Karen Mulder – Sonderanfertigung eines Mannequins aus der Serie Seduction von Adel Rootstein, Nr. SD 08, für Escada in einer goldenen Lackierung

 

Viele interessante Details über ihre Person findet man in diesem Blog in einem eigenen Artikel über das Supermodell Karen Mulder, sowie über die Mannequinproduktion bei Adel Rootstein von ihrem Ebenbild:

Artikel über Karen Mulder

Normalerweise ist die SD 08 von Adel Rootstein, also das Mannequin Karen Mulder aus der Serie „Seduction“ hautfarbig. Ich hatte das Glück, eine in einem metallisierenden Gold kolorierte Karen Mulder zu erwerben, die nur für die Modekette „Escada“ in dieser Art hergestellt wurde.

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Sehen aus wie Zwillinge: Karen Mulder (links) neben ihrem Ebenbild, einem Mannequin aus der Manufaktur Adel Rootstein, mit der Nr. SD 09 (Serie „Seduction“)
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Bild aus dem Adel Rootstein-Katalog. Karen Mulder, Seduction, SD 08.

Adel Rootstein, Karen Mulder, Serie „Seduction“, Nr. SD 08

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Wunderschön restaurierte Karen Mulder von Adel Rootstein. Danny Letton ist ein Sammler und glücklicher Besitzer dieser Schaufensterfigur (Serie „Seduction“, SD 08).

Karen Mulder von Sammler Danny Letton

 

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Perfekt in Luftpolsterfolie verpackt, kam Karen Mulder mit goldener Kolorierung bei mir an. Noch ist der wahre Glanz dieser Figur durch die Verpackung hindurch noch nicht erkennbar. Die Spannung stieg!.
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Ein wahrhaft wunderschönes Gesicht enthüllte sich, als ich die Verpackung entfernte. Leider hat sie hinten am Gesäss einen kleinen Schaden, was sich erst im Nachhinein, also nach Ankunft, nicht beim Kauf herausstellte.
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Die blonde Original-Adel-Rootstein-Perücke gab’s noch dazu und wie sich herausstellte, fertigte die Firma diese Perücke extra nur für die SD 08 an.

Nachtrag 24.01.2019:

Ein versierter Sammler sagte mir, diese goldenen Figuren wären extra  für das Modehaus „Agent provocateur“ so coloriert worden……

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Karen Mulder. Ein Supermodell der 90er-Jahre ist auch als Mannequin bei Adel Rootstein erhältlich

Das holländische Supermodell Karen Mulder erlebte in den 90er-Jahren eine einzigartige Karriere, posierte vor der Kamera für die bekanntesten Modezeitschriften und lief auf dem Catwalk für die berühmtesten Modedesigner der Welt. Bereits im Alter von nur 16 Jahren gewann sie beim Elite-Model-Look Wettbewerb den zweiten Platz weltweit. Das ist aussergewöhnlich!

Karen Mulder, Wikipedia

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Volle Lippen, wie BB (Brigitte Bardot), grosse, blaue Augen, wie kleine tiefe Seen in einer Landschaft, ebenmässiges Gesicht, umrahmt von strohblondem Haar: das waren einige ihrer Markenzeichen. Damit nicht genug, denn sie hatte auch eine starke Ausstrahlung und eine atemberaubende Figur, weshalb sie auch eine Zeitlang für „Victoria’s Secret“ in Engelsmontur und sexy Unterwäsche über den Laufsteg stakte.

Victoria's Secret Fashion Show
Karen Mulder präsentierte für „Victoria’s Secret“ auf dem Laufsteg edle Unterwäsche und war mit weissen Engelsflügel gewandet.
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Victoria’s Secret Unterwäsche ist sehr exklusiv. Lediglich die berühmtesten Models dürfen sie auf dem Laufsteg (meist als Engel) und für den Katalog in sexy Pose erstmals präsentieren. Diese Ehre kam auch Karen Mulder zu.
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Titelseite der Modezeitschrift VOGUE, leider ohne Datumsangabe. Karen Mulder scheint hier ab Eber noch sehr jung zu sein.
Karen Mulder 1989 (Foto John Rutter)
Sinnlich, sexy und verspielt: Karen Mulder 1989 vor ihrer grossen Karriere. Foto: John Rutter
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Sinnlich, stark, selbstbewusst, verführerisch und doch geheimnisvoll reserviert (mit der „kalten“ Schulter, wie auf dem Bild treffend dargestellt); – einfach auf eine sagenhafte Weise attraktiv, blickt sie den Betrachter direkt und fast provokativ an. Karen Mulder erschuf ihr eigenes Image und ist 1995 dort angekommen, wo sie ziemlich zielstrebig hin wollte. Sie wurde ein Supermodell. Spanische ELLE-Ausgabe vom November 1995
Karen Mulder in Dior 1992
Anmutig wie eine Königin trägt hier Karen Mulder 1992 ein traumhaft schönes Kleid von Dior auf dem Laufsteg zur Schau. Was für ein grandioses Bild von einer so tollen Frau, die trotz hochgeschlossener Robe eine unbeschreiblich anziehende, erotische Ausstrahlung besitzt.

Heute ist es nicht mehr nötig den sprechenden Spiegel aus dem uns allen bekannten Märchen „Schneewittchen“ zu fragen: „…… wer ist die Schönste im ganzen Land?“ In der Zwischenzeit übernehmen dies die Medien, z.B. die Zeitschrift „Mirror“ (sinnigerweise bedeutet dies übersetzt „Spiegel“), der ihre Leser fragt: „Welches Victoria’s Secret Modell ist das erotischste aller Zeiten?“

Mirror: Sexiest Victorias Secret Model of all time

21 Top- und Supermodells stehen zur Auswahl, im November 2014, und neben Heidi Klum, Gisele Bündchen, Candice Swanepol, Eva Herzigova und andere weltberühmten Modells, ist natürlich auch Karen Mulder (Bild 16, siehe Link oben) dabei.

Auf der Webseite „fashionmodeldirectory“ zählt sie – ohne spezifisches Ranking – zu den 1000 schönsten Frauen der Welt und neben ihren Körpermassen und anderen Angaben zu ihrer Person, ist dort zu lesen, dass sie sechs Sprachen spricht, unter anderem Latein und Griechisch.

FMD, fashionmodeldirectory, Karen Mulder (viele Infos’s)

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Im „Trivia“-Teil der Webseite erfährt man auch, dass man nach ihrem Ebenbild eine kleine Spielzeugpuppe (Bild oben) produzierte und sie in dieser Hinsicht in den engsten Kreis der drei Auserwählten gehört, neben Claudia Schiffer und Naomi Campbell. Damit aber noch nicht genug der Ehre, denn es wurde sogar eine neue holländische Tulpe nach ihr benannt, aus der Gruppe „Triumph“ (Nomen est Omen!). Sie ist einfarbig, knallgelb und leuchtet in der Sonne wie ein helles, fröhliches Licht.

Karen Mulder – Tulpe

Es gibt viele, wunderschöne Fotos von Karen Mulder im Internet…..

Karen Mulder, Fotos und Infos (engl.)

Karen Mulder (tumblr)

Karen Mulder (listal)

Karen Mulder, superior pics (Engelbilder)

Goldenes Kleid von Dior auf tumblr

Karen Mulder bei chickipedia (mademan), mit vielen Bildern

….., aber drei davon finde ich persönlich besonders schön, weshalb ich sie hier poste und kommentiere:

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Auf diesem Bild strahlt Karen Mulder eine sehr faszinierende Jugendlichkeit, Unbeschwertheit aus. Ihr Make-up ist sehr dezent und natürlich.
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Mit etwas Phantasie assoziiere ich zumindest bei diesem sexy Kleid ein Kettenhemd, Stärke, selbstbewusste Frau, wilde Entschlossenheit (wilde Frisur!), eine Kämpferin, Kriegerin; vielleicht sogar eine Anlehnung an die nordische Mythologie der Schildmädchen des Wodan, welche die tapferen Helden im Kampf aufsuchten und küssten, sie auf ihr Ross holten und sie zu Wodan, dem Gott des Krieges brachten, der sie mit allen Ehren empfing und sie – die Walküren des Wodan – (Zitat): „sich bemühten (den Helden) die Leiden der Erde vergessen zu machen.“ (Quelle Julius von Negelein 2014, zum Thema Walküre in „Germanische Mythologie“ Nachdruck von 1906). Tolle Vorstellung 😉
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Eines der schönsten Bilder ist jenes von Karen Mulder mit weissem Kopftuch und orientalisch angehauchtem Flair auf der Titelseite der VOGUE (Jahrgang nicht bekannt). Die Tiefe der Sinnlichkeit und die spirituelle Identität der Erotik liegt nicht in der Blösse, sondern in der Akzentuierung der Partien im Gesicht, in dem die meisten Botschaften der Seele, durch Mimik, Blicke und Worte kommuniziert werden. Auch Farben haben eine Signalwirkung. Meiner Meinung nach ist dieses Make-up und Styling für sie perfekt; einer Schönheitskönigin sehr wohl angemessen.

Adel Rootstein beauftragte ihren firmeninternen Bildhauer, von Karen Mulder mehrere Skulpturen anzufertigen, um nach ihren Ebenbildern Mannequins zu produzieren. Im Bild unten steht Karen Mulder neben einer ihrer fertigen Schaufensterpuppen (Serie „Seduction“ SD 08):

Karen Mulder und ihr Mannequin 01
Das Supermodel Karen Mulder (links) stützt sich auf der rechten Schulter von ihrem Ebenbild als Schaufensterfigur ab, die von Adel Rootstein angefertigt und mit der Seriennummer SD 08 (Seduction) in ihre Kollektion übernommen wurde.
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Mannequin von Adel Rootstein, Karen Mulder, Serie „Seduction“, SD 08

 

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Mannequin von Adel Rootstein, Karen Mulder, Serie „Seduction“, SD 08

Adel Rootstein, Karen Mulder, Serie „Seduction“, SD 08 (& SD 09)

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In einer Ausstellung in New York wurde neben dem modellierten Kopf des Bildhauers, auch die fertige Schaufensterfigur von Karen Mulder ausgestellt, anlässlich eines Jubiläums der Firma Adel Rootstein. Die Figur ist die SD 09.

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Es gibt nun einige Sammler, die ihre Mannequins komplett restaurieren. Manche werden auch von professionellen Firmen aufgefrischt, d.h. in einem sog. „Make-over“ werden schadhafte Stellen ausgebessert, die Figur danach komplett neu lackiert und ein frisches Make-up angebracht. Bei den ersten beiden der vier Bilder einer Karen Mulder aus der Serie „Seduction“, mit der Nummer SD 08, hat der amerikanische Sammler Ivan (ibnhouston) – ob bewusst, oder unbewusst – exakt die Augenfarbe und den Farbton vom Lippenstift übernommen, wie auf dem Bild mit dem weissen Kopftuch. Ivans Figur ist wirklich sehr schön und er versteht es auch, die Mannequins auf beeindruckende Art zu stylen.

Ivan, Karen Mulder auf flickr

Das dritte Bild, die Profilaufnahme von Adel Rootstein’s Karen Mulder mit schwarzen Haaren und Pferdeschwanzfrisur, ist auch sehr schön gestylt. Es stammt von Lester Jones.

Lester Jones, Karen Mulder auf flickr

Das letzte Bild mit Karen Mulder mit den blonden Haaren, stammt vom Sammler Danny Letton. Wunderschönes Mannequin, toll restauriert! Dazu einen Auszug aus den in flickr geposteten Kommentare: Wes „Rootstein did a fabulous job capturing one of the great beauties of the Supermodel Era!!! With this makeup she looks just like the real thing!“ Wonderful Electric: „I would kill to find this mannequin for sale… I’ve been searching for her for almost 10 years!“

Karen Mulder, Danny Letton (flickr)

Es gibt sie bei Rootstein noch zu kaufen…..neu..! Auf eBay ist sie kaum noch auffindbar. Sie sind sehr selten, die Karen Mulder-Mannequin’s „Seduction SD 08 und SD 09. Ich habe beide; eine sogar in einer Sonderserie für „Escada“.

 

 

 

 

 

 

Yasmin Le Bon – Liegendes Mannequin aus der Serie „Frieze“ von Adel Rootstein, Nr. RF 05

Yasmin Le Bon ist eines der berühmtesten Models der Welt. Ihre steile Karriere begann Mitte der 80-Jahre und dauert immer noch an. Weite Angaben über diese wunderschöne Frau sind in einem eigenen Artikel in diesem Blog zu finden:

YLB – Yasmin Le Bon ein britisches Supermodel der 80er jahre ist auch als Mannequin bei Adel Rootstein erhältlich

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Für ihre eigene Schmuckkollektion, cie sie im Jahr 2000 auf den Markt brachte, legte sich das Supermodell selber vor die Kamera. Dieses Bild fidne ich traumhaft schön!
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Der Bildhauer von Adel Rootstein modelliert den Kopf der jungen Yasmin Le Bon.

Viele der Mannequins von Adel Rootstein sind das Ebenbild lebender Personen, verewigt und in einem „Moment“ eingefangen. Im Bild oben sitzt Yasmin Le Bon einem Bildhauer von Adel Rootstein Modell, mit einem leicht angestrengt scheinenden Gesichtsausdruck. Sie darf sich nicht bewegen und muss bei jeder Sitzung die selbe Haltung, sowie die selbe Mimik einnehmen. Hier ist der Mund leicht geöffnet, wie beim liegenden Mannequin.

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Yasmin Le Bon von Adel Rootstein, ist als über die linke Schulter blickendes, auf der rechten Seite liegendes Mannequin gestaltet. Sie trägt die Nummer RF 05 und gehört der Serie „Frieze“ an.

Adel Rootstein – Frieze – RF 05

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Anlässlich einer Rootstein-Präsentation, wurde eine Szene an einem Swimmingpool nachgestellt, in der Yasmin Le Bon als Mannequin auch ihren Platz bekam; mit dem weissen Badetuch um die Schulter am Bassinrand räkelnd.
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2007 fand in New York eine Ausstellung über die 50-jährige Firmengeschichte von Adel Rootstein stat, wobei einige Mannequins, u.a. RF 05, ausgestellt wurden. Man sieht links auf dem Sockel den fertig modellierten Kopf von Yasmin Le Bon, die dafür Modell gestanden hatte.

Vor allem die Schwarzweiss-Aufnahme (weiter oben) ist mir schon länger bekannt und wusste, dass es sich um Yasmin Le Bon handelt, wonach mir immer in meinen Gedanken umhergeisterte, ich würde auch gerne eine Schaufensterfigur von ihr besitzen. „Geduld bringt Rosen“, sagt man. Das war hier eindeutig der Fall. Seit ein paar Tagen besitze ich ein Yasmin Le Bon-Mannequin von Adel Rootstein: die Liegende (RF 05) aus der Serie „Frieze“.

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Provokativ in Lack und Leder: Yasmin Le Bon stand nicht nur für Haute Couture vor der Kamera.

Einerseits liess ich mich beim Styling der Schaufensterpuppe von Yasmin Le Bon ein wenig von ihrer stolzen, fast etwas spielerisch-dominanten Art inspirieren, wobei mir einerseits ein Gedanke an „Fifty shades of Grey“ in den Sinn kam, andererseits hingegen wollte ich einen Akzent in Bezug auf ihre iranischen Wurzeln setzen, von wo auch dieses verhaltene Temperament herrührt und auf das innere, lodernde Feuer hinweisen soll. Ich lasse hier nun mal meine erste Bilderserie sprechen:

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YLB – Yasmin Le Bon. Ein Supermodel der 80er-Jahre ist auch als Mannequin bei Adel Rootstein erhältlich

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Sinnlich und selbstvergessen blickt Yasmin Le Bon in ihrer makellosen Schönheit in die Welt. Ob sie wohl 1985, als dieses Bild entstand, von ihrer einzigartigen Karriere als Model träumte, die sie danach begann? Foto: Arthur Elgort in „Mademoiselle US“, 1985

Ihre Augen glänzen wie schwarze Edelsteine, so als wären sie geschliffene Turmaline. Im strahlenden Sonnenlicht aber funkeln sie wie dunkler Bernstein. Alleine schon der Blick ist betörend, bei dieser schönen Britin mit halbiranischen Wurzeln. Sie ist 1964 geboren und war 1985 (s. Bild oben) erst am Anfang ihrer Karriere als Model. Sie zierte unzählige Titelseiten berühmter Modejournale und wurde weltberühmt, weshalb die italienische ELLE sie in der letztjährigen Jubiläumsausgabe (Dezember 2017, 30 Jahre) erneut auf der Frontseite abbildete.

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Zum 30-jährigen Jubiläum der italienischen ELLE, wurde im Dezember 2017 Yasmin Le Bon erneut abgebildet. Foto: Max Vadukul Quelle Twitter (s. Link)

Ob als junges Mädchen damals in den 80er-Jahren, oder heute als über 50-jährige Frau und Mutter von drei Töchtern: sie hat etwas magisches an sich, ein geheimnisvolles Feuer lodert in ihrem Innern, wie bei einem Vulkan. Sanft, aber auch provokativ wird sie in unzähligen Modefotos abgebildet und ihre Figur ist einfach atemberaubend.

Twitter YLB official site

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Yasmin Le Bon in verträumter und erotischer Pose im Jahre 1987 mit 23 Jahren. Foto: Andrew MacPherson
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Yasmin Le Bon 2016 mit 52 Jahren; wunderschön, hier auf dem Cover von Harper’s Bazaar, einer der berühmtesten Modezeitschriften, zusammen mit ihrer Tochter Amber Le Bon.

Die englische Zeitung Daily-Mail titelte im Sommer 2016 in ihrem Artikel: „They could be sisters! Yasmin Le Bon, 51, looks younger than her years as she models with daughter Amber, 26, for new fashion campaign.“

Daily-Mail-Artikel über Yasmin Le Bon

Harper’s Bazaar, Titelseite Dez. 2017

Tatsächlich würde man meinen, Yasmin (Mutter) und Amber (Tochter) seien Schwestern.

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In völlig relaxter Haltung, mit den Händen in den Hosentaschen, blickt Yasmin Le Bon von der Titelseite. Sie zeigt ihren wunderschönen Körper oben ohne ganz offen. Titelseite vom Mai 1993, der Frauenzeitschrift Marie Claire

Im Mai 1993 blickte sie mit nacktem Oberkörper völlig entspannt über ihre Schulter und schliesslich von der Titelseite der Frauenzeitschrift Marie Claire, die an jedem Kiosk in der Auslage zum Verkauf angeboten wurde. Heute, 25 Jahre später, wäre dies in der immer puritanisch werdenden Zeit undenkbar.

Bild von nackter Yasmin Le Bon bei MFD

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Auch angezogen ist Yasmin Le Bon sehr sexy! Seite aus ihrer Model-Setkarte bei der Agentur Elite in New York
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Aufnahme mit „Wouuw“-Effekt. Yasmin Le Bon in sinnlicher, liegender Pose mit orientalischem Schmuck und wellenden Haaren. Dieses Geheimnisvolle, das sie umgibt und diese Glut in ihren dunklen bernsteinfarbenen Augen haut mich um. Diese iranstämmige, orientalische Schönheit ist eine Klasse für sich. Das Bild entstand im September 2009 (siehe Quelle beim Link unten), anlässlich einer eigenen Schmuckkollektion YLB, die sie 2010 auf den Markt brachte.

Man findet im Internet viele faszinierende Aufnahmen von Yasmin Le Bon, aber dieses Portrait (oben) mit den wellenden Haaren, diesen Bernstein-Augen, dem perfekten Make-Up, dem orientalischen Türkisschmuck und dieser makellosen Haut (vermutlich mit Photoshop noch etwas nachgeholfen; heute weiss man nie…) ist aus meiner Sicht das absolut schönste Bild von ihr, mit 100%-igem „Wouuw“-Effekt!

Webseite mit dem schönen Bild oben…(iranpoliticsclub)

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Tolle Bildergallerie von Yasmin Le Bon (01.08.2017)

Tolles Wallpaper

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Ein von der Manufaktur Adel Rootstein angestellter Bildhauer sieht man auf dieser Aufnahme bei seiner Arbeit, aus Lehm den Kopf einer Frau zu modellieren. Es ist die junge Yasmin Le Bon.

Seit ich dieses Bild im Internet entdeckte, auf dem der Bildhauer von der Manufaktur Adel Rootstein während seiner künstlerischen Arbeit abgebildet ist, wünschte ich mir das entsprechende Mannequin von dieser Frau, deren Gesicht hier aus Lehm modelliert wird. Es ist Yasmin Le Bon während der ersten Phase der Entstehung eines Mannequins nach ihrem Ebenbild.

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Adel Rootstein entwarf eine liegende Yasmin Le Bon, mit einem über die linke Schulter blickenden Kopf und mit einem leicht geöffneten Mund, wie auf dem Foto weiter oben gezeigt wird. Sie ist nun Teil der Mannequinserie „Frieze“ und trägt die Seriennummer RF05. Ihr Körper ist dem Original ebenfalls nachempfunden. Es gibt Yasmin noch in einer knienden (RF06) und einer stehenden Haltung (RF08).

Adel Rootstein, Serie „Frieze“, mit der Nr. RF05

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Arrangement von Rootstein-Figuren an einem mit Wasser gefüllten Swimming-Pool. Diese Mannequins sind den Originalen dermassen ähnlich, dass diese Szene fast wie echt wirkt. Im Vordergrund mit weissem Badetuch und entblösster Brust räkelt sich Yasmin Le Bon in ihrer liegenden Variante „Frieze“ RF05. Am Rand des Pools sitzend, mit den Beinen im Wasser ist eine Ira und mit dem Rücken zur Kamera ist vermutlich die Helga aus der Frieze-Serie.

 

Weil die Mannequins von Adel Rootstein den Menschen täuschend ähnlich sehen und echt wirken, fokussieren sich einige Sammler fast ausschliesslich auf diese Figuren von einem der immer noch führenden Hersteller von Schaufensterpuppen. Die Szene am Pool (obiges Foto) wurde für Promotionsfotos der Firma arrangiert. Unten die echte Yasmin Le Bon auf dem Rücken liegend an einem Pool.

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Sinnlich-erotische Pose der echten Yasmin Le Bon am Pool…. Das Bild sagt alles….
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Präsentation von Yasmin Le Bon RF05 aus der „Frieze“-Serie in New York 2006, anlässlich einer Retrospektive von Adel Rootstein über 50 Jahre Firmengeschichte. Foto: Timothy A, Clary

Anlässlich einer Retrospektive bezüglich der 50-jährigen Firmengeschichte von Adel Rootstein, wurden eine Auswahl einiger Mannequins in einer Ausstellung in New York 2006 präsentiert. Eine dieser Schaufensterpuppen war RF05, die liegende Yasmin Le Bon, aus der Frieze-Serie, hier mit Netzstrümpfen und Schleier eingekleidet. Von den Füssen her gesehen erkennt man ihr schönes Gesicht, mit dem leicht geöffneten Mund; einfach sehr schön!

Fotos Ausstellung New York 2006

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In einer sehr ähnlichen Pose, wie als Mannequin, liegt Yasmin Le Bon auf einem Rasen im Gegenlicht, um eine Kampagne gegen Pelze zu unterstützen. 2000

Vermutlich ist es ein Zufall, dass sie auf einem Foto aus dem Jahr 2000 in einer Stellung anlässlich einer Antipelzkampagne posierte, die jener vom Mannequin RF05, d.h. ihrem Ebenbild sehr ähnlich sieht. Seit dem 15.02.2018 bin ich nun glücklicher Besitzer einer liegenden Yasmin Le Bon aus der „Frieze“-Serie mit der Nummer RF05 in makellosem Zustand! Eigene Fotos folgen und bekommen einen eigenen Artikel.

ZEN in der Kunst ein Mannequin zu bestimmen

Wie bei allen industriellen Erzeugnissen, gibt es bei der Herstellung der Produkte sehr unterschiedliche Verfahren, sowie technische und ästhetisch-künstlerische Lösungen, um dem Fabrikat eine möglichst praktische Handhabe, aber auch eine Individualität zu verleihen, die im Sinne eines besonderen Wiedererkennungswertes im Gedächtnis haften bleiben soll. Im Verlaufe der Zeit haben sich durch die Entwicklung in der Mode und dem angepassten Zeitgeist zwei Grundfamilien von Schaufensterpuppen mit jeweils verschiedenen Stammbäumen entwickelt: die naturalistischen und die stilisierten Figuren, die entweder kopflos, oder mit einem gesichtslosen Eierkopf (Egg-Head) in den Schaufenstern in verschiedenen Farben stehen. Letztere sollten so wenig Individualität wie möglich zeigen, da angeblich das Käuferpublikum sich nicht mehr mit präsentierten Schönheitsidealen konfrontiert werden will, was in nachvollziehbarer Weise vor einer Kaufentscheidung eines Kleidungsstückes wesentlich die Hemmschwelle senkt. Irgend ein Designer liess irgendwann einmal den Kopf ganz weg, oder man fertigte 3/4-, sowie 1/2-Torsos an, welche dann eher wieder an die uralte und ehrwürdige Schneiderbüste erinnerte. Die verschiedenen Motive zur Verwendung von stilisierten Mannequins soll hier nicht erschöpfend untersucht werden, denn im Fokus stehen die anderen, welche der Natur menschlicher Züge doch viel näher kommen. Für manchen Sammler können sie nie nah genug sein, weshalb sie sich auf bestimmte Hersteller konzentrieren, deren Figuren den Bedürfnissen nach möglichst realem Bezug genügen und Prioritäten in ihrer Sammlung klar bestimmt und eingegrenzt sind. Selbst diesen meist sehr fachkundigen Leuten kann diese Webseite noch neue Informationen anbieten, aber zur Evaluation ihrer Lieblingsfiguren haben sie sich bereits in der Regel sehr viel Wissen angeeignet. Dieser Artikel richtet sich deshalb in erster Linie an Kaufinteressenten von Mannequins, die auf diesem Betätigungsfeld Laien sind und sich über das Produkt informieren wollen. Die Auswahlkriterien können sein: Alter der Figur, Schönheit und Erscheinung, sowie allenfalls Wertanlage.

Ist im Internet, z.B. bei eBay, eine Schaufensterfigur von einem professionellen Sammler zum Verkauf ausgeschrieben, enthalten die Angaben im Inserat meistens  der Hersteller, die Seriennummer, das Produktionsjahr und spezifische Eigenheiten. Natürlich ist das sehr angenehm; man kauft entspannt ein Mannequin. Fehlen aber sämtliche Angaben, oder sind falsch, dann kann dies eine rechte Herausforderung sein, vor allem, wenn der Verkäufer schlechte Handy-Fotos der Annonce beifügt. Umso mehr stachelt es mich oft an, in teils aufwendigen Nachforschungen und/oder in Einbezug meines Wissens, das ich über Jahre erworben habe, den Hersteller, die Serienbezeichnung und -nummer irgend wann in Erfahrung zu bringen, damit eine Zuordnung möglich ist. Wie ein Archäologe, der im Wüstensand bei Ausgrabungen eine Statue entdeckt hat, die er einer Epoche der Geschichte zuweisen will, versuche ich bei Inseraten wie „Verkaufe Schaufensterpuppe“ (ohne weiteren Angaben) den Hersteller und die Serienbezeichnungen des Mannequins herauszufinden. Das ist zuweilen eine echte Herausforderung, aber sehr spannend und immer öfters von Erfolg gekrönt, je tiefer und breiter die Erfahrung und das Wissen ist.

Die typischen Erkennungsmerkmale sind (den Markennamen zugeordnet):

Adel Rootstein (Grossbritannien): je nach Epoche Gravur der Seriennummer am Hinterkopf; silbernes Etikett auf der Innenseite der Armkupplung und Aufkleber am Gesäss „Adel Rootstein“. Bei Originalen sind zum grossen Teil noch die Nadeln ab Werk seitlich am Kopf sichtbar, die der Befestigung der Perücken dient und sogar Sammler zuweilen als „Schaden“ an der Figur deklarieren. Adel Rootstein-Figuren besitzen eine viereckige Glasstandplatte mit rundem Fussdorn, oder eckigem Wadendorn. An der Hüfte sind viele mit einem Vierkantsteckbolzen lose verbunden, nur einige besitzen ein dreiteiliges System mit Arretierung. Die Figuren sind in 7 Teile zerlegbar, wobei ein Bein und die beiden Arme bajonettartige Verschlüsse aufweisen. Ein deutliches Erkennungszeichen, welches die Bestimmung deutlich vereinfacht, ist die Vierkant-Steckverbindungen bei den Händen.

Hindsgaul (Dänemark): je nach Epoche Aufkleber „Hindsgaul“ im Kreuzbereich hinten über dem Becken, mit der Seriennummer (falls vorhanden). Durch runde Schulterkupplungen sind / waren die Arme z.B. innerhalb einer Serie, bzw. serienübergreifend austauschbar (Ende der 60er / 70er.Jahre). Das führte dazu, dass vor allem bei diesen Serien von Ende der 60er- und bis Mitte der 70er-Jahre, falsche Arme von Dekorateuren montiert wurden, was heute den Wert einer Schaufensterpuppe bis zu 3/4 ihres Zeitwertes mindern kann. Teilweise sind die Seriennummern auf der Metallmanschette innenseitig der Kupplung bei der Schulter schwarz gestempelt. Eine vierstellige Seriennummer ist immer weiblich und bei einer dreistelligen Seriennummer handelt es sich um eine männliche Figur. Das wohl augenfälligste Merkmal ist die Teilung der Beine, wobei ein T-Profil aus Hartplastik senkrecht in ein U-Profil aus Metall eingeführt wird und in ein Kugellager einrastet, um so die Stabilität zu gewährleisten. Auf der unteren, in diesem Sinne aus zwei Teilen bestehenden Metallplatte ist oft ebenfalls die Seriennummer schwarz gestempelt. Bei der Serie „Deauville“ ist der Querbalken des T-Profils aus Hartplastik so dünn, dass es eher brechen kann. Alle anderen Verbindungsteile der Schliessmechanik sind ab einer Zeit von ca. 1976 an (Serie „International“) untereinander kompatibel. Diese Konstruktion gab es vor 1976 nicht. Die Figuren sind in 7 Teile zerlegbar. Die Hände haben einen Bajonettverschluss.

New John Nissen (Belgien) / Schläppi (Schweiz): je nach Epoche äusserst realistische Formgebung. Bei gewissen Serien sind sogar die Brustwarzen detailgetreu ab Werk modelliert und auf den Handrücken beispielsweise sind Venen, Adern und Sehnen naturgetreu ausgearbeitet. Ältere Figuren aus den 70er-Jahren haben meist eine dunkle, bräunliche Kolorierung, mit einer eher rauen Oberfläche, während jüngere Mannequins aus den 80er-Jahren eine hellbeige Hautfarbe besitzen, mit glatter Oberfläche (wenn sie original von New John Nissen stammen) und einer etwas weniger glatten Struktur, wenn es sich um eine Figur handelt, die baugleich von der Firma Schläppi in der Schweiz in Lizenz hergestellt war. Diese Mannequins sind ebenfalls in 7 Teile zerlegbar und die Hände weisen den selben bajonettartigen Mechanismus auf, wie jener bei Hindsgaul. Durch die Verwendung des Werks einer nicht UV-restistenten Lackierung der Augen, vergilbt diese Beschichtung mit viel Licht und fortgeschrittenem Alter zunehmend.

Almax (Italien): Es sind je nach Herstellungsepoche mehr oder weniger naturalistisch wirkende Figuren. Sie sind zum Teil die schwersten und stabilsten Schaufensterpuppen, die es gibt. Bei Feuchtigkeitseinwirkung rosten bei älteren Serien die Metallteile bei der Hüftverbindung. Der Vorteil ist, dass sich die einzelnen Komponenten innerhalb einer alten Serie austauschen lassen. Sie sind im Gegensatz zu neueren Serien kompatibel. Die Figur ist in 7 Teile zerlegbar und die Hände weisen einen Gewindebolzen auf, wonach sie in ihr Gegenstück hineingedreht werden müssen. Dieses ist in einer Ummantelung aus Hartplastik eingearbeitet, welche mit dem Alter spröde wird und zerbröckelt. Eine Reparatur, oder ein Austausch der Teile ist unumgänglich. Die meisten älteren Figuren haben ein gestanztes, viereckiges „Ai“ (Almax Italy) Label bei den Schulterkupplungen und / oder der Hüftverbindungen innenseitig. Zu den deutlichsten Erkennungszeichen älterer Serien sind die sehr weiblichen Körperproportionen, sowie die Kolorierung der Finger- und Fussnägel und der Brustwarzen ab Werk. Ganz im Sinne der Mode in den 60er- und 70er Jahre sind die älteren Almax-Mannequins mit dem die Augen betonenden dunklen sog. Smokey Eye-Lidschatten geschminkt. Dieser Look ist sowohl glamourös und elegant, als auch verrucht und sexy. Die neuen, teilweise noch erhältlichen Mannequins sind weiss koloriert, mit einfach bemalten Augen.

Jung-Figuren (Deutschland): Diese Mannequins sind je nach Epoche hinten am Gesäss mit einer eingestanzten Seriennummer im Format xx-xxx versehen. Im Gegensatz zu den schweren Almax-Figuren sind Jung-Figuren leicht und dünnwandig, weshalb sie auch viel zerbrechlicher sind. Die in einem flachen Winkel abstehenden Vierkantbolzen mit Drehkränzen an der Schulterkupplung, passen in einen entsprechenden Schacht in Schräglage seitens des Torsos. Bei den älteren Serien sind die Abschlusskapseln an den Schultern rund, um eine breite Kompatibilität der verschiedenen Modelle untereinander zu gewährleisten, wie es bei Hindsgaul und Almax der Fall war. Man kam mit der Zeit von dieser universalen Form ab. Auffallend viele Jung-Figuren lächelnd, oder lachen und versprühen Fröhlichkeit und Freude am Leben. Die Hauttyp ist durchwegs hellbeige und nordisch-europäisch (skandinavisch-mitteleuropäisch), wodurch man mit Perücken in blond beim stylen kaum falsch liegen kann. Der Fussdorn ist rund und meist auf einer runden Glasplatte montiert.

Moch (Deutschland): Die meisten Moch-Figuren sind mit einem Spritzgussverfahren hergestellt. Sind sie nicht von Sammlern später koloriert worden, erkennt man sie an der völlig anderen Haptik sofort. Das bei der Produktion vorwiegend verwendete, braune Plastik fühlt sich etwas minderwertig an, ist aber in hohem Masse bruchfest im Vergleich mit Mannequins anderer Hersteller. Bei diesem Herstellungsverfahren entstehen an den Rändern der zusammengefügten Hartschalen optisch sehr störende Nähte, welche auch aufwändig herunter geschliffen werden können, damit sie bei Fotoaufnahmen nicht mehr zu sehen sind. Bei überarbeiteten Figuren sieht man diese nicht mehr. Die Hände sind aus einem weniger harten Material hergestellt und innen hohl, was ebenfalls die Bruchfestigkeit erhöht. Leider ist die Farbe mit jener des Körpers nicht abgestimmt und dunkler, was anspruchsvolle Sammler in der Regel stört. Hinten im Kreuzbereich des Rückens besitzen die Figuren entweder ein grosses, oder ein kleines Loch, woran man das Alter der Figur einschätzen kann. Beim früheren grossen Loch wollte man der Hand den Zugang zur speziellen Mechanik bezüglich der Verbindung vom Körperoberteil mit den Beinen ermöglichen und bei den späteren Modellen wurde der Lochdurchmesser auf die Gewindebreite einer rücklings eingesetzten Schraube reduziert. Dabei blieb aber die Idee der Mechanik erhalten, die sich jedoch langfristig nie durchsetzen konnte und nur in einer leicht veränderten Version von der Schweizer Firma Schläppi übernommen wurde (sehr frühe Serien). Der auf dem Beckenboden montierte Kugelgelenkbolzen ist bis zu einer Neigung von rd. 35° Grad aus der Senkrechten rundum schwenkbar. Der in der Grundstellung sonst an der Kante bündige Torso kann so verschiedene Stellungen des Körpers einnehmen, wozu er in der Neigeposition angehoben und arretiert werden muss. Bei den älteren Mannequins von Moch geschieht dies durch eine Flügelmutter und bei den jüngeren Figuren steht eine normale Metallschraube am Rücken zur Verfügung, die mit einem grossen Schraubenzieher angezogen wird. Beim Kauf einer Moch-Figur sollte man also darauf achten, dass entweder die Flügelmutter, oder die Schraube vom Verkäufer mitgeliefert wird, ansonsten Wertminderung geltend gemacht werden kann und ein Gang zu Eisenwarenfachhändler unumgänglich wird.

Patina V (USA): Die in Europa eher selten zu findenden Mannequins aus Nordamerika sind bei einigen Sammlern sehr beliebt.

Hinweis: dieser Beitrag wird fortlaufend erweitert und ergänzt. Es lohnt sich also hier immer wieder einmal einen Blick hinein zu werfen (02.06.2018)

Von Adel Rootstein bis zu Window-Display: Die Palette der wichtigsten Manufakturen von Mannequins

Mehr als zwei Dutzend Hersteller von Schaufensterfiguren haben sich in den letzten 60 Jahren den Markt geteilt und jeder versuchte sich vom Konkurrenten abzuheben. Dabei entstand eine breite Palette von Mannequins, denen sogar lebende Menschen als Vorlage dienten (wie bei Adel Rootstein), oder andere Besonderheiten aufweisen, wie z.B. die erstaunlich naturgetreue Modellierung bei New John Nissen-Figuren. Sammler besitzen ihre Vorlieben; und so gibt es einige, die fokussiert Adel Rootstein-Mannequins, oder Hindsgaul-Figuren sammeln, weshalb man bei diesen Marken in der Regel tiefer in die Tasche greifen muss, als bei anderen Mannequin-Marken. Im teuersten Preissegment sind Schaufensterfiguren zu finden, die aber neu restauriert und in einem sehr guten Zustand sind. Da sich die Kosten für ein sog. Make-Over erst bei seltenen Mannequins sich wirklich lohnt, bleiben die eher weniger beliebten Figuren oft im Originalzustand und sind durch falsche Teile, Risse, Brüche, Kratzer und Abplatzer minderwertig. Meine Sammlung umfasst zur Zeit 14 verschiedene Hersteller, mit insgesamt über 140 Figuren, was sie schweizweit zur grössten und breitestpalettierten Kollektion macht. Die unten aufgeführte Liste folgt keiner bestimmten Logik, Chronologie, oder einem Alphabet, sondern stellt quasi hierarchisch die Reihenfolge meiner persönlichen Vorlieben dar, obwohl die „Grenzen“ nicht klar gezogen sind. Die Yasmin le Bon von Rootstein, die 8424 (Young Look) von Hindsgaul, die liegende Almax, die L9 Act 1 von New John Nissen: sie alle gehören zu meinen Favoriten und sind in diesem Blog beschrieben. Auf die „Sarah“ von New John Nissen habe ich rd. 7 Jahre gewartet. Gegen eine Mitnacht habe ich sogar eine sitzende Ira von Rootstein eingetauscht…. Schönheitsempfinden ist relativ….

Einige der Hersteller produzieren heute noch realistische Schaufensterfiguren, lassen sogar alte Serien wieder aufleben (z.B. „Classic“ bei Adel Rootstein). Wie man sich in diesem „Dschungel“ von Mannequins zurechtfindet, soll eines der Hauptziele dieses Blogs sein. Zudem gibt es von Loutoff z.B. billige Asien-Kopien von hochwertigen Hindsgaul-Figuren (z.B. „Angie“), die offiziell korrekt, aber von Privat auch schon als „echte Vintagepuppe“ im Internet angeboten wurde, was sie definitiv nicht ist. Hier erhält man auch Informationen, die der Bestimmung einer Schaufensterfigur dienen. Anhand der Kolorierung, der Schminke, der Körperproportionen, des Gesichtsausdrucks und der Hüft- und Handverbindungen, sowie Schulterkupplungen kann ein Hersteller eruiert werden, wenn eingestanzte, oder aufgeklebte Labels und Seriennummern (meist gestempelt) fehlen und die Identifikation so erschwert ist. Weitere Erkennungszeichen sind in den jeweiligen Beiträgen zu finden, wie z.B. die Schraube oder Flügelmutter am Rücken der älteren Moch-Figuren, oder dem Gewindebolzen am Handgelenk der Almax usw.

Hier die Liste (zur vorherigen Version vom Februar 2018 etwas abgeändert):

01 Adel Rootstein (England) / 02 Hindsgaul (Dänemark) / 03 New John Nissen (Belgien) / 04 Almax (Italien) / 05 Schläppi (Schweiz) / 06 Hans Boodt (Holland) / 07 Jung-Figuren (Deutschland) / 08 Patina V (USA) / 09 Vaudeville (USA) / 10 Moch (Deutschland) / 11 Decter (USA) / 12 Mitnacht (Deutschland) / 13 Greneker (USA) / 14 Bonami (Belgien) / 15 La Rosa (Italien) / 16 Wolf-Vine (USA) / 17 Filoso (Italien) / 18 Window (Frankreich) / 19 Muckle (Deutschland) / 20 Eurodisplay (Deutschland / Asien) / 21 Siègel (Frankreich) / 22 Loutoff (Asien) / 23 Euroton (Asien) / 24 Bergdorf (Deutschland) / 25 Obermeier (Deutschland) / 26 Levine (?)

 

 

Mannequins / Schaufensterpuppen als Spiegel der Schönheitsideale im Wandel der Zeit

Haute Couture als zentrales Thema im Elternhaus

Die Hochglanz-Modezeitschriften und Magazine von Vogue und Harper’s Bazaar lagen in meinem Elternhaus teils stapelweise herum, wobei ich mir die innere Ordnung nie erschliessen konnte, denn chronologisch schienen sie kaum zu sein. Mir ist es bis heute also nicht vergönnt, auch rückblickend, ein System der Priorisierungen erkannt haben zu dürfen – das soll auch so sein, denn Schönheit, Ästhetik, Mode sind ganz persönliche Empfindungen, die von Formen und Farben, von Licht und Schatten beeinflusst sind. Es gab zwar Versuche aus Milliarden von menschlichen Individuen ein Schönheitsideal aus der breiten Masse hervorheben zu lassen und dies je nach Epoche immer wieder neu. In den 80er-Jahren des letzten Jahrhunderts wollten gewiefte Werbepsychologen dahinter kommen, nach welchen Kriterien unser Unterbewusstsein ein Schönheitsideal bewertet. Das Ergebnis war recht simpel: je symmetrischer ein Gesicht ist, desto schöner erscheint es dem Betrachter. Eine solche Erklärung kann aber nicht die breite Empfindungspalette abdecken, die Menschen in ästhetischer Hinsicht besitzen. Dennoch ist es rätselhaft, wie sehr Mode und Schönheitsempfinden dem jeweiligen Zeitgeist unterworfen sind und es eine erstaunliche suggestive Kraft gibt, die Trends zu fokussieren vermag. Jedenfalls kann ich mich schwach erinnern, das Wort Haute Couture so oft als Kind im Elternhaus gehört zu haben, dass es zu meinem Grundwortschatz im Vorschulalter gehörte.

Meine Tante war eine begnadete professionelle Schneiderin, sowie meine Grossmutter mütterlicherseits. Neben ihrer täglichen Arbeit, fertigten sie auch Kleider für meine Mutter an, die mit etwas über 1.80 Meter Grösse damals gültige Modellmasse besass. Ansatzweise lässt sich vermuten, dass nach der Reihenfolge der in Auftrag gegebenen Kleider auch die Hefte bereit lagen, die ich oft durchblätterte, sogar öfters als ein Spielwarenkatalog. Manche waren so dick wie die in ländlichen Gegenden damals gebräuchlichen Telefonbücher. Die Fotos in den Katalogen wurden in den berühmten Mode-Metropolen Paris, London, Mailand und New York gemacht – Grossstädte in denen Trends gesetzt wurden.

Ausbildung zum Werbe- und Modefotografen

Am Anfang begeisterte mich schon eher die Landschaftsfotografie, als ich das erste Mal mit 12 Jahren eine Nikon F Spiegelreflexkamera in die Hand nahm und im Alter von 15 die Dunkelkammertechnik erlernte. Ein Jahr später war mir klar, dass ich eine Lehre als Fotograf beginnen wollte und so arbeitete ich nach der Schule u.a. für Achille Wieder, der in Zürich ein sehr bekannter Modefotograf war. Wenn während dem Fototermin die schlanken, sich wie Gazellen bewegenden, schönen Geschöpfe über das Parkett stakten, gab es am Anfang schon das eine oder andere Mal, dass mir beinahe die Augen aus dem Kopf fielen. Doch ich gewöhnte mich an die ein- und ausgehenden Supermodells und mit der Zeit war es nicht mehr so ausserordentlich aufregend. Aber es waren schon Wesen die mich zuweilen verzaubern konnten; betörend, in einer magischen Atmosphäre. Die Disco-Glitzerwelt von Ende der 70er- und Anfang der 80er-Jahre war ohnehin magisch.

Ein wenig Nostalgie…. „the Golden Ages“…

Wenn ich also heute, 40 Jahre später, Schaufensterfiguren ansehe, schwingen schon nostalgische Gefühle an diese sehr spannende Zeit des Aufbruchs mit, als sich in der Werbung neue Horizonte eröffneten und die Schaufenster sich in Erlebniswelten verwandelten und der Begriff „visuelles Merchandising“ sich verbreitete. Ansprechend sollten sie sein, sympathisch, die Schaufensterpuppen, die potentielle Kundschaft in ihren Bann ziehen sollten. Die heutigen Sammler von Vintage-Mannequins sprechen von den „Golden Ages“, von den goldenen Jahren, als die in Europa führenden Hersteller, wie Adel Rootstein, Hindsgaul und New John Nissen die wunderschönen, naturalistischen Schaufensterfiguren auf den Markt brachten. Heute sind die „Eierköpfe“ nur noch von den Körpermassen dem Menschen ähnlich. Man glaubt, der Betrachter sei durch die Stilisierung der Figur mehr auf das Kleid konzentriert, was verkaufsfördernd wirke. Man vergass dabei, dass der Mensch das „Gesamtpaket“ unterbewusst beurteilt und ein ästhetisches Empfinden besitzt, in dem das Gefühl für Schönheit entwickelt wird. Und so sind die stilisierten Mannequins von heute vielen zu abstrakt und ich bin nicht alleine, wenn Menschen sich nach den „Golden Ages“ zurücksehnen.

Mannequins: Träume in Kunstharz / visuelles Marketing und Gebrauchskunst

Dutzende Sammlerinnen und Sammler weltweit kümmern sich um die Erhaltung von Mannequins, der speziellen Form von Werbeplastik. An dieser Schaufensterkunst aus mehreren Jahrzehnten, lässt sich die Entwicklung in Gesellschaft und Mode ablesen und sie ist ein Spiegel der Zeit, in der sich das Schönheitsideal immer wieder veränderte. Als ich die erste Schaufensterpuppe ca. 1994 in einem Brockenhaus kaufte, fungierte sie als Objekt für die Voreinstellung des Studiolichtes, um mit dem lebendigen Modell später keine unnötige Zeit dafür zu verschwenden. Noch konnte ich nicht ahnen, dass mich rd. 14 Jahre später die Leidenschaft erfassen würde, in der ich nun begeistert Mannequins sammle. Inzwischen sind es über 140 Figuren, welche ich mir vom Sommer 2008 in den letzten zehn Jahren erwarb.

Dieses Blog hat zum Ziel, dem interessierten Leser eines der am wenigsten erforschten Gebiete im Bereich visuelles Marketing und Gebrauchskunst näher zu bringen. Es ist äusserst spannend, wenn z.B. ein „Dachbodenfund“ im Internet angeboten wird. Über Mannequins gibt es keine Fachliteratur, kein Bestimmungsbuch, wie bei Pflanzen und Schmetterlingen. Von den ahnungslosen Verkäufern werden öfters keine Angaben über den Hersteller, sowie die Seriennummer usw. gemacht und oft sind Aufnahmen mit dem Handy in schlechter Qualität gemacht worden, wonach es einiges an Fachwissen braucht und Erfahrung, um zweifelsfrei vor dem Erwerb die Figur einordnen zu können. Diese Phase erzeugt ein wenig Goldgräberstimmung, wobei mir diese Herausforderung enorm Spass macht. So werden Artefakte einer Kunstform gerettet, die sonst in Vergessenheit geraten würden. In der zweiten Phase werden die Schaufensterfiguren von mir gestylt und wenn nötig restauriert. Durch eine fachkundige Bestimmung bekommen sie nicht nur ihre eigentliche Identität zurück, sondern sie erhalten nicht selten ein sog. „Make-over“, ein Face- und Bodylifting, das ihnen zu einem zweiten Leben verhilft.

Mein Blog „Faszination Mannequins“ stellt hier nicht nur einige meiner sehr schönen Exponate vor, sondern hier werden auch einige Informationen über dieses Thema der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt, die u.a. auch in meinem Fachbuch erwähnt sind. Ich hoffe Sie also auch zum Staunen zu bringen; viel Spass!