kann für einige Besitzer zu einer Herausforderung werden.

Die Jeanette, eine Sammlerin aus Deutschland, hat eine sehr schöne Hindsgaul Revel 5013 fotografiert und auf flickr hochgeladen.

Hindsgaul Revel 5013 von Jeanette auf flickr

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Eine Hindsgaul Revel 5013 mit korrekter Pose. Die Hände sind mit dem Daumen nach vorne in die Hüften eingestützt.

Alessandra Signorelli aus der Serie Lipstick & Compact von Adel Rootstein mit den Seriennummern LS7 und LS8

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Dieses Mannequin sticht aus hunderten von Schaufensterpuppen heraus, hat einen hundertprozentigen Wiedererkennungswert: die LS7 von Adel Rootstein, mit ihrer typischen linken Hand am Kopf, an der Stirn, der Blick etwas nach oben, der Mund leicht geöffnet, so in der Pose, wie wenn wir uns gerade an etwas erinnern würden. Schlüssel vergessen? Oder ist es doch eine kleine Migräne? Ernsthafte Sammler hören den Begriff nicht so gerne, den man ihr inoffiziell gibt: „The headache mannequin“ (Das Mannequin mit Kopfweh). Ich muss schmunzeln; Schaufensterpuppen sammeln darf nicht bierernst sein und Humor ist in allen Bereichen das „Salz in der Suppe“, also auch hier. Alessandra Signorelli, ein ehemaliges italienisches Fotomodell, präsentiert sich sowohl in der LS7-, wie in der LS8-Figur besonders exaltiert, wie es Posen auf dem Laufsteg erfordern. Stolz, mit beiden Armen in die Hüften gestützt, mit leicht gesenktem Blick, arrogant wirkend, findet sie unter den Sammlern viele Anhänger, weil sie perfekt Haute Couture Kleidung tragen kann und ein Hauch dieser abgehobenen Glitzerwelt von Macht und Glamour verströmt. Natürlich ist das meist manierierte Gehabe vollkommen überzeichnet, bis fast theatralisch. Unumstritten gehören Alessandra Signorelli, Dianne de Witt und Simone, aus der Rootstein-Serie Lipstick & Compact, zu den Glanzlichtern jeder Sammlung und wenn das Make-Up bei der Alessandra gut gemacht ist, sieht sie natürlich top aus. Die Alessandra von Lester Jones (Bild unten) finde ich atemberaubend schön! Das Kleid ist einfach ein Traum!

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Lester Jones (Sammler) / flickr: LS8, Alessandra Signorelli

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Der Mannequin-Sammler Ivan (ijbhouston) interpretiert die Alessandra eher provokativ, mit einem auffälligem Make-Up und knallroten Lippen, zu einem grünen Kleid, was ein ebenso auffälliger Kontrast in den Komplementärfarben bietet (erstes Bild unten). Im zweiten Bild weiter unten sieht sie Ivan elegant mit goldenem, bestickten Abendkleid, sowie schlicht und sexy (zuunterst).

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Ivan flickr, Rootstein Alessandra Signorelli LS8

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Ivan, flickr, Alesandra Signorelli LS8 (Adel Rootstein)

Dieselbe Figur von Ivan anders eingekleidet, elegant und sexy: ganz toll gemacht.

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Ivan, Flickr, Alessandra Signorelli, sexy

Tolle Studie von der Sammlerin Jeannette, die sie eher knapp und sexy bekleidet. Sehr schön mit den aufgesteckten Haaren und dem Schmuck:

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flickr, Jeannette, Alessandra Signorelli LS8

Ich besitze die sehr seltene Variante dieser Figur mit der Seriennummer LS8 A, mit dem Kopf von Dianne de Witt und der identischen Körperhaltung:

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Meine LS7 (Alessandra Signorelli) wird einmal ein neues Make-Up bekommen. Sie gefällt mir sehr, aber im Vergleich zu den Bildern von restaurierten Mannequins im Internet, würde sie eine neue Kolorierung vertragen….. (Bild oben)

Ein paar schöne Studien von Alessandra’s LS7 (Bilder unten)

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Foto: Tim D

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Foto: Ivan (ijbhouston)

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Auch wieder Rot-Grün-Kombi bei der Sammlerin Jeanette…… Sehr schön gemacht.

 

 

 

Adel Rootstein, Serie Glamorous and gorgeous, GG 05 – mit Laiana-Kopf.

Aufgrund von Hinweisen eines Sammlerkollegen, welche diese Figur betreffen, wird hier entsprechend dieser Text abgeändert.

Nach den bisherigen mir zur Verfügung stehenden Informationen, habe ich hier über Marla geschrieben. Im Zusammenhang mit der Rootstein-Serie „Glamorous and gorgeous“ und der Seriennummer GG05 ist dies grundsätzlich nicht falsch, denn gemäss Katalog, der mir beim Verfassen des Artikels nicht zur Verfügung stand, handelt es sich standartmässig um Marla (siehe Bild oben). Über diese Serie findet man im Internet leider sehr wenig.

Einige Figuren wurden mit einem anderen Kopf hergestellt und ausgeliefert. Ob es sich dabei um spezielle Wünsche im Zusammenhang mit Kundenaufträgen handelte, entzieht sich meiner Kenntnis. Jedenfalls handelt es sich bei meinem Mannequin um eine seltene Sonderanfertigung mit einem Laiana-Kopf. Der folgende Text wurde entsprechend angepasst und umgeschrieben (01.11.21).

Kurz nachdem ich Laiana aus dem Karton ausgepackt hatte, war ich fasziniert von ihrer Schönheit. Die 178 cm grosse Grazie, in der Pose von Marla GG05 aus der Serie „Glamorous and gorgeous“ von Adel Rootstein verströmt eine zurückhaltende Sinnlichkeit.

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Marla ist zusammengebaut und bereit für Perücke und Garderobe…..

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New John Nissen / Schläppi – Mannequin aus der Serie „Act 1“, Nr. L9 mit dem Kopf von Judith

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Von der Firma Schläppi (Schweiz) wurden die belgischen New John Nissen-Figuren in Lizenz hergestellt, wie ich in einem anderen Blogbeitrag bereits erwähnte, so auch die L9 aus der Serie „Act 1“. Mir gefällt an diesem Mannequin die ungewöhnliche Haltung mit der Arm- und Handstellung, die in einer Bewegung „eingefroren“ scheint. Zufällig entdeckte ich die L9 vor einigen Jahren auf der Webseite eines Verkäufers. Erst gestern aber führten wir Verhandlungen über den Preis, danach kaufte ich sie.

Ich hatte nicht genug Zeit sie gleich noch zu stylen.

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Lachender Mannequin-3/4 Torso von der Manufaktur Jung-Figuren

Lachende Mannequins sind sehr selten. Jene die Emotionen zeigen bereichern jede Sammlung. Aus Platzgründen war sie lange eingelagert. Nun ist sie in meiner Wohnung und bereit für ein Styling. Noch ist sie im „Eva-Kostüm“, wird aber bald erotische Wäsche tragen. 3/4-Torsos wurden genau zu diesem Zweck extra so hergestellt, weil sie nicht für die lange Garderobe gedacht sind. 3/4 Torsos wurden auf einem Podest, oder über den Wühltischen oder sonstigen Auslagen von Mieder und Unterwäsche aufgestellt. So wird meine „Maus“, die aus den frühen 80er-Jahren stammt und extrem rar ist, einen guten Logenplatz mit verführerischer Unterwäsche bekommen……

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Eines der typischen Erkennungsmerkmale einer Jung-Figur ist ein Vierkantsteckbolzen, der an der Schulterverbindung schräg nach unten in die Öffnung am Torso eingelassen wird. Bei älteren Serien ist die Montageblende und entsprechend das Profil des Armes an der Verbindung kreisrund, wie dies in jener Herstellerperiode auch bei Hindsgaul und Almax üblich war. Dies hatte den in diesem Blog schon erwähnten Vorteil, dass auch von anderen Figuren die Arme kompatibel sind und ausgetauscht werden konnten. Doch mit dem Nachteil ist der heutige Sammler von Mannequins konfrontiert, wenn nämlich die Arme einer Figur nicht mehr dem Original entsprechen und dies eine massive Einbusse in Bezug auf den Wert der Schaufensterpuppe bedeutet.

 

Malea von der Manufaktur Patina V, aus der Serie Fusion, mit der Nummer FS 3b

„Meine neue Patina V“ (Alter Titel von diesem Beitrag vom 07.05.2018). Danke Hasan! Seit heute weiss ich endlich den Seriennamen und die Seriennummer dieses schönen Mannequins von Patina V, die mir trotz etwas wulstigen Lippen und der dominierenden Nase im Gesicht sehr gefällt, vielleicht weil sie eben gewisse Besonderheiten aufweist, die positiv überraschend wirken. Malea: was für ein schöner Name!

Vom letzten Besuch in einem Dekorationsgeschäft in Bülach (Schweiz) hatte ich noch in Erinnerung, dass da noch eine Barbelle und zwei MG3 (Sile’s) herumstanden, sowie zwei Bonami’s. Zuvor waren in deren Lagerraum etwa 170 weibliche, sowie 120 männliche Mannequins zu bewundern, mehrheitlich von Rootstein, aber auch von Hindsgaul, bis zu New John Nissen. Praktisch alle wiesen leichte, bis gravierende Defekte auf, waren aber ausschliesslich in der Originallackierung erhältlich. Bis auf einige wenige waren also alle weg (wobei schon ein paar in meiner Sammlung „landeten“), weshalb ich perplex vor der Patina V stand, die ich zuvor nie gesehen habe, ansonsten hätte ich sie schon früher gekauft. Sie sei aus einer Vermietung zurückgekehrt, hiess es. Keine drei Sekunden war sie in meinem Besitz. Dabei musste ich jedenfalls nicht lange überlegen, zumal ich an jenem Tag Geburtstag hatte und ich mir zu diesem Anlass ein kleines Geschenk machen wollte. Sie stand da, so als hätte sie auf mich gewartet. Ich finde sie sehr speziell; das Gesicht, der Ausdruck, die Haltung, die vollen, grossen Lippen.

Erst zuhause während meiner Recherchen fand ich zu meiner Freude heraus, dass es sich um eine Patina V handelt, bei der das Herstellungsdatum gestanzt ist: 16.01.1989.

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Mein Geburtstagsgeschenk an mich selber; man gönnt sich ja sonst nix…. 😉

Patina V, Fusion Katalog:

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Malea mit der Nummer FS 3b.

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Ergänzungen vom 24.01.2019

Pinterest: Fusion Katalog, Titelblatt

Pinterest: Patina V realistic collection

Pinterest: Patina V, Fusion Katalogseite 01

Pinterest: Patina V, Fusion Katalogseite 02

Pinterest: Patina V, Fusion Bilder, u.a. Malea (mitte oben)