Hindsgaul Deauville und „Das Kleine Schwarze“ – Der Bezug zu Coco Chanel

„Eine klare Definition, was ein Kleines Schwarzes ist, gibt es nicht. Grundlegend ist es eng und körpernah geschnitten und maximal knielang. Gerade das ist seine Chance, denn damit ist es nach persönlichem Geschmack veränderbar.“ schrieb die „Welt“ in einem Artikel unter dem Titel „Die Wunderwaffe, die jede Frau besitzen sollte“.

Das Kleine Schwarze: Die Wunderwaffe, die jede Frau besitzen sollte – WELT

Das „LBD“ (Abkürzung für „Little Black Dress“) wurde 1926 von der berühmten Modedesignerin Coco Chanel entworfen, was aus dem Blickwinkel damaligen Stilbewusstseins ein Skandal war. Heute hänge in jedem Kleiderschrank einer Frau ein Kleines Schwarzes behauptet eine Modezeitschrift, wobei sie nicht allzu falsch liegen dürfte. Das vor 95 Jahren entwickelte Kleidungsstück ist ein Designklassiker geworden und nachdem Karl Lagerfeld in den 80er-Jahren des 20. Jh. durch neue Kollektionen, jene damals etwas angestaubte Firma wieder zu neuem Glanz verhalf, mutierte sie zu einem weltumspannenden Imperium hochwertiger Mode mit einem Umsatz von jährlich über 9 Milliarden Euro.

Das Kleine Schwarze von Coco Chanel Coco Chanel: Schwarzes Kleid wird zur Ikone der Moderne, 360 ° Video, Museum für dekorative Kunst Paris – HiSoUR Kunst Kultur Ausstellung

(122) How did the black dress become an icon? | Musée des Arts Décoratifs | #GoogleArts – YouTube

„Stile und Materialien unterschieden sich für Tag und Abend. Abendversionen des “kleinen schwarzen Kleides”, das eher ärmellos war, bestanden häufig aus geschichteter Spitze oder Seidenchiffon mit asymmetrischen Säumen und Rundhalsausschnitten.“ Das TIME-Magazin wählte Coco Chanel zu den 100 einflussreichsten Personen des 20. Jahrhunderts, was sonst kein Designer in dieser Branche schaffte. 1913 eröffnete sie ihr erstes Geschäft im kleinen Dorf Deauville in der Normandie (Nordfrankreich), das damals bereits seit 1860 zu einem noblen Ferienort am Meer geworden war, mit Luxushotels, Casino und Pferderennbahn. Um diese Zeit entstanden dort die beiden Hotels „Le Royal“ und „La Normandy“, „die ein Symbol für Glamour, Pracht, Luxus und Eleganz“ (Deauville – Wikipedia) waren und den Ort bis heute noch charakterisiert.

Mannequin im Kleinen Schwarzen auf einer Seite des Hindsgaul-Kataloges von der Serie „Deauville“

1990 lancierte Hindsgaul eine Serie Schaufensterfiguren unter dem Namen „Deauville“, womit der Mannequinhersteller einen Bezug zum noblem Ort am Ärmelkanal herstellen zu wollen scheint (was äusserst naheliegend, wenn auch nicht ganz gesichert ist…). Im Gegensatz zu vielen SammlerInnen bin ich ein sehr begeisterter Deauville-Fan, der auch über die Tatsache hinwegsehen kann, dass Hindsgaul bei der Modellierung der beiden Kopfvarianten (Nummern 19 und 20) Gesichter auswählte die sehr polarisieren, zwischen Anhängern, die der Meinung sind sie sei hässlich und anderen, die finden, sie besitze einen stolzen und anmutigen Ausdruck.

Katalogseite mit vier Modellen (Posen) aus der Serie „Deauville “ von Hindsgaul

Ich finde die Posen sehr glamourös. Vor allem – das gefällt mir am meisten – ist die Deauville sehr wandelbar. Bei Massimo wirkt sie sehr sinnlich, verspielt und traumversunken…..

flickr Massimo. Link z.Z. nicht verfügbar

…; bei einem anderen Sammler wurde sie als strenge Nonne verkleidet:

Link wird zeitnah nachgeliefert…

Über meine Deauville’s werde ich einen eigenen Beitrag hier veräffentlichen (demnächst)….

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